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Diagnose bei Sodbrennen

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Geschrieben von Dr. med. Tim Hollstein , Arzt
Zuletzt aktualisiert am 10.10.2013
Diagnose bei Sodbrennen

Magenspiegelung oft notwendig

Patientengespräch

Um den Grund für das Sodbrennen herauszufinden, führt der Arzt zuerst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten. Er fragt beispielsweise danach, in welchen Situationen die Beschwerden auftreten, da Sodbrennen oft in bestimmten Körperhaltungen (z.B. beim Bücken, im Liegen) oder durch die Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel (z.B. säurehaltige Getränke wie Weißwein oder Zitrussäfte, Kaffee, süße Speisen) auftreten kann.

Weiterhin interessiert den Arzt, wie lange die Beschwerden schon bestehen, ob sie schlagartig begonnen haben, wann sie sich bessern bzw. verschlechtern und ob noch weitere Symptome wie Schluckbeschwerden, Reizhusten, saures Aufstoßen, Magenschmerzen oder Heiserkeit bestehen. Auch die Einnahme von säurehemmenden Medikamenten sollte vom Arzt abgefragt werden.

Körperliche Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung inspiziert der Arzt den Bauch. Dabei achtet er auf Verfärbungen, Wassereinlagerungen oder oberflächliche Entzündungen. Anschließend hört er den Bauch ab und prüft damit die Wellenbewegungen (Peristaltik) des Dünn- und Dickdarms. Durch Abtasten des Bauches kann der Arzt zudem schmerzhafte Bereiche feststellen. Wenn das Sodbrennen schlagartig und erstmalig eingetreten ist, so empfiehlt sich ein genauerer Blick auf das Herz, da auch ein Herzinfarkt die Ursache für Sodbrennen sein kann. Dazu kann es der Arzt mit dem Stethoskop abhören und ein Elektrokardiogramm (EKG) anfertigen.

PPI-Test

Wenn leichtes Sodbrennen besteht, kann der Arzt einen sogenannten Protonenpumpenhemmer verordnen. Das ist ein Medikament, dass die Produktion der Magensäure hemmt. Verordnet wird das Medikament in der Regel für ein bis zwei Wochen. Bessern sich die Beschwerden darunter nicht, dann ist eine Refluxerkrankung sehr unwahrscheinlich.

Magenspiegelung

Die direkte Untersuchung der Speiseröhre und des Magens (Magenspiegelung, Gastroskopie) stellt die wichtigste Untersuchungsmethode bei häufigem Sodbrennen mit Verdacht auf eine Refluxerkrankung dar. Dabei führt der Arzt einen flexiblen Schlauch über den Mund in die Speiseröhre ein und untersucht daraufhin die Schleimhaut der Speiseröhre und des Magens auf Veränderungen. Wenn er dabei durch Säure geschädigte Schleimhaut in der Speiseröhre entdeckt, stellt er meist die Diagnose der Refluxkrankheit.

Zudem kann er eine Gewebeentnahme der verletzten Schleimhaut (Biopsie) durchführen und die Zellen im Mikroskop untersuchen. Besteht die Schleimhaut dabei aus anderen Zellen (sog. Zylinderepithel statt normalem Plattenepithel), wird die Diagnose Barrett-Ösophagus gestellt. Diese Krankheit ist eine Komplikation der Refluxkrankheit und entsteht, weil der Körper die geschädigte Schleimhaut der Speiseröhre dauerhaft reparieren muss. Kann der Arzt während der Magenspiegelung keine organischen Ursachen für das Sodbrennen feststellen, so ordnet er unter Umständen weitere Untersuchungen an.

Langzeit-pH-Metrie

Die pH-Messung der Speiseröhre galt lange Zeit als Standarduntersuchung zur Diagnose einer Refluxerkrankung bei bestehendem Sodbrennen. Heute wird sie jedoch nur noch unter bestimmten Kriterien angewandt, vor allem wenn die Therapie mit Protonenpumpenhemmern nicht anschlägt und wenn eine Operation zur Linderung der Beschwerden geplant ist. Bei der Untersuchung wird eine Sonde über die Nase bis in die untere Speiseröhre eingeführt. Diese misst über 24 Stunden den pH-Gehalt der Speiseröhre. Da die Sonde sehr unangenehm für Patienten ist, wurde von der Industrie ein sondenfreies System, bestehend aus einer Kapsel, entwickelt.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.