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Reizmagen Therapie

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Geschrieben von Dr. med. Tim Hollstein , Arzt
Zuletzt aktualisiert am 06.10.2013
Reizmagen Therapie

Viele Behandlungsansätze

Der Reizmagen (medizinisch funktionelle Dyspepsie) ist eine gutartige Erkrankung, die keinen Einfluss auf die Lebenserwartung hat. In der Regel bestehen die Beschwerden aber über einen langen Zeitraum hinweg, wenn nicht sogar lebenslang. Nichtsdestotrotz werden innerhalb eines Jahres nach Auftreten der Symptome 10 Prozent der Betroffenen beschwerdefrei. Bei anderen können die Symptome gleich bleiben oder sich auf andere Bereich des Verdauungssystems ausdehnen, zum Beispiel in Form eines Reizdarmsyndroms.

Eine Therapie der Erkrankung ist möglich, jedoch existieren aufgrund der vielfältigen Ursachen des Reizmagens dementsprechend viele Behandlungsansätze. Mediziner unterscheiden dabei generell die Basistherapie von der medikamentösen Therapie.

Basistherapie

Hierzu gehört in erster Linie ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen, in dem der Arzt vermittelt, dass die erlebten Beschwerden real und nicht eingebildet sind, auch wenn keine organische Ursache gefunden werden konnte. Weiterhin sollte dargelegt werden, dass keine Lebensbedrohung und keine Krebsgefahr besteht und dass eine ständige Wiederholung der Untersuchungen nicht notwendig ist, solange sich die Beschwerden nicht verschlimmern. Folgende Maßnahmen eignen sich ebenfalls zur allgemeinen Therapie des Reizmagens:

  • geregelter Tagesablauf mit ausreichend Schlaf
  • körperliche Bewegung
  • Ernährungsberatung
  • Stressreduktion und Klärung von sozialen Konflikten
  • Erlernen einfacher Entspannungstechniken
  • Vermeidung von Nikotin und Alkohol
  • Erkennung der Triggerfaktoren (auslösende Faktoren) für die Beschwerden (z.B. fettreiche Mahlzeiten, Koffein oder scharfe Gewürze).

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Medikamentöse Therapie

Kann mithilfe der Basisbehandlung keine Verbesserung der Beschwerden über ein bis zwei Monate erreichen werden, so kann eine Behandlung mit Medikamenten in Frage kommen. Dabei richtet sich die Therapie nach der Art des Beschwerdebilds. Betroffene, die vorwiegend unter dauerhaften Schmerzen leiden oder immer wieder sauer aufstoßen, kann mit Säurehemmern wie Omeprazol geholfen werden. Medikamente wie Cimetedin, Ranitidin und auch Antazida wurden früher ebenfalls eingesetzt, haben sich jedoch in kürzlich durchgeführten Studien als unwirksam erwiesen. Wurde bei Betroffenen der Erreger Helicobacter pylori festgestellt, so wird eine spezielle Behandlung mit drei verschiedenen Antibiotika durchgeführt (sog. Triple-Therapie). Dies führt in 10 bis 20 Prozent der Fälle zu einer Besserung der Symptome.

Ist das Hauptsymptom der Patienten eine verzögerte Magenentleerung mit anschließender Überblähung des Bauches, so eignen sich Prokinetika (Domperidon) und Entschäumer (Simeticon) zur Behandlung des Reizmagens. Ist keine dieser Therapieoptionen erfolgreich, so können bestimmte Antidepressiva niedrig dosiert in Zusammenarbeit mit einem Psychiater oder Psychosomatiker eingesetzt werden.

Buchtipps:
  • Heide Steigenberger. " Reizmagen: Richtiger Umgang mit Gastritis, Sodbrennen, Magendrücken und Verdauungsstörungen". Kneipp Verlag (2010)
  • Nicole Schaenzler. "Magen und Darm natürlich behandeln (GU Ratgeber Gesundheit)". Gräfe und Unzer Verlag (2009)
  • Reinhardt Hess. " Reizarm genießen (Gesund essen)". Gräfe und Unzer Verlag (2006)
  • Anne Iburg. "Köstlich essen bei Magen-Darm-Beschwerden: Was schmeckt und richtig gut bekommt. Vom Snack bis zum Festtagsmenü. Mit 93 abwechslungsreichen Rezepten.“ Trias Verlag (2006)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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