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Magenschleimhautentzündung (Gastritis) Therapie

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-2626.09.2013
Magenschleimhautentzündung (Gastritis) Therapie Fotolia_©diego_cervo

Medikamente und magenfreundliche Ernährung

Die akute Magenschleimhautentzündung ist gut behandelbar und heilt in der Regel gut. Eine chronische Gastritis ist erst behandlungsbedürftig, wenn sie Beschwerden macht. Es kommt häufiger vor, dass eine chronische Magenschleimhautentzündung nach erfolgter Therapie wieder auftritt.

Wichtig ist es, den auslösenden „Stressor“ zu beseitigen. Zusammen mit einer magenschonenden Ernährung muss eine Magenschleimhautentzündung nicht mehr wiederkehren.

Schonkost

Bei der akuten leichten Magenschleimhautentzündung hilft es, die Ernährung für ein paar Tage auf Schonkost umzustellen. Oft meiden die Betroffenen bestimmte unverträgliche Lebensmittel ganz von selbst, weil sonst der Magen „rebelliert“. Gut verträglich sind Haferschleim, Reisbrei oder Gemüsesuppen. Ein Kamillentee, eine Wärmeflasche auf dem Bauch und ein Tag im Bett sind oft schon Behandlung genug. Alle Reizstoffe müssen weggelassen werden, dazu zählen Schmerzmedikamente NSAR („Aspirin“, Diclofenac, Ibuprofen), Kaffee, Tabakrauchen, Alkohol und fettige oder scharfe Speisen.

Therapie während der Magenspiegelung

Die Magenspiegelung ist nicht nur zur Diagnose gut. Eine akute, stärker blutende Magenschleimhautentzündung muss während der Spiegelung behandelt werden. Über das Endoskop (Schlauch) wird mit einem Laser oder einem speziellen organischen Klebstoff das blutende Gefäß verödet und geschlossen. Ist diese Methode nicht erfolgreich, muss operiert werden und Teile des Magens oder sehr selten der ganze Magen entfernt werden.

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Medikamente

Bei einer akuten Gastritis können zusätzlich Antazida, Medikamente zum Neutralisieren der Magensäure verordnet werden. Sind die Beschwerden heftiger, so wirken Protonenpumpenhemmer (Pantoprazol) oder H2-Rezeptor-Blocker (Ranitidin). Diese Medikamente werden auch bei chronischer Magenschleimhautentzündung verordnet, da die geschädigte Schleimhaut durch die Magensäure sonst immer weiter gereizt und geschädigt wird, ebenso bei magenempfindlichen Menschen, die wegen einer anderen Krankheit Schmerzmedikamente verordnet bekommen.

Da die Typ B Gastritis durch Helicobacter pylori verursacht wird, muss man mit einer Eradikationstherapie die Bakterienbesiedlung beenden. Verordnet wird eine Tripeltherapie: eine feste Kombination von drei Medikamenten (zwei Antibiotika um das Bakterium abzutöten und ein Protonenpumpenhemmer) in zwei Varianten:

  • Variante: die zwei Antibiotika Clarithromycin und Amoxicillin und der Protonenpumpenhemmer
  • Variante: die zwei Antibiotika Clarithromycin und Metronidazol und der Protonenpumpenhemmer

Bei bestehender Typ A Gastritis (Autoimmungastritis) ist es wichtig, Vitamin B12 zu geben, um einer perniziöse Anämie (Blutarmut) vorzubeugen oder diese zu behandeln. Vitamin B12 wird dafür vom Arzt regelmäßig als Spritze verabreicht.

Vorbeugen:

Wenn sie zu den magenempfindlichen Menschen zählen, gibt es gute Tipps um neue oder weitere Magenschleimhautentzündungen zu vermeiden:

  • Probieren Sie statt der Kopfschmerztablette pflanzliche Wirkstoffe wie Teufelskrallenwurzel oder Weidenrinde aus. Diese wirken zwar etwas langsamer und sanfter, haben jedoch keine Magennebenwirkungen!
  • Wenn Sie Alkohol trinken, dann trinken Sie in Maßen und vermeiden Sie Hochprozentiges.
  • Tabakrauchen aufhören ist ein wichtiger Schritt nicht nur für die gesunde Magenschleimhaut.
  • Meiden Sie scharf gewürzte, fettige Speisen, zu viel Fleisch und Wurst, Eier, blähende Speisen (Bohnen, Kohl) und weißen Zucker.
  • Basische Kost dürfen Sie bevorzugen wie Kartoffeln, Obst und Gemüse.
  • Mit Stress umzugehen kann man lernen. Eine freundliche Einstellung zum Leben und das Vermeiden von unnötigen Wutanfällen helfen Ihrer Magenschleimhaut und Ihren Mitmenschen.
  • Beim Stressabbau helfen Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen. Yoga, regelmäßige Bewegung und Sport bauen Stress ab!
Link- und Buchtipps:
  • „Schluss mit Sodbrennen: Reflux, Gastritis, Magengeschwüre & Reizmagen“ von K. Gruber und M. Gschwantler (Verlagshaus der Ärzte; 2. Auflage Okt. 2008)
  • „Magen und Darm natürlich behandeln“ (GU Ratgeber Gesundheit) von N. Schaenzler und Ch. Koppenwallner (Gräfe und Unzer Verlag, 1. Auflage 2009)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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   Pflanzliche Medikamente bei Magenschleimhautentzündung (Gastritis):
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.