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Heuschnupfen Ursachen

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2018-04-1313.04.2018
Heuschnupfen Ursachen Fotolia_©-doris-oberfrank-list

Überreaktion des Immunsystems auf Pollen

Heuschnupfen tritt saisonal auf – je nach dem welcher Baum oder welche Pflanze gerade blüht. Am häufigsten ist die Allergie auf Gräserpollen. Doch auf was reagiert mancher Mensch so empfindlich?

Die Pollenallergie ist eine Allergie vom Soforttyp und zählt zu den Typ-I Allergien. Die in der Luft fliegenden Pollen enthalten bestimmte Eiweiße, die Allergene. Wenn die Pollen auf die Nasenschleimhäute treffen, reagiert das Immunsystem auf diese Allergene, da es sie als fremd erkennt. IgE-Antikörper werden gebildet. Bei wiederholtem Kontakt der Pollen mit den Nasenschleimhäuten stehen diese IgE-Antikörper bereit. Sie aktivieren spezielle weiße Blutkörperchen, die Mastzellen. Diese schütten einen Botenstoff aus namens Histamin. Durch Histamin kommt es zu einer Entzündungsreaktion an den Nasenschleimhäuten und Bindehäuten des Auges mit Weitstellung der kleinen Blutgefäße und Schwellungen der Schleimhäute. Die typischen Allergiesymptome mit Niesen, Rötung und Juckreiz treten auf.

Dabei ist einmal die Pollenmenge ausschlaggebend für das Auftreten von Heuschnupfen. 5 bis 50 Pollenkörner genügen jedoch schon bei Sensibilisierten! Und Pollen können extrem weit fliegen, mehrere hundert Kilometer schaffen sie mit dem Wind. Es kann also vorkommen, dass der Birken-Allergiker in seiner Gegend noch gar keine blühenden Birken sieht, jedoch durch den Pollenflug von Birken aus einer anderen Region Heuschnupfen hat. Und die Pollen selbst können unterschiedlich aggressiv sein, nicht immer ist die Pollenmenge entscheidend.

Was ist ein Atopiker?

Nicht jeder entwickelt eine Allergie auf umherfliegende Pollen. Es muss eine erbliche Veranlagung zu einer „Atopie“ (körperliche Bereitschaft für Allergien vom Sofort-Typ) vorliegen. Sind die Eltern Allergiker, so entwickeln auch ihre Kinder häufig Allergien. Zum Formenkreis der Atopien, die alle auf demselben Reaktionsprinzip beruhen gehören drei Krankheiten:

  • Neurodermitis
  • Heuschnupfen
  • Allergisches Asthma

Man sieht häufig dass von Heuschnupfen Betroffene auch noch eine andere Atopie haben. Der Heuschnupfen entwickelt sich meist zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr. Im Laufe der Jahre kann es zu einem sogenannten „Etagenwechsel“ kommen – anstelle der Schleimhäute der oberen Atemwege (Nase, Rachen) sind dann die Bronchien betroffen – das allergische Asthma ist entstanden.

Kreuzallergien

Nicht selten kommt es im Verlauf bei Menschen mit Heuschnupfen zur Entwicklung von Nahrungsmittelallergien. Das liegt daran, dass bestimmte Lebensmittel ganz ähnliche Eiweiße (Allergene) enthalten wie die der Pollen auf die der Betroffene mit Heuschnupfen reagiert.

Diesen Mechanismus nennt man deshalb Kreuzallergie.

  • Liegt eine Allergie auf Birke, Erle und Hasel vor, kommt es häufig zu Nahrungsmittelallergien auf: Haselnuss, Paranüsse, Mandel, Walnuss, Apfel, Birne, Pfirsich, Pflaume, Aprikose (Kernobst und Steinobst), Kartoffel, Sellerie, Karotte, Kiwi.
  • Wiesengräser-Allergie löst auch Unverträglichkeit aus auf: Tomate, Erdnuss, Kartoffel, Roggen, Weizen, Soja
  • Beifuß-Pollinose kreuzt sich mit: Karotte, Sellerie, Petersilie, Dill, Anis, Kümmel, Kamille, Pfeffer, Paprika, Senfsaat

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Umweltfaktoren

Warum haben Heuschnupfen und andere Allergien gerade bei Städtern und in den Industrienationen in den letzten Jahrzehnten so stark zugenommen? Nicht nur Erbfaktoren, auch Umweltfaktoren, sprich unsere moderne Lebensweise und Ernährung hat die Häufigkeit von Allergien gefördert. Langzeitstudien zeigten, dass Kinder deren Eltern Raucher sind, die nicht gestillt wurden, die mit Fast Food und den falschen Fettsäuren aufgewachsen sind sehr viel häufiger Allergien wie Heuschnupfen oder allergisches Asthma entwickelten. Auch eine hygienische Umgebung fördert die Entwicklung von Allergien. Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen haben viel seltener Heuschnupfen und Allergien – ihr Immunsystem bekommt früh viel zu tun und wird richtig trainiert.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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