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Rheuma, rheumatische Beschwerden Ursachen

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 29.11.2013
Rheuma, rheumatische Beschwerden Ursachen

Warum kommt es zu einer Gelenksentzündung?

Rheuma hat nicht eine, sondern viele Ursachen. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen Sammelbegriff für viele unterschiedliche Krankheiten und Beschwerden, die im Bewegungsapparat und vor allem in den Gelenken Schmerzen verursachen. Gelenke verbinden zwei Knochen miteinander und ermöglichen unsere Beweglichkeit. Die knöchernen Enden sind jeweils von einer Haut bedeckt, der Synovialis. Dazwischen liegt der Gelenkspalt. Entzündet sich die empfindliche Synovialis, so kommt es zu starken Schmerzen, einer Schwellung und Überwärmung des benachbarten Gewebes und dem Einströmen von Flüssigkeit in den Gelenkspalt (Gelenkerguss). Entwickelt sich aus der Entzündung ein chronischer Zustand, wird der Gelenkspalt über die Zeit schmaler. Am Ende dieses Prozesses kann die Zerstörung des Gelenks und eine Knochenfehlstellung stehen. 

Autoimmunentzündungen

Meist liegt eine langanhaltende Entzündung vieler Gelenke (Polyarthritis) vor. Man spricht auch von Systemerkrankungen, da viele Orte im ganzen Körper betroffen sind. Dafür verantwortlich ist das Immunsystem, das Autoantikörper bildet. Antikörper sind normalerweise für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig. Die in diesem Fall produzierten Autoantikörper sind gegen körpereigenes Gewebe gerichtet (lateinisch „auto“ = eigen). Sie greifen Zellen der Gelenke, des Bindegewebes, der Sehnen und der Gefäße an und zerstören sie nach und nach. Immunzellen produzieren Botenstoffe wie Prostaglandine, Leukotriene, Tumor-Nekrose-Faktor-alpha und Interleukine, welche die Entzündung in Gang halten. Man kann sich jedoch nicht erklären, warum es bei manchen Menschen zu einer Autoimmunreaktion kommt. Die eigentliche Ursache für die Entzündung ist unbekannt.

Bei der rheumatoiden Arthritis (auch chronischen Polyarthritis) sind dies Autoantikörper gegen IgG-Fc, die auch Rheumafaktoren genannt werden und bei 80 Prozent aller Patienten nachweisbar sind. Es gibt auch eine genetische (erbliche) Veranlagung für diese und andere Autoimmunerkrankungen.

Andere Rheumakrankheiten dieser Gruppe sind Morbus Bechterew, das Reiter-Syndrom, die Arthritis psoriatica (die Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung). Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, zwei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kann es auch zu Schmerzen in den Gelenken kommen. Beim Lupus erythematodes und bei der Sklerodermie ist es das Bindegewebe chronisch entzündet, bei der Polymyalgia rheumatica und anderen „Vaskulitiden“ sind es die Gefäße.

Rheumatisches Fieber

Früher endete das Rheumatische Fieber öft tödlich. Heute ist diese schwere Krankheit zum Glück selten geworden. Nach einer Infektion mit dem Streptokokken-A-Bakterium, das eine Rachen- oder Mandelentzündung verursacht, bildet das Immunsystem Antikörper, die „kreuzreagieren“, das heißt sowohl das Bakterium als auch körpereigene Strukturen angreifen und so Herz, Nieren und Gelenke zerstörenkönnen.

Stoffwechselstörungen

Die Gicht ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der es durch falsche, purinreiche Ernährung mit zu viel Fleisch und Alkohol zu einer erhöhten Harnsäurebildung kommt. Steigt der Harnsäurespiegel im Blut zu hoch an, so fallen Harnsäurekristalle aus. Diese lagern sich in Nieren und Gelenken ein, wo sie eine Entzündung verursachen. Sie können einen Gichtanfall in einem Gelenk, oft dem Großzehengrundgelenk, auslösen.

Krankheitserreger

Rheumatische Gelenkschmerzen können bei Infektionen durch Bakterien oder Viren auftreten. In Mitteleuropa ist die Lyme-Arthritis bekannt. Das Bakterium, Borellia burgdorferi, wird durch einen Zeckenbiss übertragen. Auch bei der sexuell übertragenen Syphilis, bei HIV-Infektion, bei der viralen Hepatitis B- und C, bei Mumps oder Röteln kann es zu Gelenkschmerzen kommen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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