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Tinnitus Behandlung

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Geschrieben von 2011-02-09
Zuletzt aktualisiert am 2013-10-1111.10.2013
Tinnitus Behandlung Fotolia_©diego_cervo

Behandlung des Tinnitus: Hilfe zur Selbsthilfe

Die Behandlung des Tinnitus orientiert sich an der Ursache, dem Zeitverlauf (akut oder chronisch) und dem Leidensdruck des Patienten (Schweregrad). Den Schweregrad eines Tinnitus beurteilt man nach den folgenden Kriterien:

  • Grad 1: Der Betroffene kann mit dem Ohrgeräusch gut leben.
  • Grad 2: Der Tinnitus stört vor allem in ruhiger Umgebung und unter Belastungssituationen
  • Grad 3: Der Tinnitus beeinträchtigt das tägliche Leben des Patienten. Zusätzlich treten körperliche und emotionale Probleme auf.
  • Grad 4: Der Patient ist berufsunfähig und hat starke psychische und physische Beschwerden (Angstzustände, Depressionen, Schlafstörungen, Muskelverspannungen).

So vielfältig die Ursachen für einen Tinnitus sein können, so zahlreich sind auch die Therapieideen. Beim akuten Tinnitus haben sich einige Therapien bewährt:

  • Infusionen zur Verbesserung der Durchblutung im Innenohr. Zusätzlich gibt man entzündungshemmende Medikamente wie Kortison dazu.
  • Sauerstofftherapie in einer Überdruckkammer (hyperbare Sauerstofftherapie) zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung des Innenohrs. Diese Behandlung ist umstritten und wird von den Krankenversicherungen deshalb nicht bezahlt.

Ist die Grundkrankheit bekannt (z. B. Durchblutungsstörungen, Infektionen), so wird diese ebenfalls behandelt. Da ein akuter Tinnitus bei der Mehrzahl der Betroffenen von alleine verschwindet, lässt sich über den Nutzen der verschiedenen Therapien kaum eine verlässliche Aussage machen.

Beim chronischen, idiopathischen Tinnitus (Ohrgeräusch besteht länger als drei Monate) liegt das Hauptgewicht der Therapie auf der Linderung der Symptome und dem Umgang des Patienten mit seiner Krankheit.

Damit der Betroffene mit dem Ohrgeräusch umgehen kann, kann ihm eine Art Hörgerät angepasst werden, dass den lästigen Pfeifton maskiert. Mit einem Hörgerät lässt sich eine mögliche Schwerhörigkeit verbessern. Zusätzlich sollte der Patient psychologisch begleitet werden und lernen, mit Stressbelastungen besser umzugehen. Alle diese Therapiemaßnahmen zusammen nennt man Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT).

Wie beim akuten Tinnitus besteht auch bei der chronischen Form die Möglichkeit der hyperbaren Sauerstofftherapie.

Ginkgo-Präparate aus können Ursachen von Ohrgeräuschen positiv beeinflußen und somit zur Verbesserung der Beschwerden beitragen.

Ein äußerst wichtiger Teil der Tinnitus-Behandlung ist die Selbsthilfe. Wenn der Patient aktiv an der Bewältigung seiner Krankheit arbeitet, so schwindet das Risiko für Depressionen und sozialen Rückzug. Betroffene mit Tinnitus sollten

  • Sowohl Stille als auch Lärm meiden. Als Einschlafhilfe können leise Musik oder Naturgeräusche ab CD hilfreich sein. Lässt sich Lärm nicht meiden, so sollte der Patient einen Gehörschutz tragen.
  • Belastenden Situationen ausweichen oder lernen damit umzugehen. Übungen aus den Bereichen Qigong, Yoga, progressive Muskelentspannung und autogenes Training helfen oft weiter.
  • Sich nicht aus ihrem sozialen Umfeld zurückziehen. Das verhindert, dass sich die Betroffenen Tag und Nacht nur noch mit dem Tinnitus beschäftigen.

Lärm meiden kann dem Tinnitus Vorbeugen

Greifbare Maßnahmen, um einem Tinnitus vorzubeugen sind nicht bekannt. Das Risiko lässt sich allerdings reduzieren, wenn man

  • Lärm meidet oder einen Gehörschutz trägt und
  • lernt, mit Stresssituationen umzugehen.
Link- und Buchtipps:
  • www.tinnitus-mag.de 
  • www.tinnitus-liga.de
  • Eberhard Biesinger, Tinnitus: Endlich Ruhe im Ohr: Ursachen erkennen und ausschalten. Die besten Therapien für Akut- und Langzeitbehandlung (Trias, 2007)
  • Frank E. Callis, Der Tinnitus Helfer. Buch und CD-ROM: Retraining Therapie: Die neue Form der Selbsthilfe (Humboldt, 2004)
  • Annette Cramer, Tinnitus: Musiktherapie (Trias, 2008)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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