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Prostataentzündung (Prostatitis) Pflanzliche Wirkstoffe

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Geschrieben von 2011-02-10
Zuletzt aktualisiert am 2013-10-0303.10.2013
Prostataentzündung (Prostatitis) Pflanzliche Wirkstoffe Fotolia_© Zoe

Die Kraft von Kürbis, Brennnessel und Sägepalme

Die Prostatitis ist eine sehr häufige Erkrankung deren genaue Ursachen insbesondere bei der chronischen Form noch unzureichend verstanden sind. Da nicht selten eine rein konventionelle (v.a. medikamentöse) Therapie bei der chronischen Form nicht fruchtet ist in der Vergangenheit zu beobachten dass immer mehr Betroffene eine pflanzliche Behandlung ihrer Erkrankung erbitten.

Da in vielen Fällen eine Überschneidung der (chronischen) Prostatitis mit einer gutartigen Prostatavergrößerung (sogenannte BPH) besteht, finden viele Phytotherapeutika der BPH auch bei der Prostataentzündung ihre Verwendung.

Auf einen Blick:
  • Sägepalmenfrüchte: sind „natürliche“ Alphablocker und helfen dank ihres hohen Gehalts an Sterolen bei chronischer Prostatitis.
  • Brennesselwurzel: ist antientzündlich & kann gegen Prostatavergrößerung helfen.
  • Kürbissamen: Wirken entzündungshemmend & lindern Beschwerden.

Kürbissamen - lecker und gesund

Kürbissamen gehören mit zu den am häufigsten verwendeten Präparaten bei Prostatabeschwerden und finden auch bei der Prostatitis ihre Anwendung. Sie besitzen eine entzündungshemmende Wirkung an der Prostata. Außerdem wirken sie dank ihres Sterolgehalt antiandrogen, also steuern u.a. einem Prostatawachstum entgegen. Da eine (chronische) Prostatitis nicht selten Folge einer vergrößerten Prostata ist, sind antiandrogene Effekte erwünscht. Einnahme z.B. pur: 1-2 Eßlöffel (ca. 10 g) weichschalige Kürbiskerne pro Tag mit etwas Wasser verzehren. Kürbiskerne sind in den meisten großen Supermärkten oder Reformhäusern erhältlich. Außerdem stehen zahlreiche Fertigarzneimittel in der Apotheke zur Verfügung.

Brennessel – natürliche Prostataverkleinerung

Die Wurzel der Brennessel ist ein bewährter Bestandteil der Phytopharmazie der Prostatitis. Wie auch die Kürbissamen wirkt sie antiandrogen dank ihres Inhaltsstoffes Sitosterol. So können die Wirkstoffe der Wurzel (insbesondere beta-Sitosterol) die Entstehung einer der Prostatitis oft ursächlichen Prostatavergrößerung hinauszögern oder die Symptomatik bei einer bereits bestehenden Vergrößerung deutlich mildern. Daneben zeigen sich auch antientzündliche Effekte. Zubereitung z.B. in Form von Tee. Dazu 3-4 mal pro Tag 1 Esslöffel Brennnesselkraut mit 150-200 ml siedenden Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und verzehren. Brennnessel gibt es auch in Form zahlreicher Fertigpräparate (auch in Kombination mit Sägepalmenfrüchten) welche in der Apotheke erhältlich sind.

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Sägepalme – altbewährtes Phytotherapeutikum

Von allen Phytotherapeutika die im urologischen Bereich verwendet werden sind die Früchte der Sägepalme am besten untersucht. Sie enthalten antiandrogene Sterole und weitere Wirkstoffe, welche die sogenannte 5-alpha-Reduktase (ein Enzym im Androgenstoffwechsel) blockieren. Außerdem haben sie neben einer antiandrogenen (also Prostatawachstumhemmenden) Wirkung einen denen der oft in der konventionellen Medizin verwendeten alpha-Blocker ähnlichen Effekt. Alpha-Blocker finden in der Urologie Einsatz bei einer leichten bis mittleren BPH und eignen sich folglich auch bei Beschwerden der chronischen Prostataentzündung. Die Sägepalmenfrüchte haben einen ähnlichen Effekt bei gleichzeitig besserer Verträglichkeit.

Roggenpollenextrakt – Heilender Blütenstaub

Bei Roggenpollenextrakt handelt es sich um einen Extrakt verschiedenster Gräserpollen, meist von Roggen, Mais, sowie Wiesen-Lieschgras (Synonym: Timothy-Gras). Roggenpollenextrakt findet im urologischen Bereich vor allem Anwendung in der phytotherapeutischen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte jedoch gezeigt werden, dass die Gabe von Roggenpollenextrakt auch einen statistisch nachweisbaren positiven Effekt auf die Beschwerden einer Prostataentzündung hat. Man erklärt sich die erwünschte Wirkung durch den hohen Gehalt an antioxidativen (v.a. antientzündliche Wirkung) und antiandrogenen (wirkt prostataverkleinernd) Substanzen. In der Apotheke sind entsprechende Präparate verfügbar (z.B. Pollstimol®).
Quellen:
  •  Richard E. Hautmann, Hartwig Huland. Urologie. Springer Verlag 2000
  • Thomas Gasser. Basiswissen Urologie. Springer Verlag 2008
  • Ursel Bühring. Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde: Grundlagen, Anwendung, Therapie. Verlag Sonntag J (2008)
  • Bäumler, Siegfried. Heilpflanzenpraxis Heute, Porträts - Rezepturen – Anwendung. Urban & Fischer Verlag 2010
  • Schilcher, Kammerer, Wegener. Leitfaden Phytotherapie. Urban & Fischer Verlag 2010
  • Ludwig. Chronische Prostatitis. Ärztliche Praxis Urologie 2/2006. Marburg
  • Moormann, Bartsch, Caspers. Chronische Schmerzen im Beckenbereich – Ein diagnostisches und therapeutisches Puzzle. URO-NEWS Sonderheft1 2003

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.