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Herzinsuffizienz Kompensation

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-2222.09.2013
Herzinsuffizienz Kompensation

Ein Teufelskreis

Die mangelnde Pumpleistung des Herzens wird von verschiedenen Sensoren im Körper wahrgenommen und es wird umgehend versucht, dieser Unterfunktion entgegenzusteuern. Dieser Zustand kann relativ lange aufrecht erhalten werden, ohne das die Betroffenen unter ihrer Krankheit leiden oder sie überhaupt wahrnehmen. Mediziner sprechen von kompensierter Herzinsuffizienz.

Adrenalin und Noradrenalin

Die mangelnde Auswurfleistung (durch Klappenfehler, Schädigung der Muskulatur, Stenosen, Perikardtamponade – die Ursachen sind sehr vielfältig) wird vom Körper vor allem als sinkender Druck in den Arterien registriert. Der Blutdruck definiert sich über die Wandspannung der Arterien und das pro Zeiteinheit vom Herzen ausgeworfene Volumen. Fällt dieses, reagiert der Körper darauf mit einer Ausschüttung der Hormone Adrenalin und Noradrenalin. In dem gegebenen Fall haben sie zwei Wirkungen: sie Erhöhen die Schlagkraft des Herzens und die Wandspannung der Blutgefäße und bewirken dadurch einer Steigerung des Blutdruckes. Nun ist bei herzinsuffizienten Personen das Schlagvolumen dauerhaft vermindert und der Spiegel des Hormons Noradrenalin konstant erhöht, was zur sogenannten „Downregulation“ der Rezeptoren an denen das Hormon wirken soll führt und letztlich nichts anderes als einen Wirkverlust des Hormons an den Herzmuskelzellen bedeutet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Rezeptoren an den Blutgefäßen über die eine Engstellung selbiger bewirkt wird, von diesem Mechanismus ausgenommen sind. Unterm Strich steht also eine verminderte Kraft des Herzens, die gegen einen erhöhten Druck arbeiten muss.

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Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

Ein weiteres Hormonsystem, welches wie auch das Adrenalin-Noradrenalin-System zur kurz- bzw. mittelfristigen Regulation des Blutdruckes normalerweise (bei Herzgesunden) einen wichtigen Beitrag leistet, wirkt sich im Falle einer bestehenden Herzinsuffizienz wiederrum negativ auf die Gesamtsituation aus. Das sogenannte Renin-Angiotensin-Aldosteron-System. Diese Hormone bewirken auf unterschiedlichen Wegen nicht nur eine Anspannung der Gefäßmuskulatur sondern zusätzlich eine vermehrte Salz- und Wasser-Rückgewinnung in der Niere, deren Ziel eine Steigerung des effektiv zirkulierenden Blutvolumens und damit die Steigerung des Blutdrucks ist. Ein weiterer, ungünstiger Effekt dieses Systems ist, das es einen langsamen Umbau des Herzmuskels bewirkt. Muskelzellen nehmen erst an Größe zu („Hypertrophie“) und werden dann nach und nach durch Bindegewebe ersetzt.

Vereinfacht gesagt, realisiert der Körper bei Herzinsuffizienten nicht, dass das Problem auf der Ebene der Pumpe liegt. Er registriert lediglich den zu niedrigen Blutdruck und reagiert mit einer Erhöhung des Widerstandes und des zirkulierenden Volumens was der schon vorgeschädigten Pumpe lediglich mehr Arbeit macht. Ein wahrer Teufelskreis.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.