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Koronare Herzkrankheit (KHK) Diagnose

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 24.09.2013
Koronare Herzkrankheit (KHK) Diagnose

Vom Risikoprofil zum Herzkatheter

Bei Verdacht auf eine Koronare Herzkrankheit kann die Diagnose sehr umfangreich sein – vom ärztlichen Gespräch bis hin zur Koronarangiographie, bei der ein Katheter (Schlauch) direkt in die Herzkranzgefäße vorgeschoben wird, stehen eine Reihe von Untersuchungen an. Das ist wichtig, um ein Risikoprofil zu erstellen, nötige Behandlungsschritte zu entscheiden und die Prognose gut einzuschätzen.

Anamnese (ärztliches Gespräch)

Die Anamnese ist sehr bedeutend und kann alle anderen Verfahren nicht ersetzen! Denn die Art der Beschwerden, der Verlauf der Krankheit und vor allem die individuellen Risikofaktoren können so herausgefunden werden. Ein Risikoprofil kann anhand von SCORES (Rangtabellen) erstellt werden. Typische Fragen an den Betroffenen sind:

  • Gibt es bereits eine Herzerkrankung/Voruntersuchungen am Herzen?
  • Nehmen Sie Medikamente/wurden Sie operiert
  • Welche Risikofaktoren (Rauchen, Blutfette, Übergewicht, Bewegungsmangel, Alter, Geschlecht, Blutdruck etc.) treffen auf Sie zu?
  • Besteht Angina pectoris (mit genauer Schilderung der Symptome, Stärke, Ausstrahlung, Dauer und Auslöser wie Bewegung, Stress, Kälte)
  • Reagiert die Angina pectoris auf die Gabe von Nitraten (Unterscheidungskriterium stabile/instabile Angina pectoris, bei instabiler Angina pectoris muss ins Krankenhaus eingewiesen werden!
  • Treten andere Symptome auf wie Luftnot, Husten, plötzlicher Leistungsabfall, Herzstolpern, Schwindel?
  • Nach der familiären Vorbelastung (Herzinfarkt, Herzkrankheiten in der Familie) wird gefragt
  • Die Berufliche Situation und Stressauslöser müssen ergründet werden.

Körperliche Untersuchung

Das Abhören (Auskultation) und Abklopfen (Palpation) von Herz und Lunge gibt dem erfahrenen Kardiologen (Facharzt für Herzkrankheiten) oft mehr und andere Informationen über den Zustand der Organe als moderne Diagnosetechniken. Herzklappenfehler, Lungenvorerkrankungen oder Lungenstau (der vom Herz ausgehen kann) können so erkannt werden. Leider wird der nötige Ganzkörperstatus (Untersuchung sämtlicher Körperorgane) oft in der Hektik des Klinikalltags vernachlässigt. Zeichen der Herzschwäche können z.B. an Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme) erkannt werden.

Ferner sind Größe, Gewicht und die Ermittlung von Body-Mass-Index (BMI), Bauch-Taillen-Hüftumfang, Puls und besonders die Blutdruckmessung unerlässlich.

EKG (Elektrokardiogramm)

Das EKG zeichnet Herzströme auf. Ein Ruhe-EKG zeigt oft keine KHK an, jedoch einen Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen. Die Koronare Herzkrankheit kann im Belastungs-EKG erkannt werden. Hier fährt der Betroffene während der Aufzeichnung auf dem Fahrradergometer. Der provozierte Sauerstoffmangel des Herzmuskels kann im Belastungs-EKG sichtbar werden.

Herzultraschall (Echokardiographie)

Der geschwächte Mensch kann während der Untersuchung liegend Fahrrad fahren – in der Stress-Echokardiographie des Herzens werden Kontraktionsstörungen (wo sich der Muskel nicht zusammenziehen kann) sichtbar. Dort fehlt durch Arteriosklerose die Dehnbarkeit der Gefäßwand.

Labor

Aus der Blutentnahme werden Werte bestimmt für:

  • Blutfette (Gesamtcholesterin, HDL/LDL-Cholesterin, Triglyceride)
  • Blutzuckerwerte
  • Serum-Elektrolyte, Nierenfunktion, Schilddrüsenfunktion
  • Neue Risikofaktoren für KHK: Lp(a), Homocystein, Fibrinogen, hs-CRP (C-reaktives Protein)

Bildgebende Verfahren

Ein Röntgenbild vom Brustkorb grenzt Lungenkrankheiten ab. Die Myokardszintigraphie gibt Auskunft über die Herzdurchblutung. Eine leicht radioaktive Substanz wird dazu in die Blutgefäße gespritzt. Weitere moderne bildgebende Verfahren sind das Cardio-MRT oder –CT und die Positronen-Emissions-Tomographie, letzteres gibt Aussagen über die Prognose für die Herzmuskelarbeit nach einer Operation.

Herzkatheter (Koronarangiographie)

Die Herzkatheter Untersuchung ist eine der wichtigsten in der Diagnose der KHK. Über ein Blutgefäß in der Leiste wird ein Schlauch (Katheter) bis in die Herzkranzgefäße vorgeschoben und ein Kontrastmittel eingespritzt. In einer Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen kann der Verlauf der Herzkranzgefäße sehr direkt beurteilt werden und. festgestellt werden, welche(r) der drei Hauptäste betroffen ist. Nicht immer ist diese Untersuchung nötig, v.a. bei stabiler Angina pectoris und gutem Ansprechen auf Medikamente. Zur Entscheidung für oder gegen eine Operation ist die Koronarangiographie unerlässlich.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.