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Heuschnupfen Therapie

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2018-04-1313.04.2018
Heuschnupfen Therapie Fotolia_©-blas

Allergenkarenz, Medikamente und Hyposensibilisierung

Heuschnupfen kann zu leichten bis sehr starken Beschwerden führen. Je nach dem wird der Betroffene sich verhalten – manche Menschen ziehen sich in der Pollensaison völlig in ihr Zimmer zurück oder brauchen starke Medikamente um die Allergie zu unterdrücken. Anderen geht es besser und sie benötigen nur ein Nasenspray.

Drei Säulen gibt es in der Behandlung von Heuschnupfen:

  • Allergenkarenz (Pollen vermeiden)
  • Therapie mit Medikamenten
  • Hyposensibilisierung

Vorbeugen und den Pollen ausweichen – leichter gesagt als getan

Menschen mit Heuschnupfen sollten in der Zeit des Pollenflugs den Kontakt der Pollen mit der Nasenschleimhaut möglichst vermeiden. Diese Allergenkarenz kann dem wiederholten Auftreten von Heuschnupfen vorbeugen und vermeiden dass der Heuschnupfen mit den Jahren schlimmer wird. Leichter gesagt als getan, denn die winzigen Pollenkörner fliegen zur Blütezeit überall in der Luft und noch dazu hunderte von Kilometern.

  • Wenn es ihnen möglich ist empfiehlt sich zur Zeit „ihrer“ Pollen eine Reise ans Meer oder ins Hochgebirge.
  • Wenn sie zu Hause bleiben müssen dann vermeiden Sie das Lüften und halten die Fenster auch nachts geschlossen. In der Stadt können Sie kurz morgens zwischen 6 und 8 Uhr lüften, auf dem Land abends ab 19 Uhr.
  • An trockenen und windigen Tagen sollten Sie sich nicht draußen aufhalten, verschieben Sie ihre Spaziergänge auf die Regentage, wo die Pollenkonzentration deutlich sinkt.
  • Waschen Sie sich täglich die Haare und ziehen Sie ihre Kleidung nicht im Schlafzimmer aus. Auch Wäschetrocknen im Garten ist nicht empfehlenswert.
  • Für die Autofahrt gibt es spezielle Partikelfilter, für den Staubsauger spezielle Staubfilter.
  • Wenn Sie Kreuzallergien auf Nahrungsmittel haben, sollten Sie auch diese gezielt herausfinden und aus ihrem Ernährungsplan streichen.
  • Eine gesunde Ernährung und das Vermeiden von Tabakrauchen beugen Allergien vor, sowohl für sich als auch für Ihre Kinder.
  • Stillen Sie ihre Kinder, das hilft ihrem Immunsystem im späteren Leben keinen Heuschnupfen zu entwickeln.

Medikamente bei Heuschnupfen

Die meisten Menschen können den Pollen nicht perfekt ausweichen, denn niemand kann sein Leben und seine Verpflichtungen zur Pollenflugzeit so ohne weiteres unterbrechen. Dann helfen Medikamente die allergische Reaktion zu unterdrücken.

  • Zwei bis drei Wochen vor ihrer Pollensaison täglich eingenommen können Mastzellstabilisatoren vorbeugend helfen.
  • Bei leichten Beschwerden helfen abschwellende Nasensprays und Augentropfen. Sie sollten diese Präparate jedoch nur maximal eine Woche anwenden, da es sonst zu einer Degeneration der Nasenschleimhäute mit einem medikamentös ausgelösten Dauerschnupfen kommen kann. Unschädlich sind Spülungen mit Kochsalzlösung und Nasenduschen, weniger ist manchmal mehr!
  • Antihistaminika heißt die Gruppe der Wirkstoffe, die durch Histamin ausgelöste allergische Reaktionen direkt unterdrückt. Auch davon gibt es Nasensprays und Augentropfen. Bei stärkeren Allergien gibt es Tabletten in der Apotheke.
  • Kortison lässt sich manchmal nicht vermeiden, ist jedoch für die sehr starken Allergien reserviert. Diese nebenwirkungsreichen Medikamente verordnet nur der Arzt.

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Die Hyposensibilisierung

Sie wird auch spezifische Immuntherapie (SIT) genannt. Bei dieser Methode wird die Ursache behoben – die Überreaktion des Immunsystems auf die Pollen wird nach und nach beseitigt. Dabei wird der Allergiker wiederholt über drei bis fünf Jahre mit dem Allergen als Extrakt in Kontakt gebracht. Hierfür spritzt der Arzt ganzjährig in regelmäßigen Abständen den Pollenextrakt in steigender Dosierung unter die Haut. Der Patient bleibt noch eine halbe Stunde in der Praxis um starke allergische Reaktionen auszuschließen. Das Abwehrsystem wird auf diese Weise „umtrainiert“. Für Birkenpollen, Gräserpollen, Beifußpollen und andere gibt es gute Erfolge.

Eine andere Methode ist die Gabe von Tropfen unter die Zunge. Die Methode eignet sich besonders für Kinder, die Angst vor Spritzen haben.

Menschen mit Allergie auf das Wiesenlieschgras desensibilisiert man mit wiederholten Gaben einer Gräsertablette.

Link- und Buchtipps:
  • www.pollenstiftung.de - Deutscher Polleninformationsdienst mit Pollenflugvorhersage für Betroffene
  • „Allergien müssen nicht sein. Ursachen und Behandlung von Neurodermitis, Hautausschlägen, Ekzemen, Heuschnupfen und Asthma“ von Dr. med. M. O. Bruker und Ilse Gutjahr (Emu Verlag, 13. Auflage 2011)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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