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Herzinsuffizienz Ursachen

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 22.09.2013
Herzinsuffizienz Ursachen

Vielfältig und vielgestaltig

An der Entstehung einer Herzinsuffizienz können alle der vorhergehend (Grundlagen) erwähnten Strukturen (Herz, Blutgefäße, Klappen und das Blut an sich) beteiligt sein oder ihr sogar zu Grunde liegen:

  • 1
    Der Herzmuskel
    Wird der Muskel geschädigt, nimmt seine Kraft und Koordinationsfähigkeit ab und die Pumpleistung sinkt. Eine Schädigung kann durch verschiedenste Mechanismen wie die Verstopfung der den Muskel versorgenden Arterien (koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt), eine Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis), eine Infektion oder jahrelange Überbelastung (z.B. bei Bluthochdruck) zustande kommen. Eine Besonderheit des Herzens besteht darin, dass es eigenständig und unabhängig von äußeren Steuerungsmechanismen schlägt. Diese Aufgabe wird vom sogenannten Reizbildungs- und Reizleitungssystem verrichtet. Wird dieses System geschädigt, kann es zu einer starken Erhöhung („Tachykardie“), Erniedrigung („Bradykardie“) oder Beeinträchtigung der zeitlichen Koordination („AV-Block“) des Herzrhythmus kommen, diese Zustände können ebenfalls zu einer ungenügenden Pumpleistung und damit zu einer Herzinsuffizienz führen. Weiterhin kann in seltenen Fällen eine krankhafte Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel („Herzbeuteltamponade“) die Pumpfunktion des Herzens beträchtlich herabsetzen.
  • 2
    Die Blutgefäße
    Eine sehr weit verbreitete Krankheit ist der Bluthochdruck. Muss das Herz jahrelang gegen einen erhöhten Druck anpumpen, wird es diese Mehrarbeit eine gewisse Zeit durch die Steigerung der Muskelmasse kompensiert, womit die Probleme jedoch mitnichten gelöst sind. Im Laufe der Jahre ermüdet der Muskel schneller als normal und leiert gewissermaßen aus, was wiederrum in einer schlechten Pumpfunktion mündet. Des Weiteren gibt es angeborene „Fehler“ der Blutgefäße bei denen sie an bestimmten Stellen verengt sind (z.B. „Aortenstenose“), was den Widerstand gegen den das Herz arbeiten muss, erhöht und ebenfalls zu einer vorzeitigen Ermüdung des Muskels führen kann.
  • 3
    Das Klappensystem
    Die Herzklappen nehmen eine äußerst wichtige Position im Blutkreislauf ein. Die Gesamtkonstruktion kann man sich vereinfacht in etwa so vorstellen, dass die Herzkammern, welche das Blut in die großen Gefäße pumpen, dies entgegen der Schwerkraft („nach oben“) tun. Die Klappen am Anfang dieser Gefäße verhindern, bedingt durch ihre Bauart, einen Rückfluss des Blutes gemäß der Schwerkraft in die Herzkammern, sobald selbige es einmal ausgeworfen haben. Die Klappen zwischen Vorhöfen und Kammern verhindern den Rückstrom des Blutes in die Vorhöfe. Ohne sie würde der von den Kammern aufgebaute Druck während der Kontraktionsphase das Blut nicht nur in die abführenden Arterien sondern auch wieder zurück in die Vorhöfe pumpen, aus denen es ja ursprünglich kam und damit die Herzarbeit ziemlich ineffektiv machen. Fehlfunktionen auf der Ebene der Herzklappen sind entweder durch eine schlechte Öffnung der Klappen bedingt („Stenose“ – meist angeboren) bei der das Herz während der Anspannungsphase gegen einen höheren Druck arbeiten muss (Stenose der Klappen der abführenden Gefäße) oder während der Entspannungsphase unzureichend gefüllt wird (Stenose der Klappen zwischen Vorhof und Kammer) oder entstehen durch einen ungenügenden Schluss der Klappen („Insuffizienz“ – meist im Rahmen einer Entzündung) durch den der Blutfluss nicht mehr nur in eine Richtung stattfindet und somit ineffektiv wird.
  • 4
    Das Blut
    Befindet sich der menschliche Körper im Zustand der Blutarmut (Anämie) stehen weniger rote Blutkörperchen zur Verfügung als normalerweise. Da der Bedarf an Sauerstoff jedoch in diesem Fall trotz mangelnder Transportkapazitäten gleich bleibt, wird er durch eine schnellere Zirkulation der Sauerstoffträger (und daraus folgend schnellerer Aufnahme und Abgabe von Sauerstoff) gedeckt. Das Herz muss das vorhandene Blut schneller als normalerweise durch den Kreislauf pumpen. Es resultiert eine Mehrarbeit und eventuell daraus folgend eine relative Herzinsuffizienz.
  • 5
    Weitere Ursachen
    Ein krankhaft gesteigerter Bedarf an Sauerstoff durch erhöhten Verbrauch desselben wie er z.B. bei der Schilddrüsenüberfunktion besteht kann ebenso zu einer Herzinsuffizienz führen wie der Einfluss von verschiedenen, giftigen Substanzen, z.B. Alkohol oder Kobalt. Des Weiteren existieren verschiedenste Systemerkrankungen (Erkrankungen, die mehrere Organsysteme betreffen z.B. Morbus Wilson, Hämochromatose, neuromuskuläre Erkrankungen etc.pp) die das Herz schädigen und in seiner Funktion einschränken können. Interessierte mögen sich bitte an den weiterführenden Links orientieren.

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