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Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis)

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 14.11.2013
Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis)

Scheidenentzündung (Vulvitis, Kolpitis, Vaginitis)

Der Intimbereich der Frau ist ständig exponiert gegenüber Keimen: Aufgrund seiner Lage, durch Hygienemaßnahmen, beim Geschlechtsverkehr und während der Regelblutung. Doch die weibliche Scham und Scheide besitzen gute Schutzfunktionen. Auch das Wissen um Verhütung als Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten und die richtige Intimhygiene können Scheidenentzündungen vermeiden. Kommt es aber doch dazu, ist die Scheidenentzündung leicht zu behandeln und heilt meist folgenlos ab.

Bei einer Scheidenentzündung unterscheidet man zwischen Vulvitis und Kolpitis:

  • Vulvitis bezeichnet die Entzündung der Vulva: der weiblichen Scham mit den großen und kleinen Schamlippen, den Bartholin-Drüsen, der Klitoris und dem Scheidenvorhof.
  • Kolpitis/Vaginitis ist die Entzündung der Scheide (griechisch: kolpium, lateinisch: vagina).

Entzündungen sind die häufigsten Erkrankungen der weiblichen Scham und Scheide. Am häufigsten ist die Scheidenpilzinfektion. Dabei sind meist Vulva und Scheide gemeinsam betroffen (Vulvovaginitis).

Ursachen 

Die Ursachen liegen in einem gestörten Scheidenmilieu. Milchsäurebakterien, welche die Schutzfunktion aufrechterhalten, können verringert sein. Auch Östrogenmangel, wie er bei der Frau nach den Wechseljahren vorkommt, trägt dazu bei. Mechanische Irritation, mangelhafte oder übertriebene Intimhygiene stören die Schutzfunktion. Waschmittel können eine Kontaktallergie auslösen. Abwehrschwäche begünstigt zudem die Entzündung durch Bakterien, Pilze (Candida-Hefepilz), Viren (Herpes genitalis) und Parasiten (Trichomonaden).

Mehr zu den Ursachen einer Scheidenentzündung.

Symptome 

Symptome sind der typische Scheidenausfluss mit Juckreiz. Brennen, Rötung, Schwellung und Schmerzen im Intimbereich können vorkommen.

Mehr zu den Symptomen einer Scheidenentzündung.

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Diagnose

Der Keimnachweis unter dem Mikroskop bringt oft Klarheit: den häufigen Candida-Hefepilz aber auch einige andere Krankheitserreger wie Trichomonaden kann die Frauenärztin/der Frauenarzt direkt in der Praxis erkennen. Eine Sexualanamnese, das ärztliches Gespräch mit Fragen zum weiblichen Zyklus, Sexualgewohnheiten und Intimhygiene ist wichtig.

Mehr zu den Diagnosen einer Scheidenentzündung.

Therapie 

Ziel der Behandlung ist die rasche Linderung der Beschwerden und Beseitigung der Infektion. Dafür stehen Medikamente und Salben gegen Pilze, Bakterien, Viren und Parasiten zur Verfügung. Zur Wiederherstellung der Schutzfunktion eignet sich im Anschluss eine Kur mit Milchsäurebakterien als Scheidenzäpfchen. Die richtige Intimhygiene muss besprochen werden.

Mehr zu den Therapien einer Scheidenentzündung.

Scheidenentzündung im Überblick:
  • Eine Scheidenentzündung entsteht meist aufgrund einer gestörten Schutzfunktion der Scheide durch Östrogenmangel, falsche Intimhygiene oder mechanische Reizung.
  • Auf diesem Boden können sich leicht Keime vermehren wie der Candida-Hefepilz, Bakterien, Viren oder Parasiten.
  • Scheidenausfluss, Juckreiz, Brennen und Rötung sind typische Symptome.
  • Ein Keimnachweis unter dem Mikroskop bringt oft schon Klarheit über die Ursache.
  • Wirkstoffhaltige Salben und Medikamente gegen den Krankheitserreger und Milchsäurebakterien zur Regeneration der Schutzfunktion der Scheide stehen für die Behandlung zur Verfügung.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Einmal pro Jahr zur regelmäßigen gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung.
  • Bei Scheidenausfluss, Juckreiz, Rötung oder Schwellung im Scham- und Scheidenbereich.
  • Nach unfreiwilligem oder ungeschütztem Geschlechtsverkehr zur Untersuchung auf sexuell übertragbare Krankheiten wie HIV, Gonorrhö oder Syphilis.
  • Mit Kindern, bei denen Scheidenausfluss oder Verdacht auf sexuellen Missbrauch besteht!

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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   Pflanzliche Medikamente bei Scheidenentzündung (Vulvitis und Kolpitis):
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.