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Koronare Herzkrankheit (KHK) Therapie

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Geschrieben von 2011-02-10
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-2424.09.2013
Koronare Herzkrankheit (KHK) Therapie

Lebensqualität und Lebenserwartung verbessern

Das Ziel der Behandlung einer Koronaren Herzkrankheit ist das Leben zu verlängern und die Lebensqualität zu erhöhen. Angina-pectoris Anfälle sollten mithilfe von (lebenslangen) Medikamenten möglichst nicht mehr auftreten. Lebensbedrohliche Komplikationen wie Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen oder den plötzlichen Herztod gilt es zu vermeiden. Die Belastbarkeit, Vitalität und Lebensfreude im Alltag sollte sich verbessern. Das erfordert nicht zuletzt die Mitarbeit des Einzelnen.

Risikofaktormanagement

  • (Zigaretten)rauchen sollte konsequent mit professioneller Unterstützung gestoppt werden.
  • Ernährungsberatung hilft beim Zusammenstellen der ausgewogenen Ernährung mit überwiegend pflanzlichen (ungesättigten) Fetten.
  • Übergewicht: der Body-Mass-Index (BMI) sollte unter 25 gesenkt werden.
  • Erhöhte Blutfette sollten zusätzlich mit Medikamenten gesenkt werden. LDL-Cholesterin sollte unter 100mg/dl liegen.
  • Bewegungsmangel: 4-5mal pro Woche sollte ein Ausdauertraining abgestimmt auf körperliche Belastbarkeit und Neigungen stattfinden. Geeignet sind Fahrradergometer, Fahrradfahren, Spazierengehen, Walking oder Schwimmen.
  • Bluthochdruck sollte unter 140/90 mmHg gesenkt werden (Normaler Blutdruck: 120/80 mmHg) Weniger Salz, weniger Alkohol, Gewichtskontrolle und Ausdauertraining helfen dabei.
  • Diabetiker gehören zur Hochrisikogruppe. Wichtig sind konsequentes Risikomanagement und sehr gute Blutzuckereinstellung mit Medikamenten und Ernährung.
  • Stress abbauen und Entspannungsverfahren erlernen (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen) ist sehr bedeutsam. An KHK Leidende haben oft seelische berufliche und soziale Belastungen, die jedoch weggedrückt werden.
  • Depressionen treten unter KHK häufiger auf. In diesem Fall darf auch psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen werden!

Medikamente

  • Nitrate: Im akuten Angina pectoris-Anfall müssen Nitrate (als Kapseln unter die Zunge gelegt) eingesetzt werden. Diese reduzieren Brustenge und Herzschmerz innerhalb weniger Minuten. Bessern sich die Beschwerden nicht, so muss sofort ins Krankenhaus eingewiesen werden!
  • Thrombozytenaggregationshemmer wirken lebensverlängernd, da sie die Blutgerinnung hemmen und das Blut so verdünnen, dass es besser durch Engstellen in den Herzkranzgefäßen fließen kann. Das Risiko für Herzinfarkt durch KHK wird gesenkt. Acetylsalicylsäure (z.B. ASS) oder Clopidogrel werden lebenslänglich verordnet.
  • Blutdrucksenker sind wichtig, denn Bluthochdruck schädigt die Gefäßwände sehr direkt! Zudem haben sie Einfluss auf den Verlauf der KHK und die Angina pectoris. Eingesetzt werden individuell nach Verträglichkeit der vielfältigen Nebenwirkungen, Risikoprofil und Vorerkrankungen Betablocker, Nitrate, Kalziumkanalblocker oder ACE-Hemmer.
  • Blutfettsenker: Statine senken das Cholesterin. Zudem haben sie eine stabilisierende und wachstumshemmende Wirkung auf die Plaques, die Ablagerungen an der Gefäßinnenwand. Das schützt vor Voranschreiten der Arteriosklerose.

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Chirurgische Therapie

Um die Blutgefäße durchgängig zu machen (Revaskularisation) werden je nach Schweregrad der Angina pectoris und Größe des betroffenen Gebietes (Ein- Zwei- oder Dreigefäßerkrankung) eingesetzt:

  • Ballonkatheter-Erweiterung (PTCA): mit einem Herzkatheter wird über ein Blutgefäß in der Leiste bis zu den Herzkranzgefäßen vorgedrungen. An der Spitze des Katheter-Schlauchs befindet sich ein Ballon, der dann aufgeblasen wird und die verengte Gefäßstelle erweitert. Hierbei kann auch ein Stent (kleines Netz) eingesetzt werden, welches das Gefäß offenhält.
  • Bypass: in einer Operation wird der schlecht durchblutete Gefäßabschnitt überbrückt mit einem körpereigenen Gefäß.

Rehabilitation

Nach einer Bypass-Operation folgt ein Kuraufenthalt in einer Reha-Klinik. Körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensstil sollen verbessert werden und ein Wiedereinstieg in das Berufsleben soll ermöglicht werden. Ernährung, Bewegung, Badekuren mit Kneipp-Wasseranwendungen, Entspannungsverfahren werden zu einem individuellen Aufbauprogramm zusammengestellt.

Vorbeugen mit gesunder Ernährung:

Vor, während und nach einer Behandlung der Koronaren Herzkrankheit - die Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil. Besonders empfohlen werden die mediterrane Kost, die Vollwertküche, auch eine vegetarische fettarme Diät und die Ayurveda-Küche haben in Untersuchungen positiv abgeschnitten.

  • Ernähren Sie sich fettärmer! 1-3x pro Woche mageres Fleisch ist ausreichend. Nicht mehr als ein Viertel der Kalorien sollte aus Fett bestehen.
  • Die richtigen Fette helfen: Pflanzenöle enthalten ungesättigte Fettsäuren, die gegenüber den tierischen, gesättigten Fettsäuren in Butter und fettem Fleisch bevorzugt werden sollten. Omega-3-Fettsäuren (alpha-Linolensäure) schützt vor Arteriosklerose und Koronarer Herzkrankheit. Rapsöl, Senföl, Leinsamen, Blattgemüse, Mandeln und Walnüsse enthalten viel davon. Fischöl in Seefisch oder Fischölkapseln sind ebenso gut um das gute HDL-Cholesterin hoch zu halten und das schlechte LDL-Cholesterin zu senken.
  • Knoblauch, Rotwein (150ml pro Tag), Hafer, Granatapfel, grüner Tee: diese Lebensmittel dürfen Sie in ihre Küche einführen denn sie enthalten Wirkstoffe die antioxidativ wirken und das Herz schützen.
  • Weniger Salz senkt den Blutdruck. Benutzen Sie mehr Gewürze – sie fördern die Verdauung, geben dem Essen einen vollen Geschmack und helfen Salz einzusparen.
  • Kein weißer Zucker und ballaststoffreiche Vollkornprodukte statt Weißmehlprodukte halten den Blutzucker auf einem vernünftigen Level und vermeiden die Entwicklung von Diabetes. Benutzen Sie lieber Rohrzucker oder Ersatzprodukte – sie wirken günstiger auf den Insulinhormonhaushalt.
  • Ein hoher Anteil an Gemüse und Obst und ein geringerer Anteil an Fleisch garantiert ein ausgewogenes Verhältnis der für die Herzgesundheit nötigen Nährstoffe.
  • Übergewicht reduzieren – vermeiden Sie versteckte Kalorien aus Fertigprodukten, Snacks und hektisches Essen.
  • Auch wenn Sie noch nicht an KHK erkrankt sind: denken Sie daran die beeinflussbaren Risikofaktoren Tabakrauchen, Bewegungsmangel und Stress zu vermeiden. Sport, Yoga und Entspannungsverfahren helfen dabei.
Buchtipps
  • „Das Herz stärken: Ganzheitliche Selbsthilfe bei Infarkt und Herzschwäche“ (GU Ratgeber Gesundheit) von A. Bopp, Dr. med. T. Breitkreuz, Dr. med. A. Fried, Dr. med. J. Gruber (Gräfe und Unzer Verlag; 2. Auflage September 2011)
  • „Nichtrauchen! Erfolgreich Aussteigen in sechs Schritten“ von Anil Batra (Kohlhammer Verlag, 2. Auflage 2008)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.