Anzeige
Anzeige
Anzeige

Prostataentzündung (Prostatitis) Diagnostik

Anzeige
Geschrieben von 2011-02-10
Zuletzt aktualisiert am 2013-10-0303.10.2013
Prostataentzündung (Prostatitis) Diagnostik Fotolia_©Henrie

Entscheidend für den Erfolg der Therapie

Treten die oben genannten Symptome auf, sollten Sie den Arzt aufsuchen. Er wird sie zunächst genau nach Ihren Beschwerden (Anamnese) fragen und anschließend bestimmte Untersuchungen durchführen. Die Diagnose einer akuten Prostatitis gelingt anhand der speziellen Schmerzlokalisation damit einhergehenden Fieber und Schüttelfrost relativ einfach. Bei der chronischen Prostatitis bzw. dem chronischen Schmerzsyndrom gestaltet sich die Diagnosestellung häufig schwieriger. Zur Anamneseerhebung wird ein standardisierter Fragebogen zur Hilfe genommen, welcher die Häufigkeit des Auftretens bestimmter Symptome bewertet und eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit des Vorliegens der Erkrankung macht.

Im Anschluss folgt die manuelle Untersuchung der Prostata, welche rektal durchgeführt wird. Dabei kann der Arzt ertasten, welche Konsistenz und Beschaffenheit die Vorsteherdrüse aufweist. Bei einer akuten Entzündung ist die Prostata häufig geschwollen und die Untersuchung kann schmerzhaft sein. Unter Umständen kann der Urologe mit dem Ultraschallgerät, welches in den Enddarm eingeführt wird, ein Bild der Prostata aufnehmen, um eventuelle Veränderungen der Gewebsstruktur zu erkennen.

Der Urin gibt Aufschluss

Um herauszufinden, ob es sich um eine infektiöse, von Erregern hervorgerufene Prostatitis oder um eine abakterielle Entzündung handelt, eignet sich die sogenannte 4-Gläser-Probe. Dabei wird vom Patienten viermal Urin gewonnen. Am Anfang steht der Ersturin zu Beginn der Blasenentleerung, danach folgt der Mittelstrahlurin. Im Anschluss wird von rektal aus die Prostata massiert und die dabei sezernierte Flüssigkeit (Prostataexprimat) aufgefangen. Abschließend wird der Urin nach der Prostatamassage gesammelt. Die Untersuchung des Ejakulats gehört ebenfalls zur Diagnostik. Je nach dem, in welchen Proben sich Entzündungszellen oder Bakterien finden, kann man auf die Art der Prostatitis schließen. Bei bakteriellen Entzündungen kann eine Kultur angelegt werden und das verursachende Bakterium und seine eventuellen Resistenzen gegenüber Antibiotika untersucht werden.

Sind durch die Prostataentzündung bereits Störungen aufgetreten, welche den Harnabfluss beim Wasserlassen einschränken, sind zusätzliche Untersuchungen nötig. Dazu gehören die Messung des Urinflusses (Uroflowmetrie), welches das Verhältnis von ausgeschiedenem Urin im zeitlichen Verlauf widerspiegelt sowie die Bestimmung des noch in der Blase verbleibenden Urins (Restharnbestimmung). Wird zu wenig Harn in einer bestimmten Zeit ausgeschieden und wird die Blase nicht vollständig entleert, kann von einer Abflussstörung ausgegangen werden, welche durch die Prostatitis verursacht sein kann. Eine sogenannte Urethrographie, welche eine mit Kontrastmittel durchgeführte Röntgenuntersuchung der Harnröhre darstellt, kann als bildgebendes Verfahren ebenso hinzugezogen werden.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.