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Rheumatoide Arthritis Pflanzliche Wirkstoffe

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Geschrieben von 2012-03-14
Zuletzt aktualisiert am 2013-10-0606.10.2013
Rheumatoide Arthritis Pflanzliche Wirkstoffe

Rheumatoide Arthritis unterstützend behandeln

Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis erfordert immer eine Kombination aus vielen therapeutischen Möglichkeiten. Wichtig ist es, den chronischen Prozess der Gelenkzerstörung bestmöglich aufzuhalten um die Beweglichkeit zu erhalten. Extrakte aus Heilpflanzen die entzündungshemmend wirken können begleitend helfen. Schmerzen in den Gelenken lindern hat Dringlichkeit, denn niemand leidet gern. Innerlich und äußerlich angewandte pflanzliche Wirkstoffe können helfen, den Gebrauch chemischer Schmerzmittel zu verringern, die erhebliche Nebenwirkungen auf Magen, Darm und Leber haben können vor allem wenn man sie, wie der Rheumatiker längerfristig anwenden muss.

Hilfe auf einen Blick:
  • Weidenrinden-Extrakt: hilft die Gelenkentzündung bei rheumatoider Arthritis zu hemmen und ist in Form von praktischen Dragees oder Kapseln erhältlich.
  • Brennnesselkraut-Extrakt: lindert innerlich eingenommen die Entzündung, wirkt entwässernd und kann äußerlich als Mus oder Tinktur auf das Gelenk aufgetragen Schmerzen lindern.
  • Weihrauchharz: wirkt auf Enzyme, die chronische Entzündungen vermitteln und ist aus der indischen Medizin, dem Ayurveda bekannt.
  • Teufelskrallenwurzel-Extrakt: verringert langfristig die Gelenkentzündung bei Arthrose und rheumatoider Arthritis.

Weide

Weidenrinden-Extrakt wird aus den jungen Zweigen der an heimischen Seeufern wachsenden Weidenbäume gewonnen. In der Geschichte der Medizin spielen diese einst sagenumwobenen Bäume eine bedeutende Rolle, denn das schmerzlindernde Aspirin, der Wirkstoff „Acetylsalicylsäure“ wurde aus dem Salicin der Weidenrinde entwickelt. Salicin ist der Hauptwirkstoff des Weidenrindenextrakts und hemmt vorwiegend Entzündungen. Seine Wirkung gegen Schmerzen ist dabei wesentlich geringer als die seines synthetischen Bruders, dafür auch seine Nebenwirkungen.

Natürlicher Weidenrinden-Extrakt gewinnt wieder Bedeutung bei rheumatoider Arthritis, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber. Man erhält Dragees und Kapseln als Fertigpräparat. Weidenrindentee kann man auch selber herstellen, dieser ist allerdings sehr bitter.

Brennnessel

Die Blätter des Brennnesselkrauts fasst man lieber nicht mit bloßen Händen an, denn sie besitzen feine „Brennhärchen“, die Hautnerven reizen und durch ausgeschüttete Histamine einen Ausschlag verursachen. Diese durchblutungssteigernde und reizvermittelnde Wirkung machte man sich seit Jahrhunderten in der Rheuma- und Schmerzbehandlung zunutze und schlug auf Kranke mit dem frisch gepflückten Kraut ein.

Zum Glück gibt es heute andere wirksame Anwendungsmöglichkeiten. Die Wirkstoffe Kaffeesäurederivate und ungesättigte Fettsäuren des Brennnesselkraut-Extrakts hemmen chronische Entzündung und rheumatische Schmerzen. Innerlich eingenommen werden kann die Teezubereitung, der Frischpflanzenpresssaft, Kapseln oder Tabletten. Brennnesseltinktur äußerlich auf die Gelenke aufgetragen lindert den Schmerz.

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Weihrauch

Das Harz des indischen Weihrauchs wird seit Jahrhunderten in der traditionellen indischen Medizin genutzt. Zunehmend gewinnt es auch in Europa Bedeutung in der Behandlung chronischer Entzündungen wie Rheumatoide Arthritis oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Das Weihrauchharz enthält Triterpensäuren (Boswelliasäure). Diese hemmen Enzyme (Phospholipase A), wodurch der Entzündungsprozess des Immunsystems ausbremst wird. Der Gelenkschmerz wird kaum beeinflusst. Die Einnahme über einen längeren Zeitraum als Fertigpräparat empfiehlt sich.

Teufelskralle

Der merkwürdige Name der südafrikanischen Teufelskralle kommt von der Form ihrer verholzten Früchte, deren Widerhaken wie Krallen anmuten. Teufelskrallenwurzel-Extrakt wird bevorzugt bei Gelenksarthrose, aber auch bei Rheumatoider Arthritis eingesetzt. Die langfristige Beeinflussung der chronischen Entzündung und Degeneration steht im Vordergrund der Behandlung. Deshalb empfiehlt sich auch hier die Einnahme des Fertigpräparats über mehrere Monate aus der Apotheke.

Katzenkralle

Die aus Peru stammende Katzenkralle deutet ebenfalls sinnbildlich auf verkrümmte Finger hin. Dort wird sie bei Blutkrebs und AIDS eingesetzt. Erst in jüngster Zeit wurde die Wirkung des Katzenkrallenwurzel-Extrakts bei rheumatoider Arthritis untersucht – mit positivem Ergebnis. Untersuchungen ergaben neben der Entzündungshemmung eine Verbesserung der Beweglichkeit und Abnahme der typischen Morgensteifigkeit in den Gelenken. In Österreich ist ein Fertigpräparat bereits als Arznei zugelassen.

Guajak

Ebenfalls aus Süd- bis Mittelamerika stammt der Guajakbaum, dessen schweres Guajakholz medizinisch genutzt wird. Guajaretsäure, ätherische Öle und Triterpene wirken entzündungshemmend, entwässernd und entschlackend. Guajakholz ist deshalb wichtiger Bestandteil in Rheumatees. Die Tagesdosis für eine Teezubereitung liegt bei 5 bis anfangs 7g Guajakholz. Davon 2 Teelöffel mit 1 Tasse kochendes Wasser übergießen und mehrmals täglich trinken, bis die wirksame Dosis erreicht ist.

Arnika und Campher

Äußerliche Anwendungen bei Rheumatoider Arthritis können Schmerzen lindern und helfen ebenfalls den Gebrauch von NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) zu verringern. In Frage kommen hierfür Arnikablütentinktur und ätherisches Campheröl, die mit Brennnesselblättertinktur kombiniert werden können. Vorsichtig mit diesen äußeren, durchblutungssteigernden Anwendungen muss man sein, wenn die Entzündung sehr aktiv und das Gelenk stark gerötet und geschwollen ist. Dann helfen kühlende Umschläge aus Quark oder Lehmwickel.

Quellen:
  • Chronische Erkrankungen integrativ (G. Dobus, U. Deuse, A. Michalsen; Urban & Fischer Verlag, 2006)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Urania Pflanzenreich - Blütenpflanzen 1+2 (Urania Verlag)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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