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Herpes simplex

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 23.05.2016
Herpes simplex

Es kribbelt, es brennt und schließlich bildet sich das unangenehme Bläschen auf der Lippe: Herpes ist eine ansteckende Infektionskrankheit verursacht durch Herpes-simplex-Viren. Die häufigste Form ist der Lippenherpes, weniger verbreitet ist die Geschlechtskrankheit Genitalherpes – doch die Tendenz ist zunehmend. Immerhin 10 bis 30 Prozent der Bevölkerung tragen Herpesviren in sich. Doch nicht bei jedem Infizierten kommt es zu Symptomen. Das Herpes-simplex-Virus bleibt zwar im Körper, verhält sich jedoch ruhig. Zwei Drittel aller Menschen erleben durch Stress und andere Stressfaktoren einen Ausbruch der Krankheit. Doch es gibt Abhilfe: Chemische und auch pflanzliche Wirkstoffe können die Herpesviren hemmen, sodass die lästigen, schmerzhaften Bläschen schneller abheilen.

Herpes simplex im Überblick:
  • Herpes-simplex ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst wird. Nach der Ansteckung verweilen die Viren lebenslang im Körper.
  • Herpes-simplex Typ 1 tritt wiederholt als Lippenherpes auf, es kommt zu den typischen Lippenherpes-Bläschen.
  • Herpes-simplex Typ 2 tritt wiederholt als Genitalherpes auf, es kommt zu Bläschen oder größeren Entzündungen und Schwellungen im Genitalbereich. 
  • Die Virus-DNA kann im Labor diagnostiziert werden.
  • Die Therapie erfolgt lokal oder innerlich mit virenhemmenden Wirkstoffen (Virostatika), die das Virus hemmen, jedoch nicht beseitigen können.

Ursachen für Herpes simplex

Ursache für Herpesinfektionen ist ein Virus namens Herpes-simplex, das zur Gruppe der Herpesviren gehört. Dieses Virus wird in die Typen HSV-1 und HSV-2 unterteilt. Sie verursachen eine Reihe unterschiedlicher Krankheitsbilder, die häufigsten Formen sind Lippenherpes und Genitalherpes.

Herpes-simplex-Viren gehören zu den DNA-Viren. Erfolgt eine Erstinfektion (Primärinfektion) mit dem Virus, gelangen die Viren über die Eintrittspforte an der Schleimhaut über die Nervenbahnen bis in die Schaltstelle der Nerven im Gehirn oder im Rückenmark, das Ganglion. Dort nisten sich die Herpes-simplex-Viren in den Zellkernen ein. Daher können sie nicht vom Immunsystem ausgeschaltet werden. Sie ruhen, bis sie zum Beispiel durch Stressfaktoren reaktiviert werden und zurück in die Schleimhaut wandern.

Dann können sie die Lippenschleimhaut, die Genitalschleimhaut oder schlimmstenfalls das Gehirn oder Körperorgane besiedeln. Die Herpesviren verweilen lebenslang im Menschen und es kommt zu wiederholten Ausbrüchen von Herpes. Man spricht in der Medizin von rezidivierenden Zweitinfektionen durch die Herpesviren.

Die beiden Virentypen des Herpes-simplex sind eng verwandt, betreffen aber meist als Krankheitsursache unterschiedliche Körperstellen. So ist die Ansteckung mit HSV-1 für etwa 70 Prozent der Fälle von Lippenherpes verantwortlich, während HSV-2 meist Genitalherpes auslöst.

Wie übertragen sich Herpesviren?

Der Mensch ist der einzige Überträger und Wirt von Herpesviren. Das Virus vom Typ HSV-1 wird durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen. Meist kommt es schon im Kindesalter zur Ansteckung. 

Herpesviren vom Typ 2 werden sexuell übertragen, also meist erst nach der Pubertät. Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr kann es zum Genitalherpes kommen, dabei stecken häufiger Männer Frauen an als umgekehrt. Je nach Sexualpraktik kann es aber zu unterschiedlichen Krankheitsbildern kommen. Analsex kann eine anale Herpesinfektion verursachen, Oralsex kann zu Lippenherpes durch HSV-2 führen. Genitalherpes ist eine Geschlechtskrankheit (engl. STD = sexually transmitted disease). Dieser Virentyp kann schon während der Geburt durch die Mutter übertragen werden.

Wie kommt es zur Zweitinfektion?

Hat sich das Herpes-simplex-Virus erst mal im Körper eingenistet, kann es lebenslang zu sogenannten Zweitinfektionen kommen. Diese treten meist infolge beruflicher oder privater Belastungssituationen und anderen Stressfaktoren auf wie:

  • Hautreizungen
  • Sonnenbrand/UV-Strahlung
  • Verletzungen und Verbrennungen der Haut
  • Behandlung beim Zahnarzt (Nervenreizung)
  • Während der Menstruation (Hormonschwankungen)
  • Infektionen (z.B. Lungenentzündung), fieberhafte Infekte
  • Immunschwäche (Krebs, HIV)
  • Überreizung der Geschlechtsorgane (Sexualpraktiken, Prostitution)

Symptome bei Herpes simplex

Am häufigsten sind Lippenbläschen

Nicht jeder der das Herpes-simplex-Virus in sich trägt, zeigt auch Symptome. Manche Menschen sind nur Träger, bei anderen bricht Herpes-simplex regelmäßig aus, selten kommt es zu schwersten Krankheitsbildern die im schlimmsten Falle tödlich enden können.

Am häufigsten ist der Lippenherpes. Bevor der sogenannte Herpes labiales auftritt, kommt es zu einer Erstinfektion durch das Herpes-simplex-Virus. Diese verläuft häufig ohne Symptome, man bemerkt die Ansteckung also gar nicht. Zwei Drittel aller Deutschen sind regelmäßig von den „Fieberbläschen“ betroffen. Erst entsteht eine kleine gereizte, juckende Hautstelle auf der Lippe, dann kommt es zu meist nur einem oder mehreren entzündeten, schmerzhaften Bläschen. Im Laufe der Abheilung von ein bis drei Wochen bilden sich eitrige Krusten auf der Lippe, dann verschwindet der Herpes narbenlos bis das Virus wieder aktiv wird. 

Beim Genitalherpes ist es ähnlich – bevor er auftritt, kommt es zur Primärinfektion. Das Virus macht bei der ersten Ansteckung in der Regel keine Beschwerden. Manchmal kommt es jedoch zur Vulvovaginitis herpetica – einer breitflächigen Infektion der Schamlippen und der Scheide, oder beim Mann zur Infektion von Penis und Eichel. Die Bläschen verteilen sich dabei über den ganzen Genitalbereich. Diese Infektion kann auch als Zweitinfektion wiederkehren.

So heftig verläuft der Genitalherpes (Herpes genitalis) jedoch meist nicht. Es kommt bei wiederholtem Auftreten zu Jucken, Spannungsgefühl und eventuell Taubheitsgefühl auf Penis, Schamlippen, Scheideneingang, oder Anus. Ein oder mehrere kleine Herpesbläschen treten dann auf, von einer Rötung und Schwellung begleitet. Manchmal kommt es zur Harnröhrenentzündung mit glasigem Ausfluss, Lymphknotenschwellungen, Fieber und Abgeschlagenheit. Ein bis zwei Wochen dauert der Genitalherpes an, dann klingt er von allein wieder ab. Genitalherpes neigt zum häufigeren Wiederauftreten als Lippenherpes.

Aphtöse Stomatitis bei Kindern

Bei Kindern kann es auch zur aphtösen Stomatitis (Gingivostomatitis herpetica) kommen. Diese „Mundfäule“ ist gar nicht angenehm. Zwei bis sieben Tage nach dem Kontakt mit dem Herpesvirus treten in der Mundhöhle weißliche Bläschen auf der geröteten Mundschleimhaut auf. Die betroffenen Kinder leiden nicht nur an den Bläschen – auch die Lymphknoten in der Nähe sind geschwollen und schmerzhaft, zudem bestehen Mundgeruch und Abgeschlagenheit. Nach 1-2 Wochen heilt die Mundfäule ab und kehrt nicht wieder.

Komplikationen von Herpes-simplex

Besteht eine Hautkrankheit wie ein Ekzem oder Neurodermitis, ist die Haut geschädigt und gereizt. Das kann dazu führen, dass das Herpes-simplex-Virus wesentlich heftigere Symptome verursacht. Beim Eczema herpeticatum entstehen auf der ganzen Gesichtshaut erst Bläschen, dann linsengroße, entzündete, eitrige Pusteln. Es kommt zu Fieber und starkem Krankheitsgefühl.

Wirklich gefährlich kann es bei schwerer Immunschwäche werden. In diesem Fall können Herpesviren kritische Krankheitsbilder verursachen:

  • Eine Infektion der Hornhaut, Bindehaut und Netzhaut der Augen kann zu Erblindung führen
  • Es kann zu Lungenentzündung kommen, auch Leber und andere Körperorgane können betroffen sein
  • Es kann zu Hirnhautentzündung oder Gehirnentzündung durch Herpes-simplex-Viren kommen mit grippeähnlichen Symptomen, Kopfschmerzen, Fieber bis hin zu Sprachstörungen, Lähmungen, Krampfanfällen und Koma
  • Bei schwerer Immunschwäche wie bei AIDS-Kranken oder bei Neugeborenen kann sich die Infektion bis zur tödlich verlaufenden Sepsis (Blutvergiftung) ausbreiten
  • Genitalherpes mit gleichzeitig bestehender HPV-Infektion (humane Papillomviren) erhöht das Risiko für Gebärmutterhalskrebs

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Diagnose eines Herpes simplex

Sollten bei Ihnen Symptome auftreten wie bei den Komplikationen beschrieben, muss der Arzt sofort eine Therapie einleiten. Auch bei einer nicht ganz harmlos verlaufenden Erstinfektion und bei Genitalherpes sollte man den Arzt besuchen. Bei unkompliziertem Lippenherpes geht man normalerweise gar nicht zum Arzt. Die meisten Patienten kennen „ihren“ Lippenherpes und seine möglichen Auslöser.

Herpes-simplex ist eine Blickdiagnose. Der Arzt erkennt die Krankheit an den typischen Herpesbläschen an der Lippe oder den Genitalien und an den geschilderten Beschwerden und dem Verlauf. Der Arzt nimmt einen Abstrich aus dem Bläscheninhalt oder eine Gewebeprobe (Biopsie). Im Labor kann die Virus-DNA direkt nachgewiesen werden. Aus einer Blutprobe können auch Antikörper gegen das Herpes-simplex-Virus nachgewiesen werden. Diese Untersuchungen sind jedoch nur bei neu aufgetretenem Herpes nötig.

Vor allem bei Herpes genitalis wird der Arzt an eine Reihe anderer Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Scheidenpilzinfektion denken, die er ausschließen muss. Eine Untersuchung auf HPV (Humane Papilloma)-Viren ist auch sinnvoll um ein Risiko für Gebärmutterhalskrebs auszuschließen. Eine Befragung und Aufklärung zu Sexualpraktiken und Schutz (Kondome) beim Geschlechtsverkehr und eine Untersuchung des Sexualpartners sollte gleich im Anschluss erfolgen.

Therapie bei Herpes simplex

Je nach Schwere der Beschwerden kann die Behandlung bei Herpes simplex ganz unterschiedlich aussehen, von vorübergehend aufgetragenen Salben bis zu einer medikamentösen Dauerbehandlung. Eines muss man sich dabei bewusst machen: Bislang gibt es keinen Wirkstoff, der die Herpes-simplex-Viren abtöten kann. Sie bleiben lebenslang im menschlichen Körper. Sogenannte Virostatika können jedoch Viren, auch die Herpesviren, hemmen, bis es zur Reaktivierung des Virus kommt. Die Therapie von Herpes simplex besteht daher in der Linderung der Beschwerden: Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto effektiver werden die Viren gehemmt.

Behandlung des Lippenherpes

Beim einfachen Lippenherpes-Bläschen ist meist keine Therapie vonnöten. Virostatika-haltige Salben oder spezielle Pflaster (Herpesbläschen-Patches) können auf der entzündeten Stelle angewendet werden. Ist der Verlauf schwer und sind Mundhöhle, Wangen oder Nase mitbetroffen, die Lymphknoten geschwollen und Fieber aufgetreten, werden Virostatika (z.B. Aciclovir) als Tabletten verabreicht oder in die Vene gespritzt.

Behandlung von Genitalherpes

Beim Herpes genitalis sind Salben mit Virostatika zumeist nicht ausreichend. Daher werden die virenhemmenden Wirkstoffe Aciclovir oder Famiciclovir für ein bis zehn Tage in Tablettenform oder in schweren Fällen über die Vene verabreicht. Zudem muss der Sexualpartner mitbehandelt werden. Auf Geschlechtsverkehr auch mit Kondom sollte währenddessen verzichtet werden. Tritt die Infektion mit Gentialherpes öfter als sechs mal im Jahr auf, werden für ein Jahr Tabletten mit einem der Wirkstoffe verordnet. Danach macht der Arzt eine Behandlungspause und prüft, ob der Genitalherpes seltener wiederkehrt.

Behandlung von Komplikationen des Herpes-simplex

Bei ausgedehntem Befall, Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Gehirnentzündung, Augenbefall und allen anderen Komplikationen ist eine sofortige Einweisung ins Krankenhaus mit einer intensivmedizinischen Akutbehandlung nötig.

Herpes simplex vorbeugen

Wichtig: Einer Ansteckung durch Herpes-simplex-Viren können Sie vorbeugen, indem Sie sich und ihren Partner beim Geschlechtsverkehr mit Kondomen schützen. Auch wenn Sie oder ihr Sexualpartner keine sichtbaren Bläschen zeigt kann es sein, dass sich Herpesviren bei einem von Ihnen auf den Genitalschleimhäuten befinden.

  • Vermeiden Sie zu viel Stress, achten Sie auf ausreichend Schlaf
  • Schützen Sie sich vor UV-Strahlung mit Sonnencreme oder einem Lippenstift mit UV-Filter
  • Stärken Sie ihr Immunsystem zum Beispiel durch Sauna oder Kneipp-Wasseranwendungen
  • Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Vitamin- und Nährstoffreiche Ernährung

Natürliche Heilmittel

Bei leichten Herpesinfektionen gibt es durchaus natürliche Alternativen zu chemischen Virenhemmern. Die Melisse hebt sich daraus hervor, denn ihre hemmende Wirkung auf Herpesviren wurde gut untersucht und konnte in einigen aktuellen Studien bestätigt werden. Wichtig ist es, bei mehr als nur ein paar Herpesbläschen nicht lange zu zögern und den Arzt aufzusuchen. Bei einer schweren Herpesinfektion gibt es keine pflanzliche Alternative.

Hilfe auf einen Blick:
  • Eine Salbe aus Melissenblätter-Extrakt, standardisiert auf die virenhemmende Rosmarinsäure ist in der Apotheke erhältlich. Mehrmals täglich damit das Herpesbläschen und die Lippen eincremen.
  • Auch eine Salbe aus Salbeiblättern und Rhabarber-Extrakt kann bei Lippenherpes angewandt werden.

Seit der Antike ist die Melisse eine bekannte Heilpflanze der Volksmedizin, die bei Erkältungen zum Beispiel als Melissengeist und vielfältigen Beschwerden eingesetzt wird. 

Melissenblätter-Extrakt enthält ätherische Öle wie Citronellal, Gerbstoffe wie Rosmarinsäure, Flavonoide und Triterpene. Melissenblätter-Extrakte wirken schlaffördernd, beruhigend, verdauungsfördernd und entkrampfend. Doch sie können noch mehr: die enthaltene Rosmarinsäure steht für die antioxidative und virenhemmende Wirkung der Melisse. Damit sind Melissenblätter ein pflanzliches Virostatikum und eine gute Alternative zu chemischen Wirkstoffen wie Aciclovir bei leichten Herpesinfektionen.

Für die Anwendung bei Lippenherpes nimmt man eine Salbe mit Melissenblätter-Extrakt standardisiert auf Rosmarinsäure, diese ist in der Apotheke erhältlich. Wichtig ist es, die Salbe so rasch wie möglich bei den allerersten Beschwerden wie Spannungsgefühl oder Brennen der Lippen anzuwenden um die Herpesviren möglichst effektiv zu hemmen. Melissenblätter-Extrakt wirkt auch gegen HSV-2. Bei sehr leichten Formen von Genitalherpes kann man auch versuchen, dieSalbe im Genitalbereich aufzutragen.

 

Salbeiblätter enthalten ätherische Öle und ebenfalls Rosmarinsäure, jedoch nicht so viel wie Melissenblätter. Eine Bakterienhemmung und Virenhemmung wurde jedoch im Labor nachgewiesen. Salbeiblätter-Extrakt wendet man auch bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum an wie Halsschmerzen, Mandelentzündung und bei Reizmagen und vermehrtem Schwitzen (Hyperhidrose). Zur Behandlung des leichten Lippenherpes gibt es eine Salbei-Creme und eine Salbei-Rhabarber-Creme in der Apotheke.

 

Sonnenhutkraut hat eine nachgewiesene Immunstärkende Wirkung. Das macht man sich bei Erkältungskrankheiten zunutze, wo Sonnenhutkraut-Extrakt innerlich eingenommen die Erkältung aufhalten oder abschwächen kann. Sonnenhut gibt es als Salbe oder Lippenstift bei Lippenherpes. Allerdings geht es hier eher um Vorbeugung von Herpes. Wenden Sie einen Sonnenhutkraut-Lippenstift vor einer Bergtour oder Skitour an, um die Lippen vor UV-Strahlung und immunschwächendem Stress zu schützen, der die Herpesviren reaktivieren könnte.

 

Dem Kittharz der Biene spricht man in der Volksheilkunde eine immunstärkende Wirkung zu. Bei Lippenherpes findet Propolis Anwendung als vorbeugendes Kosmetikum. Eine Salbe mit Propolis-Extrakt kann auf die Lippen aufgetragen werden. 

Honig besitzt ausgeprägte antibakterielle und wundheilende Eigenschaften, die Studien zufolge auch die Heilung von Herpesbläschen beschleunigen kann. Dafür tupft man ihn mehrmals täglich auf das sich ausbildende Bläschen.  

 

Australisches Teebaumöl ist ebenfalls in Deutschland „nur“ Kosmetikum. Teebaumöl setzt man erfahrungsgemäß wirkungsvoll bei vielen Hautkrankheiten wie Akne, Pilzinfektionen oder Wunden ein. Teebaumöl enthält als Hauptbestandteil Terpinen-4-ol und zeigt eine entzündungshemmende und juckreizstillende Wirkung. Darüber hinaus wird es als bakterien-, pilz- und virenhemmend beschrieben. Bei Lippenherpes kann man einige Tropfen Teebaumöl mehrmals täglich vorsichtig auf das Bläschen tupfen.

 
Wann zum Arzt?Wann zum Arzt?

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Bei erstmaligem Auftreten von Herpes (meist bei Kindern als „Mundfäule“).
  • Wenn Fieber, Krankheitsgefühl und Lymphknotenschwellung auftritt.
  • Wenn es zu einer starken Ausbreitung der Herpes-Bläschen auf der Haut kommt oder bei gleichzeitiger Hautkrankheit (Ekzeme, Neurodermitis).
  • Wenn Herpes bei einem HIV-Infizierten oder bei Immunschwäche auftritt.
  • Wenn unter Ausbruch von Herpes Komplikationen auftreten wie Sehstörungen, Kopfschmerzen, Nackensteife, Krampfanfälle, Lähmungen oder hohes Fieber sofort zum Arzt!
  • Wenn die Herpesbläschen von Bakterien besiedelt werden (Eiter, Wundinfektion).
  • Wenn Genitalherpes während der Schwangerschaft auftritt, da ein hohes Risiko für eine schwer verlaufende Infektion des Neugeborenen während der Geburt besteht!
Quellen:
  • Jung, Moll. Dermatologie. Thieme Verlag; 2005
  • Gerhard, Kiechle. Gynäkologie integrativ; Konventionelle und komplementäre Therapie. Urban & Fischer Verlag; 2006
  • Schilcher, Kammerer, Wegener. Leitfaden Phytotherapie. Urban & Fischer Verlag; 2010
  • Hänsel, Sticher. Pharmakognosie, Phytopharmazie. Springer Verlag; 2010
  • Bäumler. Heilpflanzenpraxis Heute. Urban & Fischer Verlag; 2007
Buchtipps:
  • „Behandlung von Herpes - Lippenherpes und Genitalherpes auf natürliche Weise loswerden“ von Dr. Klaus Bertram (Kindle Edition 2012)
  • „Leben mit Herpes Genitalis“ von Ute Sperle (Novum Eco Verlag 2011)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Studien zu Herpes simplex

Studientitel
Applications of the phytomedicine Echinacea purpurea (Purple Coneflower) in infectious diseases
Jahr
2011
Kurzinfo
Bereits die Ureinwohner Nordamerikas verwendeten den Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) gegen Husten, Erkältungen und Mandelentzündungen. Heute ist Echinacea auf der ganzen Welt ein beliebtes Mittel  Mehr...bei Infekten aller Art. Doch wie wirkt die Pflanze eigentlich? Ein Blick auf aktuelle Studien zeigt, dass in ihr noch mehr Heilkraft steckt, als man bisher vermutete.