Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Pflanzliche Hilfe bei Harnröhrenentzündung

Anzeige
Geschrieben von 2011-08-24
Zuletzt aktualisiert am 2018-03-2121.03.2018
Pflanzliche Hilfe bei Harnröhrenentzündung

Beerenstarke Hilfe für die Harnwege

Zur sanften Behandlung einer Harnröhrenentzündung eignet sich eine Vielzahl von natürlichen Heilmitteln. Ob Cranberry oder Preiselbeere, Liebstöckel oder Bärentraube: Heilpflanzen können sowohl zur Linderung typischer Beschwerden genutzt werden als auch zur Vorbeugung von Erkrankungen. Folgende Wirkstoffe können beliebig miteinander kombiniert werden und eignen sich auch hervorragend zur unterstützenden Einnahme bei ärztlich verordneten Medikamenten.

Auf einen Blick:
  • Bärentrauben- und Preiselbeerenblätter sind natürliche Antibiotika und helfen dank ihres hohen Gehalts an Arbutin bei infektiösen Harnröhrenentzündungen.
  • Cranberry verhindert das Andocken von Erregern an die Innenseite der Harnröhrenschleimhaut und kann so einer Erkrankung vorbeugen.
  • Kapuzinerkresse und Meerrettich wirken im Zusammenspiel als effektives natürliches Antibiotikum
  • Ackerschachtelhalm und Wacholderbeeren sorgen für eine erhöhte Harnbildung (Aquarese) und eignen sich somit zur Durchspülungstherapie.
  • Goldrute hat entzündungshemmende, krampflösende und harntreibende Effekte und wirkt Infektionen auf mehreren Ebenen entgegen.
  • Liebstöckel spült die Harnwege und wirkt antientzündlich.

Pflanzliche Hilfe bei Harnröhrenentzündung

Früher oft als Hausmittel gegen Durchfall und Gallenbeschwerden eingesetzt, nutzt man die Blätter der immergrünen Bärentraube heute vorzugsweise bei der Behandlung von Harnwegsinfekten. Ähnlich wie die mit ihr verwandte Preiselbeere enthält die Bärentraube in ihren Blättern große Mengen von Flavonoiden.

Der wichtigste Bestandteil ist bei beiden Pflanzen aber das Arbutin. Bei oraler Einnahme wird es im Körper zu Hydrochinon umgebaut wird. Einmal in der Niere angekommen, wirkt Hydrochinon antibakteriell. Damit es seine Wirkung entfalten kann, muss der Urin aber leicht basisch sein (pH-Wert größer 8).

Beide Heilpflanzen können als Tee zubereitet und eingenommen werden. Die Preiselbeerenblätter eignen sich besser für Personen mit empfindlichen Magen, da sie einen geringeren Anteil an bitteren Gerbstoffen enthalten. Alternativ kann man die Bärentraubenblätter auch als Kaltmazerat herstellen.

Präparate beider Heilpflanzen sind im Handel als fertige Teemischung, Kapseln oder Tinkturen erhältlich.

Wichtiger Hinweis: Bärentraubenblätter sollte man nicht länger als 8 Tage und nicht öfter als  fünfmal im Jahr einsetzen, da sie sonst zu Leberschäden führen können. Auch während der Schwangerschaft sollten sie nicht angewendet werden.

 

Cranberries enthalten eine große Menge an Proanthocyanidinen, die es einer Reihe von Bakterien  (allen voran E.coli) erschweren, sich in der Schleimhaut des Harntraktes festzusetzen. Die Bakterien werden dabei nicht im Wachstum gehemmt oder abgetötet, sondern lediglich durch die fehlende Anhaftung vom durch die Harnröhre fließenden Urin ausgespült. Dies hat den Vorteil, dass sich keine Resistenzen entwickeln können.
Präparate der Beeren sollten mehrmals täglich eingenommen. Ihre Wirkung tritt zwar schnell ein, hält aber nur zwischen 8 und 12 Stunden an.

Die Cranberry (Kranbeere) steht in Form von Tabletten, Säften, frisch oder getrocknet zur Verfügung.

 

Die hübschen, tief orangenen Blüten der Kapuzinerkresse sind ein echter Augenschmaus und auch für die Naturheilkunde hochinteressant. In ihnen stecken nämlich hochwirksame Stoffe, die ätherischen Senföle. Sie dienen zum Schutz der Pflanze vor Insekten und Bakterien. Letztere antibakterielle Wirkung können wir uns zunutze machen.

Die Heilpflanze findet ihre Anwendung als natürliches Antibiotikum. Also dort, wo Bakterien und Viren bekämpft werden müssen. Ihre Wirksamkeit bei Infektionen von Atem- und Harnwegen konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden, als besonders effektiv hat sich dabei die Kombination mit der Meerrettichwurzel erwiesen. Pflanzliche Medikamente mit den beiden Wirkstoffen sind in jeder Apotheke zu bekommen.

 

Die Meerrettichwurzel platzt nicht nur vor Vitamin C und Kalium, auch sie besitzt wertvolle Senföle und wird daher als eine Art natürliches Penicillin verwendet. Die moderne Pflanzenheilkunde schätzt den Meerrettich bei entzündlichen Atemwegserkrankungen und Harnwegsinfekten wie der Harnröhrenentzündung, da sie harntreibend wirkt.

Der Wirkstoff entfaltet, wie oben bereits angesprochen, seine volle Wirkung im Zusammenspiel mit der Kapuzinerkresse. 

 

Der Ackerschachtelhalm ist ein seit Jahrtausenden bekanntes Heilkraut. Schon die Römer und Griechen kannten und schätzten seine Wirkung. Die im Volksmund auch Zinnkraut genannte Pflanze ist besonders reich an Flavonoiden (Gerbstoffe), Alkaloiden und vielen anderen Pflanzenstoffen und wird daher in der Phytotherapie für eine Vielzahl von Erkrankungen verwendet. Bei Harnröhrenentzündungen macht man sich vor allem den hohen Gehalt an Kieselsäure des Ackerschachtelhalmkrauts zunutze. Kieselsäure fördert die Durchblutung der Nieren, zeigt harntreibende Effekte und stärkt das Immunsystem.

Zur inneren Anwendung gießt man 2 Teelöffel Ackerschachtelhalm mit etwa 150ml kochendem Wasser auf und lässt die Mischung ca. 15 Minuten ziehen. Mehrmals täglich getrunken, hilft es dem Körper, die Harnwege zu spülen und Bakterien auszuschwemmen.

In der Apotheke ist der Ackerschachtelhalm unter seinem lateinischen Namen Equiseti herba erhältlich.

 

Nicht ohne Grund volkstümlich auch als Machtheilkraut bekannt, wird das blühende Kraut der Goldrute in der Naturheilkunde seit vielen Jahrhunderten gegen eine Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt. Dank des hohen Gehalts an Saponinen, Gerbstoffen und ätherischen Ölen hat es sowohl harntreibende, krampflösende als auch entzündungshemmende Wirkung.

Der natürliche Farbstoff Quercetin sorgt zusammen mit Leiocarposid, einem ätherische Öl, für eine erhöhte Entwässerung (Aquarese) des Körpers. Die gesteigerte Urinmenge spült die Harnwege und schwemmt Bakterien aus. Daneben haben diese beiden Substanzen auch krampflösende Effekte und wirken zusammen mit den Saponinen entzündungshemmend.

Goldrutenkraut eignet sich zur inneren Anwendung und ist im Handel als Tee oder in Tablettenform erhältlich.

 

Nicht nur in der Küche und als aromatischer Badezusatz ist der Liebstöckel seit jeher eine beliebte Pflanze. Dank des hohen Gehalts an ätherischen Ölen und Kumarinderivaten hat er auch eine harntreibende und entzündungshemmende Wirkung.

Zur inneren Anwendung zerkleinert man die getrocknete Wurzel des Liebstöckels und gießt einen Teelöffel davon mit etwa 150 ml siedendem Wasser auf. Zwei Tassen pro Tag, ungezuckert getrunken, helfen beim Ausspülen von Keimen aus dem Harntrakt und beschleunigen das Abklingen einer Harnröhrenentzündung.

Fertigpräparate der Liebstöckelwurzel stehen in den Apotheken zur Verfügung.

Wichtiger Hinweis: Schwangere und stillende Frauen dürfen Liebstöckel nicht einnehmen. Außerdem erhöht der Liebstöckel vermutlich die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenstrahlung. Ausgiebige Sonnenbäder sollten während der Anwendung möglichst vermieden werden.

 

Nicht nur als Bestandteil von Gin oder als Zusatz bei der Zubereitung von Fisch- oder Fleischgerichten ist die Wacholderbeere eine beliebte Frucht. Aufgrund ihres hohen Gehalts an ätherischen Ölen kann sie auch zur Durchspülungstherapie bei einem Infekt der ableitenden Harnwege eingesetzt werden. Sie stimuliert die Durchblutung der Nieren und erhöht somit die Menge des gebildeten Urins. Der Harn wird verdünnt, Bakterien durch den verstärkten Durchfluss ausgeschwemmt. Als Nebeneffekt wird der Appetit gesteigert und der Stoffwechsel angeregt.

Zur inneren Anwendung eignet sich ein Wacholderbeerentee. Dazu nimmt man einen Teelöffel Beeren, quetscht diese und gießt sie mit Wasser auf. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, abgießen und warm genießen. Man kann die Wacholderbeeren aber auch einfach in getrockneter Form vor jeder Mahlzeit kauen.

Die Wacholderbeere ist im Handel u.a. in Form von Tee, Öl-Kapseln, frisch oder getrocknet erhältlich.

 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

Anzeige
   Pflanzliche Medikamente bei Harnröhrenentzündung:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.