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Behandlung bei Sodbrennen

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-10-1010.10.2013
Behandlung bei Sodbrennen

Säureproduktion verringern

In den allermeisten Fällen entsteht Sodbrennen aufgrund einer Refluxerkrankung, bei der Magensäure in die Speiseröhre gelangt und die Schleimhaut schädigt. Wenn der Arzt das festgestellt hat, empfiehlt er in aller Regel die Anwendung von Allgemeinmaßnahmen und ordnet je nach Stärke der Beschwerden eine medikamentöse Therapie an. Erst wenn die Medikamente nicht ansprechen, kann eine operative Behandlung in Frage gezogen werden.

Zuallererst einmal können Betroffene aber folgende Allgemeinmaßnahmen anwenden:

  • Abstand zwischen Liegen und Abendessen sollte mindestens 4 Stunden betragen.
  • Kopfende des Bettes anheben.
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht.
  • Nahrungsumstellung (weniger fettes, stark gewürztes oder gebratenes Essen und Verzicht auf Schokolade und Tomaten).
  • Säurehaltige Lebensmittel vermeiden (Zitrusfrüchte, Fruchtsäfte).
  • Nach dem Essen Kaugummi kauen (der erhöhte Speichelfluss schützt die Speiseröhre vor der Magensäure).
  • Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Kaffee.
  • Milch und Bananen neutralisieren die Säure.
  • Vermeidung von Stress.

Medikamentöse Therapie

Bei leichtem und sporadisch auftretendem Sodbrennen kann der Arzt sogenannte Antazida verordnen. Diese Medikamente neutralisieren die Magensäure und hemmen somit die Symptome einer Refluxerkrankung. Jedoch haben Antazida in den letzten Jahren an Bedeutung verloren, da neuere Medikamente bessere Ergebnisse in der Behandlung von refluxbedingtem Sodbrennen erzielten.

Dazu zählen in erster Linie Arzneimittel aus der Klasse der Protonenpumpenhemmer (PPI), die die Bildung von Magensäure über die Hemmung einer bestimmten Protonenpumpe in den Zellen der Magenwand direkt unterdrücken. Zu denen am häufigsten verordneten Präparaten zählen Omneprazol, Pantoprazol und Rabeprazol. In Studien wurde zudem nachgewiesen, dass sich diese Medikamente sehr gut zur Langzeittherapie der Refluxerkrankung eignen. Am besten sollten sie ca. 20 min vor jeder Mahlzeit eingenommen werden. Im Normalfall bessern sich die Beschwerden bei regelmäßiger Einnahme nach zwei bis drei Wochen.

Ferner existieren noch die aus der Allgergietherapie bekannten H2-Antihistaminika, die Histamin und damit einen wichtigen Botenstoff zur Magensäureproduktion neutralisieren. Allerdings werden sie aufgrund der effektiveren Wirkung der Protonenpumpenhemmer nur noch selten eingesetzt.

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Chirurgische Therapie

Ein operativer Eingriff sollte im Falle einer Refluxerkrankung mit begleitendem Sodbrennen nur unter Ausschöpfung aller anderen Möglichkeiten (konservative Therapie) in Erwägung gezogen werden. In der Regel wird die Operation minimal-invasiv durchgeführt. Das bedeutet, dass der Arzt ähnlich wie bei einer Magenspiegelung einen Schlauch in den Mund bis zur Speiseröhre einführt und über diesen Weg operiert. Ziel der Operation ist es, die Barrierefunktion des Magenschließmuskels wieder zu verbessern.

  Buchtipps:
  • Jürgen Flügge. " Die biologische Behandlung von Sodbrennen und Reflux.“ Books on Demand Verlag (2007)
  • Carol Ann Rinzler. "Sodbrennen und Reflux für Dummies: Erkennen Sie Ihre Symptome und finden Sie Erleichterung". Wiley-VCH Verlag (2006)
  • Heide Steigenberger. " Reizmagen: Richtiger Umgang mit Gastritis, Sodbrennen, Magendrücken und Verdauungsstörungen". Kneipp Verlag (2010)
  • Karin Gruber. "Schluss mit Sodbrennen: Reflux, Gastritis, Magengeschwüre & Reizmagen". Verlagshaus der Ärzte (2008)
  • Nicole Schaenzler. "Magen und Darm natürlich behandeln (GU Ratgeber Gesundheit)". Gräfe und Unzer Verlag (2009)
  • Anne Iburg. "Köstlich essen bei Magen-Darm-Beschwerden: Was schmeckt und richtig gut bekommt. Vom Snack bis zum Festtagsmenü. Mit 93 abwechslungsreichen Rezepten.“ Trias Verlag (2006)
 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.