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Ursachen für Herzrhythmusstörungen

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 22.09.2013
Ursachen für Herzrhythmusstörungen

Stress, Krankheiten, Drogen – viele Auslöser, viele Formen

Herzrhythmusstörungen können harmlose oder nervös bedingte Ursachen haben oder auf schwere Grunderkrankungen sowie Drogenmissbrauch hinweisen. Warum ist es so wichtig, dass unser Herz regelmäßig schlägt?

Der Herzschlag ist eine gezielte Kontraktion des Herzmuskels, der damit das Blut aus den Herzkammern in den Blutkreislauf pumpt. Die Erregung, die dafür nötig ist, entsteht im Herzen selbst, im Sinusknoten. Dieser leitet die Erregung über zwei „Kammerschenkel“ weiter. Dadurch werden die zwei Vorhöfe und die zwei Herzkammern in einem genau koordinierten zeitlichen Erregungsablauf so zur Kontraktion (Zusammenziehen des Herzmuskels) aktiviert, dass das Blutvolumen gut ausgeworfen werden kann. Das Herz enthält also sein eigenes Erregungszentrum und kann sich selbst steuern, ist jedoch anfällig gegenüber Störungen. Das autonome, vegetative Nervensystem hat mit Einfluss auf die Erregung im Sinusknoten des Herzens, sowie auf alle unbewusst gesteuerten „vegetativen“ Funktionen (Verdauung, Harndrang, Schweiß, Temperatur).

Bestenfalls spüren wir nur subjektiv ein Herzstolpern, einen zusätzlichen Herzschlag (Extrasystole) oder ein Herzrasen, was aber keine Auswirkungen auf die Herzfunktion haben muss. Schlimmstenfalls jedoch können Herzrhythmusstörungen zur Folge haben, dass sich die Herzkammern nicht mehr geordnet zusammenziehen und die Pumpfunktion ausfällt – eine lebensbedrohliche Komplikation.

Welche Herzrhythmusstörungen gibt es?

Grundsätzlich teilt man drei Arten von Herzrhythmusstörungen ein, die unterschiedliche Störungen auslösen können:

  • Tachykardie (zu schneller Herzschlag, mehr als 100 Schläge pro Minute)
  • Bradykardie (zu langsamer Herzschlag, weniger als 60 Schläge pro Minute)
  • Arrhythmie (unregelmäßiger Herzschlag).

Wichtig für die Einteilung ist auch der Entstehungsort, ob im

  • Sinusknoten
  • den Vorhöfen
  • den Herzkammern
  • in der Weiterleitung vom Sinusknoten in die Vorhöfe (Sinusatrial, SA)
  • oder von den Vorhöfen in die Kammern (Atrioventrikulär, AV-Knoten).

Darüber definieren sich die verschiedenen Herzrhythmusstörungen:

Zu den Tachykardien zählen:

  • Vorhofflimmern (zu schnelle, unkoordinierte Kontraktionen im Vorhof)
  • Supraventrikuläre Tachykardie (zusätzliche Impulse in den Vorhöfen, die zu Herzrasen führen)
  • Ventrikuläre Tachykardie (zusätzliche Impulse in den Kammern, die zu Herzrasen führen und sehr gefährlich sind)
  • Kammerflimmern (die Kammern zucken unkoordiniert circa 300-mal pro Minute. Dies ist lebensbedrohlich, da keine Pumpleistung mehr erfolgt. Das Herz steht quasi still.)
  • Wolff-Parkinson-White Syndrom – ein Anlagefehler der seit Geburt besteht – eine zusätzliche Erregungsleitung führt zu zusätzlichen Herzschlägen

Die allermeisten Bradykardien sind bedrohlich:

  • Sick-Sinus-Syndrom (die Sinusknotenfunktion ist gestört)
  • SA-Block (die Leitung zwischen Sinusknoten und Vorhöfen ist blockiert)
  • AV-Block (die Leitung zwischen Vorhöfen und Kammern ist blockiert)
  • Asystolie (das Herz schlägt mehr als 3 Sekunden lang nicht)

Unter Arrhythmien versteht man die Extrasystolen. Diese zusätzlichen Herzschläge kommen bei Bradykardien und Tachykardien vor und äußern sich z.B. als Herzstolpern.

Ursächliche Faktoren:

Verschiedene Kategorien kommen als Auslöser für Herzrhythmusstörungen in Frage. Man unterscheidet

  • Herzkrankheiten: Koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt (durch Narben im Herzgewebe), Herzschwäche (Herzinsuffizienz, Kardiomyopathie), Herzklappenfehler, Herzmuskelentzündung
  • Stoffwechselkrankheiten: Schilddrüsenunterfunktion und –überfunktion, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Unterzucker (Hypoglykämie) z.B. durch zu hohe Insulingabe
  • Mangelzustände: Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium sind wichtig für die Erregungsbildung im Herz. Mangelerscheinungen entstehen bei Mangelernährung, starkem Untergewicht (Anorexia nervosa) oder Alkohol- und Drogenmissbrauch.
  • • Andere Krankheiten: Lungenembolie (ein Blutgefäß der Lunge wird durch ein Blutgerinnsel verlegt, lebensbedrohlich!), Schlafapnoe (Atemstillstände während des Schlafs), Wolff-Parkinson-White Krankheit (angeborener Anlagefehler der Erregungsleitung im Herz)
  • Risikofaktoren: Alter, ungesunde Lebensweise die zu Übergewicht, Bluthochdruck und Arteriosklerose (Gefäßwandverkalkung) führt.
  • Sport: ein gut trainiertes Herz führt zu einem langsameren Herzschlag (Bradykardie). Dies ist jedoch keine Krankheit! Man spricht auch von „Sportlerherz“.
  • Drogenkonsum: dazu zählen sowohl Kaffee (Koffein), Tabakrauchen (Nikotin) und Alkohol, als auch Kokain, Ecstasy und anderer Drogenmissbrauch.
  • Medikamente: trizyklische Antidepressiva (bestimmte Medikamente gegen Depression), Digitalis (bei Herzschwäche eingesetzt), bestimmte Blutdrucksenker, Asthmasprays, Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen
  • Stromschlag (Elektrounfall)
  • Psychische (seelische) Krankheiten (Angst- und Panikstörungen, Herzangstneurose
  • Stress (beruflich, sozial oder familiär bedingt)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.