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Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis) Therapie

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-11-1414.11.2013
Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis) Therapie

Medikamente, Milchsäurebakterien und die richtige Intimhygiene

Normalerweise verläuft eine Scheideninfektion harmlos und heilt bei konsequenter Behandlung mit Medikamenten und Hygienemaßnahmen folgenlos ab. Schwierig kann die Behandlung für Frauen sein, die der Prostitution nachgehen und unter häufigen Scheideninfektionen leiden. Hier helfen ein Verbessern der Arbeitsbedingungen und strikter Gebrauch von Kondomen.

Besteht eine Kontaktallergie muss der auslösende Stoff (z.B. die Waschsubstanz) oder das Medikament völlig weggelassen werden. Mechanische Irritationen sollten ebenfalls beseitigt werden wie durch den Kauf neuer Unterhosen oder weiter Kleidung. Liegt ein Keimnachweis vor, muss der Krankheitserreger mit Medikamenten oder Mitteln zur Desinfektion beseitigt werden. Auch der Partner muss mitbehandelt werden.

Behandlung der Scheidenpilzinfektion

Eine Behandlung mit einem Antimykotikum (Mittel gegen Pilze) ist angesagt. Meist wird Clotrimazol empfohlen. Der Wirkstoff wird in Form von 1-6 Tages Kuren zum nächtlichen Einführen in die Scheide in der Apotheke verkauft. Zusätzlich können Vulva und Scheide mit einer Vaginalcreme mit Clotrimazol tagsüber eingecremt werden.

Medikamente gegen Bakterien und Parasiten

Eine Infektion mit dem Gardnerella-Bakterium oder Trichomonaden wird mit dem Antibiotikum Metronidazol behandelt. Andere Antibiotika (Medikamente gegen Bakterien) stehen je nach Bakterienbefall zur Verfügung. Wichtig ist das Austesten von Resistenzen der Bakterien gegen das Antibiotikum, damit die Therapie erfolgreich ist. Bei wiederholten Bartholin-Drüsen Entzündungen wird ein chirurgischer Eingriff empfohlen.

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Medikamente gegen Viren

Schwierig ist die medikamentöse Behandlung des Herpes genitales oder der HPV-Infektion. Bei beiden Scheidenentzündungen kann nur symptomatisch behandelt werden. Das Herpes-Virus bleibt ein Leben lang im Menschen.

Die meiste Zeit macht es keine Beschwerden, bis es zu einem Wiederauftreten von Herpesbläschen kommt. Dann behandelt man versuchsweise mit Virostatika (Medikamente gegen Viren) wie Aciclovir. Der Wirkstoff kann als Salbe auf die Herpesbläschen aufgetragen werden. Bei schwerem Verlauf und häufigem Auftreten muss das Medikament innerlich eingenommen werden.

Maßnahmen für ein gesundes Scheidenmilieu

Neben der richtigen Intimhygiene stärkt man das saure Scheidenmilieu am besten durch eine Kur mit Milchsäurebakterien (Döderlein-Bakterien), die sich an die medikamentöse Behandlung anschließt. Diese gibt es als Scheidenzäpfchen in der Apotheke. Auch Naturjoghurt im Intimbereich aufgetragen kann hilfreich sein. Bei wiederholten Scheidenpilzinfektionen kann ein Absetzen der Anti-Baby Pille und eine Ernährungsumstellung mit Vermeiden von weißem Zucker, Weißmehlprodukten und viel Joghurt nützlich sein.

Hat ein Östrogenmangel die Schutzfunktion gestört, wird eine Behandlung der Scheide mit östrogenhaltigen Salben durchgeführt.

Vorbeugen

  • Das richtige Maß bei der Intimhygiene finden gilt sowohl vorbeugend als auch während der Behandlung der Scheidenpilzinfektion. Nicht zu wenig und nicht übertrieben heißt: vermeiden sie tägliche Sitzbäder über eine längere Zeit, verwenden sie keine Seife im Intimbereich und vermeiden sie Schaumbäder. Zum täglichen Reinigen des Intimbereichs nur Substanzen mit pH zwischen 4- und 4,5 oder reines Wasser verwenden. Auch Intimsprays oder Parfüme in dem Bereich verträgt das gesunde Scheidenmilieu schlecht.
  • Beim Stuhlgang gilt: mit dem Toilettenpapier von vorne nach hinten abwischen, um keine Darmbakterien in die Scheide zu übertragen.
  • Und die goldene Regel zuletzt: verwenden sie Kondome beim Geschlechtsverkehr, da die meisten Krankheitserreger der Scheidenentzündung sexuell übertragen werden. Zudem bieten Kondome den wichtigen Schutz vor HIV!
Link- und Buchtipps:
  • „Probleme im Intimbereich... damit müssen Sie nicht leben! Ärztlicher Ratgeber“ von Ines Ehmer (Zuckschwerdt Verlag, 3. Auflage Mai 2012)
  • „Frauenkörper, Frauenweisheit: Wie Frauen ihre ursprüngliche Fähigkeit zur Selbstheilung wieder entdecken können“ von Christiane Northrup (Goldmann Verlag, April 2010)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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   Pflanzliche Medikamente bei Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis):
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.