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Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis) Ursachen

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-11-1414.11.2013
Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis) Ursachen

Gestörter Schutzmechanismus der Scheide

Unsere Scheide hat eine gute Schutzfunktion vor Krankheitserregern. Auch während des Geschlechtsverkehrs ist sie durch eine raffinierte Strategie zur Herstellung eines besonderen Scheidenklimas (Scheidenmilieu) geschützt.

Eine mechanische Barriere besteht durch Schamlippen und Schamhaare. Die Scheidenschleimhaut bildet ein Sekret, dass einen basischen Schleimpfropf vor den Gebärmuttermund legt, was vor aufsteigenden Infektionen schützt und gleichzeitig für männliche Samenzellen überwindbar ist.

Für den Schutz vor Krankheitserregern wird in der Scheide ein saures Milieu produziert. Maßgeblich beteiligt sind die Östrogenproduktion der Schleimhautzellen, und die Döderlein-Bakterien (Milchsäurebakterien). Sie produzieren Milchsäure, die in der Scheide einen pH-Wert von 4 bis 4,5 aufrechterhält – für die meisten Krankheitserreger zum Überleben ungeeignet.

Vor der Pubertät und nach den Wechseljahren besteht ein geringerer Östrogenspiegel. Dadurch haben Mädchen und ältere Frauen eine erhöhte Anfälligkeit für Scheideninfektionen. Bei älteren Frauen nennt man sie „Kolpitis senilis“. Bei jungen Mädchen besteht selten eine Scheideninfektion – wenn dann durch Schmierinfektionen vom Anus, oder durch Einbringen von Spielzeug. Leider muss immer auch an sexuellen Kindesmissbrauch gedacht werden!

Innere und äußere Faktoren können bei geschlechtsreifen Frauen den Schutzmechanismus stören

  • Anti-Baby Pille
  • Antibiotikatherapie (Schädigung der natürlichen Keimbesiedelung)
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Mechanische Irritation (enge, reibende Wäsche, Schwitzen im Intimbereich, Empfängnisverhütung mit Scheidendiaphragma, Gebrauch von Tampons, bis hin zu häufigem Geschlechtsverkehr (Prostitution) oder Vergewaltigung
  • Mangelhafte oder übertriebene Hygiene im Scheidenbereich – tägliche Sitzbäder, Gebrauch von Seifen und Intimspray
  • Vorübergehend während der Regelblutung
  • Immunschwäche durch Krankheiten (HIV), Krebs, Chemotherapie

Infektionen durch Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten

Scheidenentzündung entsteht häufig durch Krankheitserreger auf dem Boden einer gestörten Schutzfunktion der Scheide. Meist sind die Infektionen sexuell übertragen. Schmierinfektionen können durch gemeinsam benutzte Handtücher im Intimbereich vorkommen. Eine Harnwegsinfektion der Frau kann ebenfalls eine Scheideninfektion nach sich ziehen.

Bakterien

Am häufigsten ist die Kolpitis durch das Bakterium Gardnerella vaginalis (Aminkolpitis). Seltener kommt es zur Vulvitis durch Staphylokokken, die ein Furunkel (Entzündung des Schamhaaransatzes) verursachen. Eine bakterielle Entzündung der Bartholin-Drüsen, die einen Teil des nötigen Sekrets während des Sexualverkehrs bilden, kann auch vorkommen.

Pilze

Häufigste Pilzinfektion ist die Vulvovaginitis (Vulvitis und Kolpitis) durch den Hefepilz Candida albicans. Bei Abwehrschwäche des Immunsystems kann er sich in der Scheide vermehren und zu der typischen Scheidenpilzinfektion führen, die mehr als drei Viertel aller Frauen mehrfach im Leben durchmachen. Der Candida-Hefepilz gehört zur normalen Scheidenflora und kommt bei vielen gesunden, beschwerdefreien Frauen vor.

Viren

Vor allem eine Vulvitis (Entzündung der Schamlippen) wird durch Viren verursacht. Herpes genitalis (HSV-2) gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. 30% der Bevölkerung tragen in Europa dem Herpesvirus HSV-2 in sich. Der „Lippenherpes“ (HSV-1) ist noch viel häufiger: Die Durchseuchung beträgt 80%. Das Herpesvirus HSV-2 wird durch sexuell übertragen.

Das Virus bleibt lebenslang im Menschen (in den Nervenzellen). Zur Reaktivierung und Wiederausbruch mit Symptomen kann es bei Immunschwäche durch Stress, Krankheit oder HIV-Infektion kommen.

HPV (Humanes Papilloma-Virus): Die Durchseuchung der Bevölkerung mit dem „Warzen-Virus“ ist ebenfalls sehr hoch. HPV verursacht gutartige Hautwarzen im Bereich der Vulva und wird sexuell übertragen.

Parasiten

Trichomonas vaginalis ist ein einzelliges, begeißeltes Tierchen, dass sexuell übertragen wird und seinen Lebensraum in der Scheide der Frau findet. Häufig macht es keine Beschwerden, kann jedoch eine Scheidenentzündung verursachen. Andere Parasiten wie Filzläuse, Skabies (Krätzmilben) oder Madenwürmer aus dem Stuhlgang können eine Vulvitis auslösen.

Allergien als Ursache

Nicht immer ist ein Krankheitserreger für die Scheidenentzündung verantwortlich. Kontaktallergien durch Kleidung, Seifen, Waschmittel, Parfümstoffe, Konservierungsstoffe und Zusatzstoffe in Intimsprays können auch eine Scheidenentzündung verursachen. Allergische Reaktionen auf Medikamente können ebenfalls eine Entzündung im Intimbereich auslösen.

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Psychosomatische Ursache

Sexuelle Konflikte können die Symptome einer Scheidenentzündung mit Scheidenausfluss und Juckreiz verursachen ohne dass Krankheitserreger oder andere Ursachen zu finden sind. Häufig übertreiben die betroffenen Frauen zur Konfliktbewältigung die Intimhygiene.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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