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Pflanzliche Wirkstoffe bei Herzinsuffizienz

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 22.09.2013
Pflanzliche Wirkstoffe bei Herzinsuffizienz

Heilpflanzen als Vorbild für die moderne Herzmedizin

Die Natur bietet eine Fülle verschiedener Alternativen und Ergänzungen zu den in der Schulmedizin eingesetzten Medikamenten. Teilweise werden diese direkt zur Behandlung der Herzschwäche eingesetzt, vor allem in den Anfangsstadien. Einen weitaus größeren Beitrag können sie jedoch zur Prävention von ursächlichen Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck leisten. Dieser Umstand erklärt sich schon allein durch die Tatsache, dass im Rahmen einer medikamentösen Therapie eine exakte Dosierung der Wirkstoffe entscheidend ist, was mit naturbelassenen Produkten nicht möglich ist.

Im Zusammenhang mit pflanzlichen Wirkstoffen taucht der Begriff der Digitalisglykoside sehr häufig auf. Er beschreibt eine ganze Gruppe von Wirkstoffen, die von einigen Pflanzen gebildet werden, aber auch von Tieren (z.B. Kröten und Schlangen). Der Name bezieht sich auf das Vorkommen im roten Fingerhut (Digitalis purpurea), korrekter wäre eigentlich die Bezeichnung“ herzwirksame Glykoside“, da im roten Fingerhut nur ein Teil der bekannten Wirkstoffe vorkommt.

Diese chemisch hochkomplexen Moleküle bewirken über verschiedene Mechanismen eine Steigerung der Kontraktionskraft des Herzens und eine Beeinflussung des Reizbildungs- und Reizleistungssystems des Herzens. In gereinigter Form finden heutzutage nur noch zwei herzwirksame Glykoside in der Schulmedizin Verwendung: Digoxin und Digitoxin. Das Spektrum der Wirkstoffe in den naturbelassenen Produkten ist natürlich wesentlich breiter.

Natürliche Hilfe bei Herzschwäche

Alle erwähnten Mittel sind weitestgehend frei von Nebenwirkungen, solange eine Überdosierung ausgeschlossen wird (siehe Abschnitt: Therapie – Digitalisglykoside). Beachten Sie bitte, dass die Einnahme pflanzlicher Präparate mit dem Hausarzt abgesprochen werden sollte. 

Adonsiröschen

Adonisröschen (Adonis vernalis)

Die Wirkstoffe dieser Pflanze sind verschiedene Digitalisglykoside, die in gereinigter und konzentrierter Form in der Schulmedizin weit verbreitet sind. Im Bereich der Pflanzenheilkunde werden getrocknete Stengel, Blätter und Blüten des Adonisröschens verwendet. Die Inhaltsstoffe bewirken eine verbesserte Durchblutung des Herzmuskels und eine Ausscheidung von überschüssigem Körperwasser.

Maiglöckchen

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Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Wie das Adonisröschen, der rote Fingerhut und viele andere in Mitteleuropa beheimatete Pflanzen besitzt auch das Maiglöckchen hauptsächlich natürliche Digitalisglykoside. Die verschiedenen Untergruppen bewirken vor allem eine Ausschwemmung von Wasseransammlungen und entfalten eine Beruhigungswirkung. Dies ist bei neurotischen Herzbeschwerden von Vorteil, bei denen die Angst vor Herzproblemen und eine gesteigerte Wahrnehmung des erhöhten Herzschlages oftmals Angst, Aufregung und Nervosität hervorrufen und damit wiederrum zu einer Steigerung des Herzschlages führen. Verwendet wird die gesamte, getrocknete Pflanze.

Weißdorn (Crategus laerigata)

Weißdorn (Crategus laerigata)

Aus den Blüten tragenden Zweigen und den Scheinfrüchten des Weißdorns wird in der Naturheilkunde Tee zubereitet. Zwei Wirkstoffgruppen sind hauptsächlich für die positiven Effekte verantwortlich. Flavonoide bewirken eine Steigerung der Kontraktionskraft des Herzens und Procyanide sind für eine verbesserte Durchblutung des Herzmuskels, sowie eine Senkung des Blutdruckes verantwortlich. Weißdornpräparate in Tablettenform werden regelmäßig bei der Herzinsuffizienz Stadium II in einer Dosierung zwischen 160mg-900mg pro Tag verschrieben.

Knoblauch (Allium Sativum)

Knoblauch (Allium Sativum)

Dieses weitverbreitete Nahrungsmittel dient nicht nur zum Würzen und verfeinern von Speisen. Knoblauch enthält Ajoen (antithrombotische Wirkung), Alliin und Allicin (senken nachweislich die Blutfettwerte, damit das Risiko für Arteriosklerose und Herzinfarkt und daraus folgend das Risiko der Herzinsuffizienz), er ist eine wichtige Quelle für Spurenelemente und wirkt antibakteriell. Viele im Knoblauch enthaltene Stoffe entfalten erst unter Hitzeeinwirkung ihre wohltuenden Wirkungen. Wichtig ist deshalb der möglichst variantenreiche Verzehr (roh, gekocht, gebraten, eingelegt) um das wohltuende Potential dieser Pflanze voll auszuschöpfen.

Quellen:
  • „Innere Medizin – Grundlagen und Klinik innerer Krankheiten“ Stobbe und Baumann (Hrsg.)
  • „Lehrbuch der Phythotherapie“ von Fintelmann und Weiss

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.