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Ursachen von Muskelschmerzen (Myalgien)

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2018-09-2323.09.2018
Ursachen von Muskelschmerzen (Myalgien) DocJones

Muskelschmerzen – ein Phänomen mit vielen Ursachen

Die häufigste Ursache für Muskelschmerzen (Myalgien) sind Verhärtungen der Muskulatur, die Myogelosen. Unter der Haut finden sie sich als kleine tastbare Knötchen oder Wulste. Sie entwickeln sich aufgrund von Stoffwechselstörungen in der Muskulatur, die unter statischer Dauerspannung steht und einen erhöhten Raumbedarf hat. Aufgrund der Dauerkontraktion kommt es zu Sauerstoffmangel im Muskel und saure Stoffwechselprodukte lagern sich ein, dies hat eine Schädigung von Muskelfasern zur Folge

Muskelschmerzen bei Fehlhaltungen

Myogelosen können chronisch aufgrund von Fehlhaltungen und Bewegungsmangel bestehen. Am häufigsten ist die Muskelverhärtung im Nacken-Schulter Bereich bei vorwiegend sitzender beruflicher Tätigkeit und mangelndem körperlichen Ausgleich. Sie kommt auch vor beim HWS-Syndrom (Blockade und Fehlstellung von Halswirbeln), im unteren Rückenbereich bei Kreuzschmerzen oder beim Bandscheibenvorfall.

Hält die Verspannung länger an und ist einseitig, so verkürzt sich die Muskulatur und verhärtet sich. Man kann eine harte Platte unter der Haut tasten. Dann ist Muskelhartspann entstanden, ein chronisch-schmerzhafter Zustand der Muskulatur. Zu Muskelhartspann im Rückenbereich kommt es bei Skoliose (Links-/ Rechtsverkrümmung der Wirbelsäule) und bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats des Menschen wie bei Arthrose, seltener bei Osteoporose (Verlust an Knochensubstanz) oder nach Knochenbrüchen.

Muskelschmerzen und Sportverletzungen

Akute, plötzlich auftretende Schmerzen in den Muskeln kennen viele nach dem Sport als „Muskelkater“. Kleinste Risse in den Muskelfasern entstehen durch eine Überbeanspruchung der Muskulatur und bei ungenügendem Aufwärmen. Zu Muskelzerrungen, Muskelfaserrissen oder sogar Muskelrissen kommt es beim Sportunfall mit plötzlichem Richtungswechsel im Bewegungsablauf oder abruptem Stoppen. Es bildet sich ein schmerzhafter Bluterguss mit Entzündung im Muskel.

Muskelkrämpfe können plötzlich auftreten und sehr schmerzhaft sein. Ein Muskelkrampf tritt durch eine Verschiebung im Mineralstoffhaushalt des Körpers auf und ist häufig durch einen Magnesiummangel bedingt. Eine gesteigerte muskuläre Erregbarkeit mit dem Potential zu wiederkehrenden Krämpfen (Tetanien) kommt auch bei einer Nebenschilddrüsenunterfunktion mit einem Kalziummangel vor. Magnesium und Kalzium steuern die muskuläre Erregbarkeit. Andere Stoffwechselerkrankungen mit Muskelschmerzen sind äußerst selten. Die Ursache des häufigen nächtlichen Wadenkrampfes ist unbekannt.

Medikamente und Drogenmissbrauch können zu Muskelkrämpfen und Muskelschmerzen führen. Alkoholmissbrauch gehört dazu, ferner Heroin, Amphetamine, eine Vergiftung durch Kohlenmonoxid und Nebenwirkungen von zahlreichen Medikamenten wie Neuroleptika, Asthma-Medikamenten, Blutdrucksenkern und Diuretika (Mittel zur Entwässerung).

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Muskelschmerzen durch Krankheitserreger

„Gliederschmerzen“ plagen einen bei der „Grippe“ – tatsächlich lösen Influenza-Viren, die Erreger der echten Grippe und Coxsackie B Viren durch die Immunreaktion und Entzündungsreaktion des Körpers auf die Krankheitserreger Myalgien und Fieber aus. Eine Infektion mit Borrelien, die durch einen Zeckenbiss übertragen werden, kann Muskelschmerzen verursachen.

Muskelschmerzen bei Rheuma

Bei Rheuma, einer Reihe von meist entzündlichen Krankheiten der Gelenke und des Gewebes im Bewegungsapparat kommt es zu Gelenkschmerzen, aber auch zu Muskelschmerzen. Verantwortlich sind Autoimmunantikörper, die normalerweise Krankheitserreger attackieren, hier jedoch körpereigenes Gewebe angreifen und zerstören und eine Entzündung verursachen.

Begleitend treten Muskelschmerzen bei rheumatoider Arthritis oder Morbus Bechterew auf, durch Fehlstellungen der Knochen oder entzündliche Mitbeteiligung von Sehnenansätzen oder Schleimbeuteln bedingt.

Bei Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen) wie der Polymyositis/Dermatomyositis kommt es zu Muskelschmerzen, ebenso wie bei Autoimmunentzündungen der Gefäße (Vaskulitiden), wie die Polymyalgia rheumatica.

Beim Weichteilrheumatismus liegt meist keine Entzündung vor, sondern eine Degeneration (ein schleichender Substanzabbau). Als Tendinosen bezeichnet man diese degenerativen Vorgänge an den Sehnen, die die Muskeln mit den Knochen verbinden. Am häufigsten sind Schmerzen in der Schulter bei der Periarthritis humeroscapularis, den Ellenbogen bei der Epikondylopathie und dem Hüftgelenk bei der Periarthropathie.

Bei der Fibromyalgie schmerzen alle Muskeln und Sehnenansätze am ganzen Körper, vor allem an bestimmten „Triggerpunkten“, die auf Druck schmerzhaft ansprechen.

Man vermutet am ehesten eine psychosomatische Ursache, eine schwere Schlafstörung aufgrund seelischer Belastungen könnte zu einer veränderten Schmerzwahrnehmung führen.

Bei Lähmungen wie bei der Querschnittslähmung, nach einem Schlaganfall oder bei Multipler Sklerose kommt es in den betroffenen Gliedern zu einer schmerzhaften Spastik – einer ständigen schmerzhaften Verkrampfung und Verhärtung der gelähmten Muskulatur.

Neben vorherrschender Muskelschwäche kommt es bei einigen sehr seltenen degenerativen Muskelerkrankungen (Muskeldystrophien) auch zu Muskelschmerzen, wie bei den Erbkrankheiten Becker-Kiener-Dystrophie oder Duchenne-Muskeldystrophie.

Bei psychischen (seelischen) Krankheiten können Myalgien vorkommen, wie bei Depressionen und Schlafstörungen. Bei der Konversionsneurose werden seelische Störungen in körperliche Symptome „konvertiert“ (verwandelt). Statt Wut oder Trauer können Muskelschmerzen empfunden werden. Auch an Medikamentenmissbrauch muss gedacht werden.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.