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Prellung, Zerrung (Muskelzerrung) Pflanzliche Wirkstoffe

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-10-0303.10.2013
Prellung, Zerrung (Muskelzerrung) Pflanzliche Wirkstoffe

Schmerzlinderung und abschwellende Wirkung

Für die Behandlung von Prellungen und Zerrungen bietet auch die Naturheilkunde eine Vielzahl von Möglichkeiten an. Arnikablüten, Pfefferminzöl und Johanniskraut können zur ersten Hilfe eingesetzt werden. Rosskastaniensamen, Beinwell, Steinkleekraut und Campher ergänzen die Heilung.

Hilfe auf einen Blick:
  • Arnikatinktur
    • sorgt für schnelle Schmerzfreiheit bei Prellungen und Zerrungen
    • für Umschläge die Tinktur 3- bis 10-fach mit Wasser verdünnen
  • Beinwellsalbe
    • beschleunigt die Wundheilung und die Abschwellung des Gewebes
    • Kytta-Salbe 3-mal am Tag auf die betroffene Stelle auftragen
  • Pfefferminzöl
    • verschafft sofortige, angenehme Kühlung und lindert den Schmerz
    • auf die betroffene Körperregion einmassieren
  • Johanniskrautöl
    • schmerzlindernd und heilungsfördernd
    • 3-mal täglich einreiben

Arnikablüten

Arnikablüten

Zerrungen und Prellungen können sehr gut mit den entzündungshemmenden, schmerzlindernden und antibakteriellen Wirkstoffen der Arnikablüte behandelt werden. Dazu zählen unter anderem Sesquiterpenlacton, dass ähnlich Eigenschaften wie Kortison besitzt und Entzündungen bekämpft. Der Wirkstoff Helenalin hemmt ebenfalls den Entzündungsvorgang. Die Anwendung kann direkt mittels Salbe oder kühlendem Gel auf der Haut erfolgen, oder es kann speziell ein Tee oder eine Tinktur aus Arnikablüten zubereitet werden, die 3- bis 10-fach verdünnt werden muss. Die Lösung wird in feuchte Tücher getränkt und auf den verletzten Körperteil aufgetragen. Wichtig: Arnikatee ist giftig und sollte daher nicht getrunken werden.

Beinwellkraut

Beinwellkraut

Salben mit Beinwell helfen bei Prellungen und Zerrungen, da sie die Wirkstoffe Allantoin und Cholin enthalten. Allantoin fördert die Wundheilung durch die Beschleunigung der Zellregeneration und hat eine beruhigende Wirkung auf die Haut. Cholin unterstützt den Heilungsprozess und sorgt für eine schnellere Rückbildung von Blutergüssen. Zudem wird Beinwell eine antientzündliche Wirkung nachgesagt. In wenigen Fällen enthält die Pflanze auch sehr kleine Mengen des Giftstoffes Pyrrolizidinalkaloid. In modernen Arzneimitteln ist dieser jedoch kaum noch enthalten. Demzufolge gilt die alte Regel der Anwendungsbeschränkung auf sechs Wochen nur noch bedingt.

Beinwell besitzt abgesehen davon als eine der wenigen Heilpflanzen keine Nebenwirkungen, sollte jedoch bei Kleinkindern und in der Schwangerschaft nicht gebraucht werden. Sie wird als Salbe äußerlich auf die Haut aufgetragen.

Pfefferminzöl

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Pfefferminzöl

Pfefferminzöl sorgt für eine sofortige Kühlung der Haut und eignet sich daher zur Akutbehandlung ergänzend zur Kühlung mit Wasser. Zudem wirkt es schmerzlindernd. Zu beachten ist jedoch, dass die Schmerzempfindlichkeit durch die Benutzung von Pfefferminzöl, das über 10 % Menthol enthält, erhöht werden kann. In der Apotheke kann Pfefferminzöl als Fertigarzneimittel erworben werden.

Johanniskrautöl

Johannisöl

Diese Heilpflanze wird oft mit ihrer stimmungsaufhellenden Wirkung in Verbindung gebracht, die unter anderem zur Therapie von Depression genutzt wird. Doch Johannisöl hat auch eine exzellente wundheilungsfördernde Wirkung. Zum einen haben die in der Pflanze enthaltenden Flavonoide entzündungshemmende Eigenschaften, zum anderen sorgen Gerbstoffe wie Hyperforin und Hypericin für eine Reduktion von Schwellungen und wirken zudem antibakteriell. Ebenfalls bekannt ist der gute schmerzlindernde Effekt von Johanniskraut. Zu beachten ist jedoch, dass während der Behandlung keine längeren Sonnenbäder erfolgen sollten, da die Haut durch Johanniskrautöl sensibler auf UV-Strahlung reagiert. Johanniskrautöl ist als Fertigarzneimittel in der Apotheke erhältlich.

Heublumen

Heublumen

Sie enthalten verschiedene Inhaltsstoffe, vor allem Cumarine, ätherische Öle und Gerbstoffe. Dadurch wirken Heublumen lokal durchblutungsfördernd und entspannen den Muskel, was zu einer Schmerzlinderung führt. Die Zubereitung erfolgt durch Erhitzung eines "Heublumensacks" für ca. 15 min über Wasserdampf. Dieser kann dann auf das betroffene Areal als straffe Kompresse aufgelegt werden. Dabei sollte er so dicht und so heiß wie möglich an der Haut anliegen, um einen optimalen Wirkstoffübertritt zu gewährleisten. Heublumen sollten nicht bei akuten entzündlichen Erkrankungen, bei offenen Wunden und bei Heuschnupfen angewendet werden.

Rosskastaniensamen

Rosskastaniensamen

Die braunen und großen Samen des Kastanienbaumes enthalten ein reichhaltiges Gemisch von verschiedenen Wirkstoffen, unter anderem Triterpensaponine, Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe und Ascein. Diese Wirkstoffkombination hemmt Schwellungen durch das Zusammenziehen von Gefäßen, was einen Austritt von Flüssigkeit aus der Blutbahn in das umliegende Gewebe verringert. Ferner wirken Rosskastaniensamen entzündungshemmend. Die Auftragung auf die betroffenen Körperstellen erfolgt im Allgemeinen als Gel oder Creme, die in der Apotheke als Fertigpräparate erhältlich sind. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Rosskastaniensamen nicht angewendet werden.

Steinkleekraut

Steinkleekraut

Steinklee, der auch Honigklee genannt wird, unterstützt die Behandlung von Prellungen und Zerrungen durch seine Wirkstoffkombination aus Cumarinen, Flavonoiden, Saponinen und ätherischen Ölen, die antientzündlich und krampflösend wirken. Daneben werden Schwellungen durch einen verstärkten Lymphabfluss gemindert.

Die Zubereitung kann als Tee erfolgen, der zur optimalen Wirkung über einige Wochen getrunken werden sollte. Im Handel sind nur wenige Fertigpräparate erwerblich. Dagegen kann reines Steinkleekraut im Handel erworben und folgendermaßen zubereitet werden: 3 EL zerkleinertes Kraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, abkühlen und anschließend entweder trinken oder äußerlich mit feuchten Tüchern anwenden.

Quellen:
  • Hänsel et al. "Pharmakognosie - Phytopharmazie". Springer Verlag (2010)
  • Schilcher et al. " Leitfaden Phytotherapie". Urban & Fischer Verlag (2003)
  • Niethard et al. "Duale Reihe, Orthopädie und Unfallchirurgie". Thieme Verlag (2009)
  • Ficklscherer. "BASICS Orthopädie und Traumatologie". Elsevier Verlag (2009)
  • Wülker, et al. "Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie". Thieme Verlag (2010)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.