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Magengeschwür/Zwölffingerdarm­geschwür

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 26.09.2013
Magengeschwür/Zwölffingerdarm­geschwür

Gutartige Geschwüre durch aggressive Magensäure

Überschießende Magensäure schädigt die Magenwand und führt zur Entwicklung eines Magengeschwürs oder Zwölffingerdarmgeschwürs. Letzteres kommt häufiger vor: Jeder zehnte Erwachsene entwickelt einmal im Leben ein Ulkus, das mit Medikamenten gut heilbar ist, jedoch dazu neigt, wiederholt aufzutreten. Es kann zu Komplikationen führen, die sofortige Notfallmaßnahmen wie eine Operation erfordern. Daher ist es gut, die Faktoren, wie bestimmte Schmerzmittel zu kennen, die zum Ulkus führen. Pflanzliche Wirkstoffe können die Behandlung des Ulkus unterstzützen und eine Alternative zu magenschädigenden Medikamenten bieten.

Ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) oder ein Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) ist ein gutartiges Geschwür, welches sich durch Säureschäden an der Magenschleimhaut oder Zwölffingerdarmschleimhaut in tieferen Gewebeschichten entwickelt, und dort eine Entzündung in Gang hält. Geschwür wird „ulcus“ in der medizinischen Fachsprache genannt. Ein Ulkus kann einzeln oder an mehreren Stellen gleichzeitig auftreten und bis zu drei Zentimeter tief sein.

Ursachen 

Ursache für das Ulkus ist ein Ungleichgewicht zwischen Magensäure und Schutzfunktion der Schleimhaut, die Magen und Zwölffingerdarm auskleidet. Dies kann vorrangig ein Bakterium namens Helicobacter pylori verursachen, gefolgt von der häufigen oder hochdosierten Einnahme von Schmerzmitteln wie Diclofenac oder Ibuprofen.

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Symptome 

Die Symptome für Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre sind unspezifisch und können genauso bei Reizmagen, Magenschleimhautentzündung oder anderen Krankheiten auftreten. Bauchschmerzen nüchtern, nachts oder nach den Mahlzeiten plagen die Betroffenen. Ein Magen- oder Darmdurchbruch ist eine gefährliche Komplikation, die sofort operiert werden muss.

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Diagnose 

Um ein Ulkus zu diagnostizieren, wird deshalb die Magen-Darmspiegelung (Endoskopie) durchgeführt. Mit ihr gelingt es, den Ort des Geschwürs im Magen oder Zwölffingerdarm oder andere Magen-Darmkrankheiten zu erkennen, Blutungen zu stillen und eine Gewebeprobe (Biopsie) auf Helicobacter pylori zu untersuchen.

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Behandlung

Die Hemmung der Magensäure mit Medikamenten führt innerhalb einer Woche zur Beschwerdefreiheit. Wichtig ist das Vermeiden von Reizstoffen wie Tabakrauchen und Alkohol. Die Ulkuskrankheit kehrt jedoch häufig zurück: deshalb wird bei Nachweis von Helicobacter pylori das Bakterium mit einer Eradikationstherapie abgetötet.

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Krankheitsbild im Überblick:
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre entstehen durch ein Ungleichgewicht zwischen aggressiver Magensäure und verringerten Schutzfaktoren der Schleimhaut.
  • Oberbauchschmerzen nachts, nüchtern oder nach den Mahlzeiten bestimmen die Beschwerden.
  • Mit der Magen-Darm Spiegelung lassen sich Geschwüre erkennen und eine Gewebeprobe entnehmen, um Helicobacter pylori nachzuweisen; ein Bakterium das die Bildung des Ulkus fördert.
  • Medikamente die Magensäure hemmen und die „Eradikation“ von Helicobacter pylori lindern die Beschwerden und vermeiden das Wiederauftreten eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürs. Tabakrauchen und Schmerzmedikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen sollten vermieden werden.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Wenn Sie an Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Gewichtsabnahme leiden um eine mögliche Magen-Darmerkrankung oder Erkrankung anderer Organe zu untersuchen.
  • Bei akuten starken Oberbauchkrämpfen, die in den Unterbauch oder Rücken ausstrahlen können immer gleich zum Arzt – ein stark blutendes Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder ein Magendurchbruch müssen sofort behandelt werden!
  • Bei Bluterbrechen oder Blut im Stuhl (Teerstuhl, Schwarzfärbung des Stuhls, auch das Erbrochene hat eine dunkle Farbe aufgrund des geronnenen Blutes).
  • Zur Kontrolle müssen nach Behandlung des Magengeschwürs regelmäßige Magenspiegelungen durchgeführt werden, um die Entwicklung von Magenkrebs auszuschließen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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   Pflanzliche Medikamente bei Magengeschwür/Zwölffingerdarm­geschwür:
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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Studien zu Magengeschwür/Zwölffingerdarm­geschwür

Studientitel
Effects of Cistus laurifolius L. flowers on gastric and duodenal lesions (und weitere 1 Studie)
Jahr
1997, 1994
Kurzinfo
Die Zistrose ist nicht nur für ihre hervorragenden Effekte bei Erkältungen bekannt, sondern wird auch bei Beschwerden in der Magen- oder Darmgegend eingesetzt. Egal, ob bei Magengeschwüren oder Darmkrämpfen,  Mehr...die traditionelle Naturheilkunde spricht der Zistrose hier eine lindernde und heilende Wirkung zu. Eine Reihe von Wissenschaftlern interessierte sich für eben diese Effekte und ging den Empfehlungen der Phytotherapie in mehreren Studien auf den Grund.