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Prostataentzündung (Prostatitis) Therapie

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Geschrieben von 2011-02-10
Zuletzt aktualisiert am 2013-10-0303.10.2013
Prostataentzündung (Prostatitis) Therapie Fotolia_©-PhotoSG

Akut oder chronisch?

Bei der Wahl einer geeigneten Therapie gilt es zunächst zwischen einer akuten und einer chronischen Prostatitis zu unterscheiden. Ursächlich für beide Großformen der Prostataentzündung können hierbei Bakterien und Viren sein, wobei der akuten Prostatitis meist Bakterien zugrunde liegen.

Akute Prostatitis – Antibiotika und Massage helfen

Penicilline – altbekannt und effektiv

Der mit am häufigsten nachgewiesene Erreger für eine Harnwegsinfektion stellt Escherichia coli dar, ein sogenanntes gramnegatives, Stäbchenbakterium. Da die Prostata einen Teil des harnableitenden Systems darstellt ist auch die Prostata ein beliebtes Ziel für diesen Erreger. Glücklicherweise gibt es mittlerweile zahlreiche Antibiotika die Escherichia coli wirksam an den Kragen gehen können. Der Urologe wählt in einem solchen Fall bevorzugt Fluorchinolone (ein spezielle Antibiotikum) oder die relativ gut verträglichen Aminopenicilline (eine besondere Form der bekannten Penicilline) als Therapie der Wahl. Die Antibiotika greifen direkt in den Stoffwechsel der Bakterien ein und wissen diese in ihrem Wachstum eindrücklich zu hemmen. Können hingegen andere Erreger als Krankheitsursache nachgewiesen werden, muss die Medikation entsprechend angepasst werden. Beispielsweise wäre bei einer Infektion durch Chlamydien (sexuell übertragbare Bakterien, die häufig Harnwegsinfekte hervorrufen) ein Tetrazyklin-Antibiotikum geeigneter als oben genannte.

Massage – nicht immer angenehm aber therapieunterstützend

Eine manuelle Massage wird von einigen Urologen als begleitende Behandlungsoption zur Therapie der akuten Prostatitis empfohlen. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass ein stetiger Sekretfluss einer Entzündung vorbeugt und ursächlich entgegenwirkt. Die Prostata muss als Schleimdrüse verstanden werden: wenn etwa aufgrund von einer (infektionssbedingten) Schwellung ein Sekretstau entsteht führt dies auch dazu, dass sich Prostatasekret inklusive Bakterien in der Prostata festsetzen. In der Folge wird das empfindliche Prostatagewebe gereizt und der Körper antwortet in Form einer örtlichen Entzündungsreaktion. Die Massage, welche meist von rektal (also vom Anus aus) mit Zeige- und Mittelfinger des Urologen erfolgt, hilft Bakterien auszuspülen und Sekretstau zu vermeiden. Nicht immer angenehm für den Patienten, aber hilfreich.

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Chronische Prostatitis – Eine gute Diagnostik ist das A und O

Auch bei einer chronischen Prostatitis können Bakterien wie Escherichia coli ursächlich sein. Die Therapie entspricht dann der einer akuten bakteriellen Prostataentzündung, also v.a. mit den beiden Antibiotikaklassen Penicillin sowie Fluorchinolonen. Im Gegensatz zur akuten Prostatitis sind jedoch die bakteriellen Besiedlungen bzw. Reizzustände des Organs meist eine Folge einer anderen Veränderung im Bereich der Prostata – und daher häufig wiederkehrend. Aus diesem Grund ist der Therapieerfolg einer chronisch (bakteriellen) Prostatitis entscheidend von einer gründlichen Diagnostik abhängig.

Oft steckt nämlich hinter einer chronischen Prostataentzündung eine gutartige Prostatavergrößerung (einer oft harmlosen Erkrankung des älteren Mannes), eine Harnröhrenstriktur (eine Vernarbung der Harnröhre), oder ein Harnwegs- oder Blasenstein. Deutlich seltener kann aber auch eine Reizblase bzw. eine nervöse Störung der Harnwege der Grund für die Beschwerden sein. Allen genannten Erkrankungen ist gemein, dass es hier zu einem (bakteriellem) Sekretstau innerhalb der Prostata kommt, welcher schließlich zu einer Prostatitis führt. Die Therapie richtet sich dann neben der Antibiotikagabe sowie Prostatamassage an der ursächlichen Zweiterkrankung: beispielsweise Alphablocker bei Prostatavergrößerung, operative Schlitzung der Striktur, sowie die Gabe von Anticholinergika oder eine Botoxbehandlung bei neurogener Reizblase.

Nicht zu vernachlässigen ist neben der medikamentösen Therapie die psychische Komponente der Erkrankung. Die Patienten sind durch die Erkrankung oft in ihrem Alltags- und auch Privatleben (v.a. das Sexualleben) eingeschränkt. Physiotherapie (Beckenbodentraining), oder verschiedene Entspannungstechniken (Biofeedbacktraining, Yoga, Tai-Chi) können hier helfen die medikamentöse Therapie zu begleiten und die Beschwerden zu lindern.

Link- und Buchtipps:
  • Dr. med. Franziska Rubin. Meine besten Hausmittel. Krankheiten vorbeugen und natürlich behandeln. Verlag Zabert Sandmann (2011)
  • The Prostatitis Foundation Link
  • Eine gute und fundierte Website über Prostatitis: Link
  • Volker Fintelmann,Rudolf Fritz Weiss. Lehrbuch der Phytotherapie. Georg Thieme Verlag (2009)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.