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Pflanzliche Wirkstoffe gegen Muskelkater

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 27.09.2013
Pflanzliche Wirkstoffe gegen Muskelkater

Linderung durch wärmende Pflanzenkraft

Muskelkater kann man gut durch äußerliche Anwendung von Heilpflanzen lindern. Eine große Auswahl ätherischer Öle und Auszüge aus Arnika und Johanniskraut sind als Salben, Öle und Lösungen zum Einreiben erhältlich. Muskelkater? Kein Problem eigentlich, denn die Sportverletzung heilt von allein – schmerzlindernde und muskelentspannende pflanzliche Wirkstoffe helfen dabei.

Hilfe auf einen Blick:
  • Arnikablüten sind als Arnikaöl oder Arnika-Schmerzbalsam erhältlich.
  • Ätherisches Campheröl, Eukalyptusöl und Rosmarinöl eignen sich zum Einreiben der schmerzenden Muskeln und sind Bestandteil vieler Salben oder Badezusätze bei Muskelkater und Muskelschmerzen.
  • Johanniskrautöl eignet sich für sanfte Ölmassagen bei Muskelkater.

Arnika

Arnika ist auf europäischen Bergwiesen beheimatet, und als Heilpflanze seit dem Spätmittelalter bekannt. Ihr alter Name „Wohlverleih“ bedeutet „Wohl vor dem Leid“. Arnikablüten-Extrakt enthält vorwiegend Bitterstoffe, darunter Helenalin als wirksamer Inhaltsstoff. Dadurch wirken Arnikablüten entzündungshemmend und schmerzlindernd und resorbieren Wasseransammlungen und Blutergüsse im Gewebe.

Den schmerzlindernden Effekt von Arnikablüten sollte man nicht unterschätzen. Arnikablüten-Extrakt ist deshalb ein beliebtes Hausmittel bei allerlei Muskel- und Gelenksschmerzen, Prellungen und Verstauchungen. Auch bei Muskelkater sind Einreibungen mit Arnikablüten-Extrakt beliebt und lindern den Muskelschmerz. Arnika-Schmerzgel und Arnika-Salben sind in der Apotheke erhältlich. Arnikablüten-Tinktur sollte man nicht unverdünnt auf der Haut anwenden, da es sonst zu Haut- und Schleimhautreizungen kommen kann.

Campher

Das Harz des asiatischen Campherbaums ist die Quelle für natürliches Campheröl. Campher wird auch synthetisch hergestellt. Wird das ätherische Campheröl für Inhalationen angewandt befreit es die Atemwege bei Erkältungskrankheiten. Äußerlich angewandt verursachen die Monoterpene (Camphene) des Campheröls eine Durchblutungssteigerung und Schmerzlinderung. Man spürt den wohltuenden Effekt direkt als Kälteempfinden auf der Haut. Auch hier gilt: nicht auf verletzte Haut auftragen, da das zu Hautreizungen führt! Campheröl gibt es als Campherspiritus, und in Kombination mit weiteren ätherischen Ölen als Schmerzbalsam und Schmerzsalben.

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Eukalyptus

Der Eukalyptusbaum stammt ursprünglich aus Australien und verbreitete sich erst spät in Europa. Das Holz des Eukalyptusbaums ist ein sehr widerstandsfähiges Baumaterial. Aus den Eukalyptusblättern wird das ätherische Öl gewonnen. Seine Hauptinhaltsstoffe Cineol, Pinen und Camphen wirken entzündungshemmend auf Haut und Schleimhäute, antibakteriell und schmerzlindernd. Das macht ätherisches Eukalyptusöl zu einem guten Heilmittel sowohl bei Erkältungskrankheiten als auch bei Muskel- und Gelenkschmerzen.

Zur Behandlung des Muskelkaters kann man 5-8 Tropfen des ätherischen Eukalyptusöls auch pur für Einreibungen der Muskulatur verwenden. Zusammen mit z.B. Campher, Menthol und Rosmarinöl ist es in vielen Schmerzsalben oder als Badezusatz für ein schmerzlinderndes, die Muskulatur auflockerndes Bad erhältlich.

Fichte und Kiefer

Die ätherischen Öle aus Fichtennadeln und Kiefernadeln sind in Europa ein altbewährtes Hausmittel zum Einreiben bei Muskelkater. Die enthaltenen Inhaltsstoffe wie Pinen und Camphen lindern den Muskelschmerz. Franzbranntwein nennt man den alkoholischen Auszug aus Latschenkiefernöl.

Minze und Pfefferminze

Menthol ist der Hauptinhaltsstoff aus dem ätherischen Minzöl. Diese wird aus den Blättern der Minze gewonnen, oder der Pfefferminze, die ein runderes Aroma besitzt, sich jedoch nicht in ihren medizinischen Eigenschaften von der Minze unterscheidet. Menthol wirkt kühlend, jedoch durchblutungsfördernd und schmerzlindernd auf Haut und Schleimhäuten. Innerlich eingenommen wirkt es zudem verdauungsfördernd und antibakteriell.

Bei Magen-Darmbeschwerden und bei Erkältungskrankheiten wird das Minzöl gern angewandt. Für Einreibungen und als Bestandteil von Schmerzsalben findet es bei Muskelkater Anwendung und wirkt dort schmerzlindernd.

Rosmarin

Im Mittelmeerraum ist Rosmarin ein begehrtes Küchengewürz, in der Volksheilkunde gilt es als Aphrodisiakum. Aus den Rosmarinblättern wird das ätherische Rosmarinöl gewonnen. Seine Hauptinhaltsstoffe sind Cineol, Camphen und Pinen, ferner Hydroxyzimtsäure und Rosmarinsäure.

Innerlich eingenommen lindert Rosmarinöl oder Rosmarinblätter-Extrakt den Reizmagen, äußerlich verwendet man das Rosmarinöl bei Kreislaufbeschwerden und bei Muskel- und Gelenkschmerzen. Zur Behandlung des harmlosen Muskelkaters ist das durchblutungsfördernde Rosmarinöl ein wertvoller Bestandteil in diversen Schmerzsalben und Balsamen.

Johanniskraut

Johanniskrautöl, auch Rotöl genannt, wird aus den gelben Blüten des Johanniskrauts hergestellt. Mithilfe eines Pflanzenöls (zum Beispiel Olivenöl) wird der ölige Auszug gewonnen. Johanniskrautrotöl nennt man ihn auch aufgrund seiner roten Farbe, die man auch sieht, wenn man die frischen Johanniskrautblüten zwischen den Fingern zerreibt.

Johanniskrautöl ist ein gutes Öl zum Einreiben der schmerzenden Muskulatur bei Sportverletzungen wie Muskelkater oder Muskelzerrung, ferner zur Behandlung von Verletzungen und leichten Verbrennungen.

Quellen:
  • Engelhardt. Sportverletzungen. Urban & Fischer Verlag; 2009
  • Netter. Netters Orthopädie. Thieme Verlag; 2000
  • Schilcher, Kammerer, Wegnener. Leitfaden Phytotherapie. Urban & Fischer Verlag; 2010
  • Hänsel, Sticher. Pharmakognosie, Phytopharmazie. Springer Verlag; 2010
  • Bäumler. Heilpflanzenpraxis heute. Urban & Fischer Verlag; 2007

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.