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Herzrhythmusstörungen Pflanzliche Wirkstoffe

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 22.09.2013
Herzrhythmusstörungen Pflanzliche Wirkstoffe

Hilfe bei nervösen Herzrhythmusstörungen

Mit pflanzliche Wirkstoffen kann man keine gefährlichen Herzrhythmusstörungen behandeln – einzig Besenginsterkraut besitzt eine gewisse Wirkung auf das Reizleitungssystem des Herzens, hilft jedoch wie die anderen Heilpflanzen „nur“ bei den Herzrhythmusstörungen, die nervös bedingt sind.

Gerade bei nervösen (funktionellen) Herzbeschwerden können Heilpflanzentherapien sehr hilfreich sein! Wichtig ist es, den Betroffenen darüber zu informieren dass diese Art von Herzrhythmusstörungen harmlos für seine Herzgesundheit ist, und sich meist eine seelische Krankheit dahinter verbirgt.

Hilfe auf einen Blick:
  • Besenginsterkraut hilft bei nervösen Herzrhythmusstörungen durch eine leichte Gegenregulierung auf übererregte Reizleitungsbahnen im Herzen.
  • Weißdornblätter mit –blüten kann man als den Heilpflanzenextrakt fürs Herz ansehen – seine herzstärkende Wirkung kann auch bei nervösem Herzklopfen helfen. Die Einnahme sollte langfristig über mehrere Monate oder Jahre erfolgen.

Besenginster

Der blühende Besenginsterstrauch ist kaum zu übersehen – denn er wächst in Gruppen wie ein gelber Teppich in der Sommerlandschaft. Sein Name kommt von seinem Verwendungszweck als Besen – doch auch als Heilpflanze ist das Besenginsterkraut seit dem Mittelalter bekannt, wo er bei vielfältigen Leiden für Leber, Milz und Nieren Verwendung fand.

Heute wird der Besenginsterkraut-Extrakt nur noch bei nervösen Herzrhythmusstörungen, begleitet von einem niedrigen Blutdruck eingesetzt. Denn über sein Alkaloid Spartein kann man seine schwach antiarrhythmische Wirkung bei Tachykardien (zu schnellem Herzschlag) erklären. Spartein blockiert die Natriumkanäle im Reizleitungssystem des Herzens und kann daher die Erregbarkeit des Herzens senken – soweit, dass Menschen mit nervösen Herzbeschwerden Erleichterung verspüren.

Als Fertigpräparat (nur als homöopathisches Mittel erhältlich z.B. Tropfen), in denen Spartein möglichst gleichmäßig enthalten ist, wirkt Besenginsterkraut-Extrakt am besten.

Weißdorn

Weißdorn imponiert nicht nur dem Spaziergänger als weiß blühender Strauch an Wegesrändern und als Hecken – er ist schon in der europäischen Volksheilkunde als herzstärkende Heilpflanze bekannt. Mittlerweile weiß man, warum: seine Hauptwirkstoffe Hyperosid, Vitexin und Rutin entlasten das schwache Herz indem sie den Herzmuskel kräftigen.

Bei leichter Herzinsuffizienz (Stadium l-ll) und Koronarer Herzkrankheit (KHK) können Weißdornblätter- und blüten-Extrakte daher hilfreich sein. Die Entlastung ist spürbar. Dadurch kann eine Erleichterung von Herzrasen und Herzstolpern erzielt werden, was ihren Einsatz bei nervös bedingten Herzrhythmusstörungen sinnvoll macht. Fertigpräparte, z.B. Tabletten sollten über mindestens sechs Wochen, oder vorbeugend über Monate und Jahre eingenommen werden.

Adonisröschen

Adoniskraut ist der pflanzliche Wirkstoff des im Frühling blühenden Adonisröschens. Es enthält Herzglykoside und Flavonoide, weswegen es bei leichter Herzschwäche (Herzinsuffizienz) mit begleitenden Herzrhythmusstörungen oder bei funktionellen Rhythmusstörungen verordnet werden kann. Dies sollte beim Arzt geschehen, denn zusammen mit chemischen Digitalis-Präparaten oder bei behandlungsbedürftigen Herzrhythmusstörungen darf es nicht zum Einsatz kommen.

Pflanzliche Wirkstoffe bei nervösen Herzbeschwerden

Pflanzliche Wirkstoffe bei nervösen Herzbeschwerden: Kombinieren kann man die aufgeführten pflanzlichen Wirkstoffe auch mit Extrakten aus Herzgespannkraut, Baldrianwurzel, Hopfenzapfen und Melissenblättern, die bei nervösen Herzbeschwerden mit Herzrasen und Herzstolpern, Unruhe und Schlafstörungen eine beruhigende Wirkung haben.
Quellen:
  • Innere Medizin (Classen, Diehl, Kochsiek; Urban & Schwarzenberg Verlag)
  • Pharmakologie und Toxikologie (Oberdisse, Hackenthal, Kuschinsky; Springer Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Urania Pflanzenreich – Blütenpflanzen 1+2 (Urania Verlag)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.