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Heilpflanzen gegen Heiserkeit

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 19.09.2013
Heilpflanzen gegen Heiserkeit

Schleimstoffe helfen bei Heiserkeit und Hustenreiz

Eine Reihe von Heilpflanzen hat einen hohen Gehalt an Schleimstoffen. Diese legen sich wie eine schützende Schicht auf die entzündeten Schleimhäute und lindern den Hustenreiz. Bei akuter und chronischer Heiserkeit können diese als Lutschpastillen und Teezubereitungen sehr nützlich sein.

Hilfe auf einen Blick:
  • Isländisches Moos hat den höchsten Schleimstoffgehalt und bildet einen Schutzfilm auf den Schleimhäuten von Rachen und Kehle, lindert Hustenreiz und stärkt die Stimme besonders als Lutschpastillen.
  • Spitzwegerich wird bei Heiserkeit, Reizhusten und zur Wundbehandlung  eingesetzt. Sie wirken reizmildernd, keimhemmend und entzündungshemmend.
  • Wollblume hat eine reizmildernde und schleimlösende Wirkung und ist wertvoll zur  Behandlung von Erkältungskrankheiten bei Kindern.
  • Eibischwurzel bildet ebenfalls einen Schutzfilm auf den Schleimhäuten, lindert  Reizhusten und Entzündungen in Rachen, Kehle und der Magenschleimhaut.

Eigentlich kein Moos, sondern eine Flechte, wird diese in Island und Norwegen traditionell als Nahrungsmittel und als Arzneipflanze verwendet. Isländisch Moos hat einen hohen Gehalt (50%) an wasserlöslichen Schleimstoffen, die sich bei lokaler Anwendung über die Schleimhäute legen, wo sie eine reizlindernde Wirkung entfalten. Ihr Inhaltsstoff Usninsäure besitzt eine keimhemmende und entzündungshemmende Wirkung. Isländisches Moos steigert die Immunabwehr. Bei Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenbereich, bei Erkältungen mit Heiserkeit und Reizhusten und zum Appetit anregen gibt es Isländisches Moos als Lutschpastillen und zum Zubereiten von Teeaufgüssen zum Gurgeln und Trinken. Professionelle Sänger und Redner können die Pastillen auch prophylaktisch lutschen, um ihre Stimme zu stärken.

 

Die grünen, lanzenförmigen Blätter des Spitzwegerich findet man in Deutschland und Europa weit verbreitet auf Wiesen wachsend. Das Spitzwegerichkraut wird in der Volksheilkunde traditionell bei Erkältungen, Bronchitis und zur Wundbehandlung eingesetzt. Seine Blätter enthalten neben Schleimstoffen Gerbstoffe und Iridoide, darunter das Aucubin, das eine keimhemmende Wirkung gegen Viren und Bakterien hat. Spitzwegerichblätter wirken reizmildernd auf den Atemwegsschleimhäuten in Rachen, Kehle und Bronchien, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd. Bei Infekten der Atemwege, bei Entzündungen im Mund-, Rachen- und Kehlkopfbereich, aber auch bei Bronchitis und Insektenstichen kann es sehr nützlich sein. Spitzwegerichblätter sind in vielen Hustenteesorten enthalten, es gibt sie aber auch als Frischpflanzenpresssaft, als Hustensirup und als Tinktur in der Apotheke.

 

Eibischwurzel enthält bis zu 15% Schleimstoffe, welche die Schleimhäute von Mund, Rachen und Kehle schützen. Sie hemmen auch den Hustenreiz und stärken die Schleimhautzellen zur besseren Abwehr. Bei Rachen- und Kehlkopfentzündungen, bei trockenem Reizhusten und Magenschleimhautentzündungen werden Eibischwurzel und -blätter gern als Sirup oder Teezubereitung eingesetzt.

Zum Herstellen des Tees macht man einen Kaltaufguss, da die Schleimstoffe sich gut in kaltem Wasser lösen. 1 Esslöffel der geschnittenen Eibischwurzel oder 1 Teelöffel Pulver mit 1 Tasse Wasser ansetzen, 1-2 Stunden unter häufigem Umrühren stehen lassen und dann trinken.

Malvenblätter und -blüten enthalten bis zu 8% Schleimstoffe und haben eine vergleichbare Wirkung, es gibt sie als Teezubereitung, ebenso wie bei Eibisch kann ein Kaltaufguss angesetzt werden.

 

Die Königskerze imponiert als hohes Gewächs mit gelben Blüten und wolligen Blättern, weswegen sie auch Wollblume genannt wird. Sie enthält Schleimstoffe, die reizlindernd auf den Atemwegsschleimhäuten wirken und Saponine, die eine schleimlösende und auswurffördernde Wirkung haben. Aufgrund dieser Kombination kann sie für die Behandlung von Kindern bei Erkältungskrankheiten mit Heiserkeit, Reizhusten und Husten geeignet sein und ist als Tinktur oder als Tee erhältlich.

 

Süßholz hat eine Tradition als antikes Heilmittel bei Atemwegserkrankungen. Der süße Geschmack der Wurzel prägt seinen Namen und hat es beliebt gemacht. Süßholz kennt man auch als Lakritze. Es enthält Saponine, darunter Kalium- und Calciumsalze. Süßholzwurzel wirkt schleimverflüssigend und entschleimend. Es hat eine schleimhautschützende Wirkung nicht nur auf den Atemwegsschleimhäuten sondern auch bei Magengeschwüren und Sodbrennen. Daher könnte es bei Heiserkeit aufgrund einer Refluxerkrankung hilfreich sein, ebenso wie bei Erkältungskrankheiten mit Heiserkeit und Husten.

Wegen der Gefahr eines übermäßigen Kalimverlustes sollte es ohne ärztlichen Rat nicht länger als vier bis sechs Wochen angewandt werden. Als Süßholzdicksaft, Tinktur, Lakritzpastillen und in Husten- und Brusttees ist es in der Apotheke erhältlich.

 

Zwei Produkte der Honigbiene und ein traditionelles Heilmittel der Imker: Propolis wird bei Entzündungen im Rachen- und Kehlkopfbereich gekaut. In der Apotheke ist es auch als Tinktur erhältlich. Honig darf bei Erkältungen und Heiserkeit in keinem Erkältungstee fehlen.

 

Ein schweißtreibender Fiebertee aus Lindenblüten befeuchtet die Kehle und ist dank seines Schleimstoffgehalts wohltuend bei Heiserkeit.

Salbei ist wohl die hilfreichste Heilpflanze bei Halsbeschwerden und kann auch bei Kehlkopfentzündung und zum Stärken der Stimme vor großen Strapazen als Tinktur zum Gurgeln oder als Lutschbonbons hilfreich sein.

Kamillenblüten verwendet man zur Dampfinhalation, eine sehr wichtige Anwendung um die entzündeten und gereizten Schleimhäute zu befeuchten.

 
Quellen:
  • HNO (Boenninghaus, Lenarz; Springer Verlag)
  • Praxisleitfaden Allgemeinmedizin (S. Gesenhues und R. Ziesché, Urban & Fischer Verlag)
  • Praxisleitfaden Naturheilkunde (M. Augustin, V. Schmiedel; Fischer Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Urania Pflanzenreich – Blütenpflanzen 2 (Urania Verlag)

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