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Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis) Diagnose

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-11-1414.11.2013
Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis) Diagnose

„Läuse und Flöhe“ auseinanderhalten – Keimnachweis unter dem Mikroskop

Für die Diagnose einer Scheidenentzündung ist neben dem Keimnachweis die gründliche Anamnese (ärztliches Gespräch) wichtig, um mögliche Ursachen einer gestörten Scheidenschutzfunktion herauszufinden.

Der Scheidenausfluss wird auf Menge, Konsistenz, Farbe und Abhängigkeit vom Zyklus abgefragt. Neben Fluor vaginalis gibt es auch Ausfluss aus Gebärmutter oder Eileiter, die auf ganz andere Krankheiten hinweisen. Vorkrankheiten, Operationen oder ein bestehender Herpes genitales werden erfasst. Allergien und Medikamenten- oder Hormoneinnahme (z.B. Anti-Baby Pille) werden abgeklärt.

Wichtig ist die Sexualanamnese mit Fragen zu Sexualgewohnheiten, Verhütung, erfülltem oder gestörtem Sexualleben, Krankheiten des Sexualpartners, Intimsprays und Hygienegewohnheiten.

Die körperliche Untersuchung von Vulva und Scheide erfolgt auf dem gynäkologischen Stuhl, beim männlichen Frauenarzt unter Dabeisein einer weiblichen Assistenz. Erst wird die Vulva (weibliche Scham) auf Rötung, Schwellungen, geschwollene Schamlippen, Bläschen, fleckige Veränderungen oder Warzen begutachtet. Die Untersuchung mit dem Spekulum schließt sich an zur Begutachtung der Scheide auf Veränderungen und Entnahme des Abstrichs. Danach tastet der Arzt oder die Ärztin die Scheide, Gebärmutter und Eierstöcke mit den Händen ab.

Der Abstrich ist eine Probe mit einem sterilen Wattestäbchen vom Fluor oder Scheidensekret und wird direkt vor Ort unter dem Mikroskop begutachtet. Mithilfe der Vergrößerung kann die Frauenärztin/der Frauenarzt erkennen, ob genug Döderlein-Bakterien vorhanden sind, die so wichtig für die Schutzfunktion der Scheide sind. Verschiedene Bakterien, Pilze oder Parasiten können direkt erkannt werden (Trichomonaden mit ihren Geißeln, Coli-Bakterien, weiße Blutkörperchen die typisch bei Entzündung sind, Candida-Hefepilze). Für die Diagnostik anderer Keime muss der Abstrich in ein Labor eingeschickt werden – zum Beispiel für den Nachweis der Humanen Papilloma Viren (HPV) und der Herpesviren. Es können auch mehrere Krankheitserreger gleichzeitig vorkommen (z.B. Herpes und Candida): „Läuse und Flöhe“ müssen auseinandergehalten werden!

Differentialdiagnose

Statt einer Scheidenentzündung kann eine Harninkontinenz oder ein Ausfluss aus Gebärmutter oder Eileitern bestehen. Selten kommt Scheidenkrebs vor, häufiger sind gutartige Geschwüre.

Die klassischen sexuell übertragbaren Krankheiten Gonorrhö, Chlamydieninfektion, Syphilis und HIV müssen ausgeschlossen werden. Eventuell können Hautkrankheiten wie die Schuppenflechte (Psoriasis) Symptome einer Scheidenentzündung verursachen, selten ist jedoch allein der Intimbereich betroffen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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   Pflanzliche Medikamente bei Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis):
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