Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Koronare Herzkrankheit (KHK) Pflanzliche Wirkstoffe

Anzeige
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 24.09.2013
Koronare Herzkrankheit (KHK) Pflanzliche Wirkstoffe

Weißdorn stärkt das Herz

Eine akute Angina pectoris (Brustenge) muss immer schulmedizinisch behandelt werden! Verläuft die KHK jedoch chronisch, die Angina pectoris bleibt stabil oder ist stumm, so gibt es unterstützende Heilpflanzen, die ergänzend eingesetzt werden können. Die richtige Einnahme bespricht man am besten mit dem Arzt, denn sie sollte immer in ein ganzheitliches Behandlungskonzept mit Ernährungsumstellung, Bewegungstraining, Stressabbau und Medikamenten bei KHK, erhöhten Blutfetten, Bluthochdruck oder Diabetes eingebunden sein.

Hilfe auf einen Blick:
  • Weißdornblätter und –blüten stärken die Herzmuskelkraft bei Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Koronarer Herzkrankheit. Am besten nimmt man das Fertigpräparat (Tabletten) mit einem gesicherten Gehalt an herzwirksamen Flavonoiden über viele Wochen und Jahre ein.
  • Knoblauchzwiebel schützt die Gefäßwände vor Verkalkung (Arteriosklerose). Bei Einnahme von Knoblauch-Dragees oder dem Frischpresssaft kann sich die Herzdurchblutung bessern und die schlechten Blutfette können langsam absinken. Auch hier ist eine langfristige Therapie empfehlenswert.

Weißdorn

Weißdorn wächst als natürliche Hecken an vielen Wegesrändern. Die schönen weißen Blüten, die neben den Blättern medizinisch verwendet werden, geben ihm seinen Namen. Der botanische Name „Crataegus“ beinhaltet „kratos“, was im griechischen „Stärke“ bedeutet. Im 19. Jahrhundert wurde Weißdorn erstmals von einem irischen Arzt als Heilpflanze für das Herz erwähnt.

Weißdornblätter und –blüten-Extrakt enthalten Flavonoide (Hyperosid, Vitexin, Rutin), die eine nachgewiesene „positiv inotrope“ Wirkung auf den Herzmuskel haben. Sie steigern die Kraft des Herzmuskels, sich zusammenzuziehen (Kontraktilität). Daneben wirkt Weißdornblätter- und blüten-Extrakt erweiternd auf die Herzkranzgefäße. Sauerstoffaufnahme und Durchblutung könne verbessert werden. Die Steigerung der Herzleistung macht ihn zu einer bedeutsamen Heilpflanze bei leichter Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Daneben kann er auch bei der durch Arteriosklerose bedingten Koronaren Herzkrankheit hilfreich sein. Weißdornblüten und-blätter können die typischen Angina-pectoris Beschwerden (Brustenge und Herzschmerz) lindern und die körperliche Belastungsfähigkeit wieder steigern.

Da ein hoher Gehalt an Flavonoiden wichtig ist, verwendet man am besten das Fertigpräparat, z.B. Tabletten aus der Apotheke. Die Tagesdosis sollte zwischen 300 und 900 mg liegen. Eine Einnahme unter 6 Wochen macht keinen Sinn, vielmehr müssen Weißdornpräparate vorbeugend über mehrere Jahre oder lebenslang eingenommen werden.

Knoblauch

Knoblauch ist als Küchengewürz und Heilpflanze seit mehreren Jahrtausenden bekannt. Der Wirkstoff Alliin aus der Knoblauchzwiebel (Knoblauchzehe) kann vor Arteriosklerose am Herzen schützen. Knoblauch verdünnt das Blut und senkt die Blutfette - das „schlechte LDL-Cholesterin und die Triglyceride. Daher ist er bei Arteriosklerose und Koronarer Herzkrankheit sinnvoll. In der Volksheilkunde wird er auch zur Verdauungsanregung, bei Erkältungskrankheiten, bei Bluthochdruck und zur Blutzuckersenkung verwendet. Für die medizinische Wirkung braucht es jedoch eine höhere Dosis als normalerweise in der Küche eingesetzt wird! Mindestens 1-2 Knoblauchzehen können roh verzehrt werden. Man kann auch Knoblauchfrischpresssaft oder Dragees in der Apotheke erhalten.

Anzeige

Rosmarin

Wenn die Brust eng wird und sich Herzschmerz oder ein Druckgefühl breitmacht, kann man ergänzend (!) zur Nitrateinnahme eine pflanzliche Herzsalbe anwenden. Rosmarinöl aus Rosmarinblättern wird zur Salbe verarbeitet. Auf der Haut aufgetragen entwickelt sie eine leicht hautreizende Wirkung. Das trägt zur Entspannung bei, da die Hautnerven mit den Organnerven in Verbindung stehen. Die Herzsalben sind auch in Kombination mit Campher und anderen ätherischen Ölen erhältlich.

Mit der Rosmarinsalbe die linke Brusthälfte vom Brustbein bis zur Achsel einreiben. Auch ein Rosmarin-Vollbad entspannt.

Baldrian, Melisse und Passionsblume

Von Angina pectoris Betroffene leiden häufiger unter Stress und Schlafstörungen. Daher kann Baldrianwurzel-Extrakt, auch in Kombination mit Passionsblumenkraut und Melissenblätter die Entspannung fördern. Abends als Tabletten eingenommen können sie zu besserem Einschlafen und Durchschlafen verhelfen.

Pflanzliche Wirkstoffe bei Arteriosklerose

Pflanzliche Wirkstoffe bei Arteriosklerose: Zum Schutz vor Arteriosklerose gibt es Heilpflanzen-Extrakte wie Granatapfelsaft, Perillaöl, grüne und schwarze Teeblätter und Buchweizenkraut.

Pflanzliche Wirkstoffe bei erhöhten Blutfetten

Pflanzliche Wirkstoffe bei erhöhten Blutfetten: Blutfette senken kann man nicht nur mit Ernährungsumstellung und Medikamenten! Hier stehen zahlreiche Heilpflanzen zur Verfügung. Pflanzliche Wirkstoffe die Cholesterin und Triglyceride senken sind neben Knoblauch z.B. Flohsamen, Artischockenblätter und Sojaphospholipide.

Quellen:
  • Innere Medizin (Classen, Diehl, Kochsiek; Urban & Schwarzenberg Verlag)
  • Chronische Krankheiten integrativ (G. Dobos, U. Deuse, A. Michalsen; Urban & Fischer Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Urania Pflanzenreich – Blütenpflanzen 1 + 2 (Urania Verlag)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.