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Muskelschmerzen (Myalgie)

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 27.09.2013
Muskelschmerzen (Myalgie)

Der Schmerz als Warnsignal

Oft sind Muskelschmerzen das erste Warnsignal für eine Überlastung: eine Verspannung im Schulter- und Nackenbereich, ein Muskelkater oder eine Muskelzerrung beim Sport. Muskelschmerzen entstehen am häufigsten dann, wenn wir uns buchstäblich nicht mehr spüren: bei langem Arbeiten am Schreibtisch, wenn wir vor dem Computer oder dem Fernseher oder auch im Auto in Fehlhaltungen verharren. Auch wenn wir uns nicht regelmäßig körperlich bewegen oder es mit dem Training übertreiben, ohne uns vorher aufzuwärmen können Muskelschmerzen auftreten. Wie gut eigentlich, dass der Körper uns ein Warnsystem bereitstellt.

Es liegt in der eigenen Verantwortung, ob man auf den Schmerz im Muskel hört und ihn mit Wärme, Massagen, pflanzlichen Wirkstoffen und richtiger Bewegung zu lindern sucht - oder man ihn übergeht, unterdrückt und möglicherweise in ein chronisches Schmerzsyndrom gerät.

Ursachen von Muskelschmerzen

Der Begriff Myalgie geht auf zwei griechische Wörter zurück: „myos“ (Muskel) und „algos“ (Schmerz). Muskelschmerzen werden von Schmerzrezeptoren in der Skelettmuskulatur über die Nervenleitung dem Gehirn mitgeteilt.

Meist ein Ausdruck von Verspannungen sind Myalgien seltener Symptom einer Krankheit. Als Begleiterscheinung kommen Muskelschmerzen vor bei rheumatischen Krankheiten. Bei der Polymyositis, der Polymyalgia rheumatica und der Fibromyalgie stehen sie im Vordergrund der Beschwerden. Auch Infektionen wie die Influenza (Grippe), Fehlstellungen im Bewegungsapparat oder Sportverletzungen können Muskelschmerzen auslösen. Seltener sind Muskelschmerzen verursacht durch Medikamente oder Drogen, Stoffwechselerkrankungen oder Nervenlähmungen. Auch bei Depression und Schlafstörungen können Myalgien vorkommen.

Mehr über die Ursachen von Muskelschmerzen.

Symptome und Diagnose von Muskelschmerzen

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Ein Muskelschmerz kann auf einen Muskel beschränkt sein, im ganzen Körper auftreten, akut oder chronisch sein. Spezielle Triggerpunkte deuten auf den Ort der stärksten Schmerzen hin. Bei einem Muskelfaserriss ist ein Bluterguss sichtbar. Aufwendige Untersuchungen sind meist nicht nötig.

Mehr zu Symptomen und Diagnose von Muskelschmerzen.

Therapie von Muskelschmerzen

Liegt eine Krankheit den Muskelschmerzen zugrunde, so muss diese ursächlich behandelt werden. Muskelschmerzen und Verspannungen sprechen gut auf Wärme und Massagen an, mit Schmerzmitteln sollte man möglichst sparsam umgehen. Chronische Schmerzen und Fehlhaltungen lassen sich mit einem gezielten Programm aus Krankengymnastik mit Haltungskorrektur und Bewegungstherapie behandeln.

Mehr zu Therapie von Muskelschmerzen.

Muskelschmerzen im Überblick:
  • Am häufigsten sind Muskelschmerzen (Myalgien) selbst verursacht. Durch Fehlhaltungen und Bewegungsmangel kommt es zu Verspannungen der Muskulatur.
  • Aufwärmen vor dem Sport und Dehnübungen schützen vor Muskelkater und Muskelzerrungen.
  • Seltener verursachen Krankheiten wie Rheuma, Fibromyalgie, Infektionen, Muskel- und Nervenlähmungen oder Medikamenteneinnahme Myalgien.
  • Triggerpunkte oder Knötchen unter der Haut deuten auf die betroffenen Muskeln hin, Muskelschmerzen können lang anhalten und chronisch werden.
  • Symptomatisch lassen sich Myalgien gut mit Wärme, Massagetherapie, pflanzlichen Wirkstoffen, Krankengymnastik und gezieltem Bewegungstraining behandeln.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wer beim Sport einen plötzlichen Schmerz im Muskel verspürt, sollte ärztlich abklären lassen ob eine Zerrung oder ein Muskelfaserriss vorliegt.
  • Jeder Muskelschmerz, der länger anhält ist ein Warnsignal des Körpers, dessen Ursache abgeklärt werden muss. Fehlhaltungen oder Degeneration (Veränderung) können vom Facharzt untersucht werden.
  • Bei häufiger auftretender Muskelschwäche, die mit Schmerzen verbunden sein kann, sollte eine degenerative Muskeldystrophie abgeklärt werden, manche dieser Erbkrankheiten können schon im Kindesalter beginnen.
  • Bei alten Menschen können Muskelschmerzen ein erstes Symptom für ein Parkinson-Syndrom sein.
  • Wenn Muskelschmerzen unter Medikamenteneinnahme auftreten muss an mögliche Nebenwirkungen gedacht werden. Ein Absetzen und eine Alternative zum Medikament sollten ärztlich verordnet werden.
 

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