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Magenschleimhautentzündung (Gastritis) Ursachen

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-2626.09.2013
Magenschleimhautentzündung (Gastritis) Ursachen Fotolia_©Agb

Ein Bakterium und Schmerzmedikamente sind die häufigsten Auslöser

Unser Magen ist zuständig für Speicherung, Zerkleinerung und Weiterbeförderung des Speisebreis in den Darm. Die Speiseröhre mündet an der Kardia (Mageneingang) in den Magen. Der Magen besteht aus Fundus (Magengewölbe), Korpus (Magenkörper), Antrum (dort wird der Magen enger) und mündet schließlich über den Pylorus (Pförtner) in den Zwölffingerdarm.

Er ist von Magenschleimhaut ausgekleidet, die täglich 2 Liter Verdauungssaft produziert. Dieser enthält für die Verdauung des Nahrungsbreis nötige Enzyme und ist sehr sauer (pH = 2). Wird die empfindliche Magenschleimhaut gereizt oder geschädigt, so verliert sie ihren alkalischen Schutzfilm und Magensäure kann die Schleimhaut ungehindert angreifen. Dann können sich Erosionen, oberflächliche Defekte ausbilden, oder Riesenfalten bis zu 10 mm Größe entstehen. Es kommt zu einer Entzündung, die durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst wird und häufig chronisch verläuft.

Akute Gastritis

Häufigste Ursache für die akute Magenschleimhautentzündung sind Schmerzmedikamente der Gruppe NSAR (Nicht-steroidale Antirheumatika). Der Griff zum „Aspirin“ (Acetylsalicylsäure) oder Ibuprofen kann zu einer schweren Verletzung der Magenschleimhaut führen, denn diese „beliebten“ Schmerzmittel haben es in sich: durch Hemmung des Aufbaus eines Enzyms (Prostaglandinsynthese) wird die Bildung des wichtigen Schutzfilms behindert und die Säureproduktion verstärkt. Dies führt zu Erosionen, die schlecht abheilen. Beim täglichen Bedarf an Acetylsalicylsäure zur Blutverdünnung (Vorbeugung von Herz- und Gefäßkrankheiten) kommt es sehr häufig zu Magenblutungen, die minimal sein können. Muss ein NSAR hochdosiert oder längerfristig eingenommen werden, kann es zu einer größeren Magenblutung als Nebenwirkung kommen. Andere „iatrogene“ (ärztliche) Ursachen sind Verordnung von Eisenpräparaten oder Therapie mit Chemotherapie bei Krebs.

Patienten auf Intensivstationen entwickeln häufig eine akute Gastritis, durch den Stress nach Operationen, schweren Verbrennungen, Unfällen oder Schock, oder durch Blutvergiftung (Sepsis).

Stress, Wutanfälle oder Leistungssport können eine akute Gastritis auslösen, ebenso wie eine Lebensmittelvergiftung, hoher Kaffeekonsum oder scharfe Speisen (Chillies), Alkoholmissbrauch oder Tabakrauchen. Einnahme von Säuren oder Laugen verätzt die Magenschleimhaut und führt zu akuter Gastritis.

Infektionen wie eine akute Durchfallkrankheit durch Bakterien sind weitere Risikofaktoren.

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Chronische Gastritis

Eine länger verlaufende Entzündung der Magenschleimhaut kommt in drei Haupttypen vor:

Typ A (Autoimmungastritis)

Diese seltene Form betrifft 5% der Bevölkerung, meist Nordeuropäer oder Skandinavier, denn die Krankheit kann vererbt werden.

Dabei bildet das eigene Immunsystem Antikörper (bestimmte Eiweiße) aus, die Schleimhautzellen im Korpus des Magens zerstören. Diesen Vorgang nennt man Autoimmunprozess. Hauptsächlich betroffen sind die Belegzellen. Diese produzieren Salzsäure zur Verdauungstätigkeit, und den Intrinsic Factor, der wichtig für die Aufnahme von Vitamin B12 aus dem Dünndarm ist. Die Antikörper richten sich auch gegen den Intrinsic Factor selbst. Fehlt die Salzsäure, kommt es langfristig zur Untersäuerung und zur Verkümmerung (Atrophie) von Magendrüsen. Das Fehlen des Intrinsic Factor führt zum Vitamin-B12 Mangel, und zur Entwicklung einer Blutarmut, der perniziösen Anämie.

Typ B (Bakterielle Gastritis)

Die häufigste Form der Magenschleimhautentzündung (85% aller Betroffenen) wird durch ein Bakterium verursacht, das erst 1983 entdeckt wurde. Es handelt sich um das spiralförmige Helicobacter pylori, das seinen Lebensraum in der menschlichen Magenschleimhaut gefunden hat. Es besiedelt vorwiegend das Antrum, den unteren Magenabschnitt. Über Speichel oder Stuhl kann es andere Menschen anstecken. Am häufigsten ist diese Magenschleimhautentzündung bei Menschen aus ärmeren Ländern. Im Magen verursacht das Bakterium durch sein Enzym, die Urease einen Rückgang an Magensäure, wodurch es besser überleben kann. Der Magen wird alkalischer und stört die Verdauungsregulierung. Weitere Bakteriengifte schädigen die Magenschleimhaut und führen zu einer chronisch verlaufenden Entzündungsreaktion.

Typ C (Chemische Gastritis)

Mit 10% aller von Magenschleimhautentzündung Betroffenen ist die chemisch-toxische Gastritis die zweithäufigste Form. Verursacht wird sie durch Rückfluss von Galle aus dem Dünndarm in den Magen. Die Galleflüssigkeit schädigt und entzündet die Magenschleimhaut. Daher ist der Pylorus (Magenpförtner), der Übergang zum Darm, der entzündete Abschnitt der Magenschleimhaut. Auch chronischer Alkoholmissbrauch, Nikotinsucht, NSAR (Schmerzmedikamente wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen) und andere Reizstoffe können die chronische Typ C Gastritis auslösen.

Andere seltene Formen der chronischen Magenschleimhautentzündung sind die

  • Lymphozytäre Gastritis :vermutlich eine Autoimmunkrankheit
  • Granulomatöse Gastritis: Sonderformen von Krankheiten Morbus Crohn, Morbus Boeck, Tuberkulose oder Syphilis
  • Eosinophile Gastritis: durch Laktoseintoleranz (Allergie gegen Kuhmilch) oder Glutenunverträglichkeit (Allergie gegen Weizen)

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