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Herzrhythmusstörungen Therapie

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 22.09.2013
Herzrhythmusstörungen Therapie

Vielfalt statt Einheit – von der Operation bis zu Entspannungsverfahren

Für Herzrhythmusstörungen gibt es nicht eine Therapie – je nach Art der Störung und Grundkrankheit muss behandelt werden, denn nur so können die Beschwerden gelindert werden. Behandelt werden kann mit Gabe von Medikamenten, einer Operation, einer Gesprächstherapie oder der Motivation zum besseren Umgang mit Stress.

Besteht eine Herzkrankheit wie KHK (Koronare Herzkrankheit), Herzklappenfehler oder Herzschwäche, so muss diese dringend behandelt werden. Eine Schilddrüsenunterfunktion wird mit Schilddrüsenhormonen, eine Schilddrüsenüberfunktion mit Medikamenten therapiert. Manchmal werden Rhythmusstörungen durch Medikamente oder Schilddrüsenhormone ausgelöst – dann müssen diese reduziert oder durch besser verträgliche Medikamente ersetzt werden. Schlafapnoe behandelt man mit einer speziellen Atemmaske die nachts getragen wird und der Reduktion von Übergewicht. Ein Diabetes (Zuckerkrankheit) muss gut medikamentös oder mit Insulin „eingestellt“ werden, um einen gesunden, stabilen Blutzuckerwert zu erreichen). Eine Suchterkrankung erfordert Entzug und eine Entwöhnungstherapie.

Medikamente (Antiarrhythmika)

Ob ein Rhythmusstörung reduzierendes Medikament (Antiarrhythmikum) eingesetzt werden muss, hängt von Ursache und Gefährlichkeit der jeweiligen Rhythmusstörung ab. Da die Medikamente selbst Rhythmusstörungen verursachen können und Nebenwirkungen haben, sollte dies gut abgewogen werden. Bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kann ein plötzlicher Herzstillstand durch Medikamente vermieden werden. Man unterscheidet:

  • Klasse l: Natriumkanalblocker (z.B. bei Kammerflimmern, supraventrikulären Tachykardien)
  • Klasse ll: Beta-Blocker (auch Blutdrucksenker; sinnvoll bei Koronarer Herzkrankheit)
  • Klasse lll: Kaliumkanalblocker (eher Reservemittel für Tachykardien, wenn andere Medikamente nicht ansprechen)
  • Klasse lV: Kalziumkanalblocker (werden auch bei Angina pectoris-Anfällen (Brustenge mit Herzschmerz) und Bluthochdruck eingesetzt)
  • Parasympatholytika und Sympathomimetika: Parasympatholytika und Sympathomimetika:
  • Digitalis-Präparate (Herzglykoside): bei Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und zur Behandlung von Tachykardien (zu schneller Herzschlag) der Vorhöfe.
  • Medikamente zur Blutverdünnung können sehr wichtig sein um die Komplikation von Blutgerinnseln mit Gefahr des Schlaganfalls zu vermeiden!

Chirurgische Therapie:

Bei gefährlichen, bradykarden (langsamen) Herzrhythmusstörungen muss ein Herzschrittmacher in einer Operation eingesetzt werden. In vielen Fällen verlängert dieser chirurgische Eingriff die Lebenserwartung. Andere Möglichkeiten sind der Cardioverter (ICD) bei Tachykardien in den Herzkammern, oder Eingriffe bei denen das verursachende Herzmuskelgewebe entfernt wird.

Behandlung funktioneller Herzrhythmusstörungen:

Sind Herzstolpern und Herzrasen nervös bedingt, so dürfen keine Herzmedikamente verordnet werden. Hier ist das ärztliche Gespräch gefragt, um dem Betroffenen zur Krankheitseinsicht zu verhelfen, dass er seelisch, nicht körperlich krank ist. Daran kann sich eine Psychotherapie mit begleitenden Entspannungsverfahren und Bewegungstherapie anschließen. Wichtig ist für den Betroffenen, die zugrundeliegenden ungelösten Konflikte zu verarbeiten und neues Selbstvertrauen zu gewinnen, nur so kann er sich von „seinen“ Herzbeschwerden befreien.

Vorbeugen

Herzrhythmusstörungen kann man vorbeugen, indem man ihren Ursachen vorbeugt.

  • Gesunde Lebensweise mit ausgewogener, vollwertiger Ernährung, die möglichst salzarm ist und viel ungesättigte (pflanzliche) Fette enthält schützt vor Arteriosklerose (Gefäßwandverkalkung) und Bluthochdruck, die zu Herz- und Gefäßerkrankungen und letztlich Herzrhythmusstörungen führen können.
  • Übergewicht abbauen schützt vor erhöhten Blutfetten mit Folgekrankheiten für Herz und Kreislauf, und beugt Schlafapnoe vor.
  • Sport stärkt das Herz – die „Sportlerbradykardie“ ist die einzig gesunde Form einer Bradykardie. Ausdauertraining wie Walking, Jogging oder Fahrradfahren schützen vor Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen.
  • Tabakrauchen schädigt Gefäßwände und Lunge, Alkohol schwächt den Herzmuskel direkt, andere Drogen können gefährliche Herzrhythmusstörungen provozieren – bei Suchtgefährdung oder Suchterkrankung gilt es, sich rechtzeitig therapeutische Hilfe zu holen!
  • Entspannungsverfahren erlernen wie Autogenes Training oder Yoga und ein gesunder Umgang mit Stress helfen, schwierige Lebenssituationen besser zu bewältigen und langfristig nervös bedingte (funktionelle) Krankheiten zu vermeiden.
Link- und Buchtipps:
  • Deutsche Liga zur Bekämpfung von Herzrhythmusstörungen e.V. mit Broschüre Link
  • „Herzrhythmusstörungen: Gesundheitsgespräch“ von Dr. med. M. Koch, W. Buchberger (GU Ratgeber, Gräfe und Unzer Verlag, 1. Auflage 2008)
  • „Vorhofflimmern: Unterschätzte Herzrhythmusstörung“ von B. Lazan (Fast Book Publishing, 1. Auflage 2011)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.