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Ursachen für nervöse Herzbeschwerden (funktionelle Herzbeschwerden, Herzangstneurose)

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 18.05.2017
Ursachen für nervöse Herzbeschwerden (funktionelle Herzbeschwerden, Herzangstneurose)

Unbewusste Konflikte und Verluste äußern sich als Herzbeschwerden

Um die Ursachen für nervöse Herzbeschwerden zu erklären, gibt es verschiedene Ansätze aus der Medizin und Psychologie. Wichtig ist es, den Kern zu erkennen: Es handelt sich nicht um eine Erkrankung des Organs „Herz“, sondern um eine seelische Krankheit.

Eine funktionelle Störung

Menschen mit nervösen Herzbeschwerden sind meist seelisch instabil (labil). Sie reagieren schneller auf Störungen und Stress. Irgendwo kennen wir das alle: ein Schreck oder extreme Anspannung, und unser Herz schlägt schneller. Das autonome Nervensystem ist „unabhängig“ (autonom) vom Bewusstsein und steuert Funktionen wie Herzschlag, Verdauung, Atmung, Schweiß, Blutdruck etc. Man nennt es auch „vegetatives Nervensystem“. Dieser Teil des Nervensystems ist mit Steuerzentren für unsere Gefühle gekoppelt. So wirken sich Wut, Trauer, Angst, aber auch Freude auf Herzschlag, Puls, Blutdruck, Atmung und Schweißregulation aus. Auch das Schmerzempfinden ist mit diesem Regelsystem gekoppelt. Man vermutet, dass Menschen mit funktionellen Herzbeschwerden eine seelisch labile Veranlagung (Konstitution) haben, und diese Rückkopplung von Gefühlen und Körperfunktionen daher stärker und schneller anschlägt, als bei seelisch stabilen Menschen. Da das autonome Nervensystem nicht nur die Herzfunktion steuert, gibt es noch viele andere funktionelle Syndrome:

Die Angststörung

Menschen die unter Herzangst (auch Herzphobie) leiden (zwei weitere Fachausdrück für nervöse Herzbeschwerden) haben vor Auftreten der Beschwerden eine Verlustsituation erlebt. Das kann ein befürchteter Verlust, eine reale Trennung vom Partner oder der Tod eines nahestehenden Menschen durch Herzinfarkt sein. Auch ein eigener Herzinfarkt kann vorangegangen sein. Die Verlustangst, die damit einhergeht führt zu einer großen Verunsicherung und wird auf das eigene Herz übertragen. Diese Menschen horchen in sich hinein und interpretieren die Symptome falsch. Kommt es erst mal zu nervös bedingtem Herzrasen, so wird immer wieder nach innen gehorcht, ob das Herz noch gesund ist oder schon wieder falsch schlägt und schmerzt. Der Betroffene „fixiert“ sich auf seine Symptome und gerät in einen Teufelskreislauf. Seine Angst vor Herzbeschwerden äußert sich neuerlich als Herzbeschwerden. Der Betroffene meint, sich schonen zu müssen, da sein Herz krank sei und meidet körperliche Anstrengung, was auf Dauer das Herz belastet und körperlich schwächt.

Was ist eine Neurose?

Im Begriff „Herzangstneurose“ taucht das Wort Neurose auf. Angst kennen wir, und dass Angst bewusst oder unbewusst sein kann, versteht eigentlich jeder. Wir alle verdrängen schon mal unsere Gefühle, um zu funktionieren. Bei Menschen mit einer Herzangstneurose jedoch ist die Angst so stark geworden, dass sie nicht mehr verdrängt bzw. abgewehrt werden kann und sich als Herzrasen, Herzschmerz oder Herzstolpern äußert. Die Angst von der die Fachleute (Psychoanalytiker) hier sprechen ist keine normale Angst, sondern ein unbewusster, verdrängter aber sehr zentraler Konflikt aus der Kindheit - die „Neurose“. Normalerweise lässt sich der Konflikt gut verdrängen. Kommt es jedoch zu einer Lebenssituation, die an diesen neurotischen Konflikt erinnert (wie den Verlust eines Menschen), dann kann er nicht mehr länger abgewehrt werden. Bei Menschen mit einem bestimmten Konfliktmuster (Psychodynamik) treten dann nach misslungener „Abwehr“ die typischen Herzbeschwerden auf.

Menschen mit Herzangstneurose haben in der Kindheit oft eine dominante Mutter, von der sie „überbehütet“ wurden, und einen fehlenden Vater erlebt. Gegenüber der Mutter konnte dieser Mensch sich kaum behaupten. Auch im späteren Leben fehlt es an Eigenständigkeit und Autonomie. Diese Menschen sind häufiger als andere ängstlich-anklammernd oder offen abhängig. Manchmal geben sie sich unabhängig um die große seelische Unsicherheit und Abhängigkeit zu verbergen. Die psychodynamische Erklärung sieht den zentralen neurotischen Konflikt bei Menschen mit Herzangstneurose in der gestörten, ambivalenten Beziehung zur Mutter.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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