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Rheuma, rheumatische Beschwerden Therapie

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 29.11.2013
Rheuma, rheumatische Beschwerden Therapie

Schmerzen lindern, Beweglichkeit erhalten, Lebensqualität verbessern

Eine ursächliche Behandlung für Rheumaerkrankungen gibt es nicht. Das Ziel einer Rheumatherapie besteht darin, Entzündungen und Schmerzen mithilfe von Medikamenten zu unterdrücken. Damit kann die Zerstörung in den Gelenken, Knochen, Sehnen, Bindegeweben, Gefäßen oder inneren Organen lediglich gehemmt werden. Es geht außerdem darum, die Beweglichkeit zu erhalten oder wiederherzustellen und Fehlstellungen und -haltungen sowie bleibende Behinderungen abzuwenden, denn Schmerz und Unbeweglichkeit beeinträchtigen die Lebensqualität ganz erheblich. Die Bewahrung von Lebensfreude, Unabhängigkeit und Vitalität sollte daher im Fokus einer guten Rheumatherapie stehen. Welche Therapiemöglichkeiten es gibt, erklärt das folgende Beispiel anhand rheumatoiden Arthritis (RA) angeführt, der häufigsten rheumatischen Erkrankung.

Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis

Schmerzmittel wie Ibuprofen, Indumetacin oder Diclofenac gehören zu den nicht-steroidalen Antirheumatika und unterdrücken akute Schmerzen und Entzündungsreaktionen. Sie haben Nebenwirkungen im Magen-Darm Trakt und können die Magenschleimhaut zerstören, deshalb sollten sie bei längerem oder häufigem Gebrauch zusammen mit einem Magenschutzmittel verordnet werden.

Cortison (Kortikosteroide) werden als Langzeittherapie oder bei akuten schweren Schüben eingesetzt und können eine Entzündung stark unterdrücken. Die Nebenwirkungen einer hochdosierten Langzeittherapie können gravierend sein und reichen vom Magengeschwür bis zum sogenannten Cushing-Syndrom mit Osteoporose (Verlust an Knochendichte mit erhöhter Knochenbrüchigkeit), Diabetes (Zuckerkrankheit) und Fettsucht. Deshalb sollte der Arzt versuchen, Cortisonpräparate möglichst sparsam zu verordnen.

Basistherapeutika sind Substanzen, die langfristig die Gelenkzerstörung aufhalten können. Dazu zählen Methotrexat, Sulfasalazin oder Azathioprin.

Bei „Biologicals“ handelt es sich um neuartige Medikamente. TNF-alpha-Hemmer und Rituximab, ein B-Zell Hemmer, greifen in Vorgänge des Immunsystems ein und können gezielt wie nie das Immunsystem daran hindern, Autoantikörper zu produzieren.

Bewegungstherapie und Gelenkschonung bei rheumatoider Arthritis

Während eines akuten Schubs muss das betroffene Gelenk unbedingt geschont werden. Wenn das Rheuma gerade Ruhe gibt, ist tägliche Bewegung und Krankengymnastik sehr wichtig.

Zusätzlich kommt, je nach Entzündungssituation, Kälteanwendung oder Wärmeanwendung zum Einsatz, die Linderung schaffen.

Die Ergotherapie bietet Gelenkschutzberatung und bei Fehlstellungen - etwa der Hände - Alltagshilfen vom Greifen und Schreiben über das Flaschenöffnen bis zum morgendlichen Knöpfen des Hemdes.

Psychologische Betreuung bei rheumatoider Arthritis

Von großer Wichtigkeit ist es, die Krankheit zu akzeptieren: Psychotherapie kann daher für einen Rheumatiker sehr wichtig sein. Über das Gespräch die Erkrankung zu verstehen, den Umgang mit Schmerz und verminderter Belastbarkeit zu lernen, ist eine Grundvoraussetzung für den Erhalt der Lebensqualität.

Chirurgische Therapie bei rheumatoider Arthritis

Eine Gelenkpunktion kann ein Gelenk bei einem Erguss entlasten, hierbei wird die Flüssigkeitsansammlung mit Hilfe einer Punktionsspritze abgezogen.

Verläuft die rheumatoide Arthritis sehr schwer, so kann über eine Arthroskopie die Gelenkhaut, in der die Entzündung abläuft, herausgeschnitten werden. Ist das Gelenk bereits verformt und die Knochen stehen schief, so kann manchmal nur eine Operation direkt am Knochen oder Gelenk (Osteotomie) oder ein Gelenkersatz die Schmerzen lindern.

Vorbeugen

Es ist nicht möglich, Rheuma direkt vorzubeugen. Es gibt jedoch ein paar allgemeine Tipps, die eine gute Beweglichkeit, körperliche Fitness und Gesundheit garantieren und dem Fortschreiten von Rheuma vorbeugen können:

  • Regelmäßige Bewegung ist gerade bei vorwiegend sitzender Tätigkeit wichtig. Mindestens zweimal pro Woche sollte ein körperlicher Ausgleich mit Ausdauer und Muskeltraining stattfinden.
  • Yoga verbessert nicht nur die Beweglichkeit, Dehnbarkeit und Gelenkigkeit, sondern hilft auch dabei, Körper und Seele in Balance zu halten
  • Bei schon bestehendem Rheuma oder rheumatoider Arthritis helfen Nahrungsmittel, die reich an Antioxidativa, Linolensäure und Omega-3-Fettsäuren sind. Dazu gehören Obst, Gemüse, Vollwertkost und Fisch.
  • Bei Gicht sollte purinreiche Nahrung wie Fleisch und Alkohol vermieden werden, damit die erhöhten Harnsäurewerte wieder abfallen.
  Buchtipps:
  • „Diagnose Rheuma: Lebensqualität mit einer entzündlichen Gelenkerkrankung“ von Daniela Loisl und Dr. R. Puchner (Verlag Springer Vienna, 2. Auflage 2008)
  • „So stärken wir unsere Gelenke: Strategien für ein besseres Leben. Neue Programme bei: Arthrose, Gicht, Rheuma“ von Dr. Johannes R. Weingart (Zabert Sandmann Verlag, April 2005)
 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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