Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Verstopfung Diagnose

Anzeige
Geschrieben von Dr. med. Tim Hollstein , Arzt
Zuletzt aktualisiert am 15.10.2013
Verstopfung Diagnose

Untersuchung des Darms

Patientengespräch

Die Grundlage der Diagnose einer Verstopfung bilden ein ausführliches Patientengespräch und eine körperliche Untersuchung. In dem Gespräch stellt der Arzt zuerst Fragen zum Stuhlgang an sich, zum Beispiel zur Dauer der Verstopfung, zur Stuhlkonsistenz und zu eventuellen Schmerzen beim Pressen und beim Stuhlabgang. Weiterhin informiert er sich gezielt über eingenommene Medikamente und Beschwerden, die zwischen den Stuhlgängen auftreten, wie Blähungen oder Schmerzen.

Ein weiterer Punkt sind Änderungen der Lebensgewohnheiten oder vorrangehende Auslandsreisen, die unter anderem eine Nahrungsumstellung bedingen.

Körperliche Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung examiniert der Arzt den Bauch und den Anus sowie den Analkanal. Dabei schaut er zuerst auf Fisteln, Fissuren oder Hämorrhoiden, die Ursache einer Verstopfung sein können. Anschließend tastet der Arzt den Mastdarm ab und überprüft dabei den Druck des Schließmuskels sowie dessen Resistenz. Weiterhin kontrolliert er, ob sich in der sogenannten Ampulle am Ende des Mastdarms Stuhl befindet. Schließlich wird (wenn möglich) eine Stuhlprobe entnommen und auf Form und Beschaffenheit getestet.

Dünner Stuhl spricht dabei für eine schnelle Darmpassage, wohingegen harter Stuhlgang mit einer langsamen Darmpassage einhergeht. Eine Funktionsstörung des Beckenbodens führt zum Beispiel zu einem eher weichen Stuhl, der aufgrund zu schwach ausgeprägter oder funktionsloser Beckenbodenmuskulatur nicht entleert werden kann.

Anzeige

Weitere Diagnostik

Eine weitere diagnostische Möglichkeit stellt die Blutuntersuchung dar, bei der neben den Nierenwerten und dem Blutzucker insbesondere die Salz- und Schilddrüsenwerte wichtig sind. Wenn sogenannte Alarmsymptome wie Gewichtsverlust, Blutabgang und abwechselnd Durchfall und Verstopfung bestehen, ist eine Darmspiegelung notwendig, um bösartige Geschwüre oder Darmausstülpungen (Divertikel) auszuschließen.

Bei Patienten ab 50 Jahren mit einer chronischen Verstopfung wird diese Untersuchung generell empfohlen. Eine Ultraschalluntersuchung oder eine Röntgenaufnahme werden nur in begründeten Verdachtsfällen (z.B. bei Verdacht auf einen Darmverschluss oder eine Invagination) vorgenommen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.