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Hämorrhoiden Pflanzliche Wirkstoffe

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-1919.09.2013
Hämorrhoiden Pflanzliche Wirkstoffe

Bei der Behandlung der Hämorrhoiden mit pflanzlichen Wirkstoffen macht man sich die zahlreichen guten Eigenschaften ausgewählter Heilpflanzen zunutze. Sie können den Juckreiz, das Nässen und Brennen mildern und werden bei leichten Leiden als alleinige Therapie oder unterstützdend zur nicht-phytotherapeutischen Behandlung eingesetzt. Besonders bewährt haben sich die pflanzlichen Wirkstoffe in Form von Sitzbädern und dem wiederholten Auftragen von Salben.

 

Hilfe auf einen Blick:
  • Kamille
    • Lindert Schmerzen, Hautirritationen und Juckreiz.
    • Für ein Sitzbad mit Kamille 4 EL Kamillenblüten 15 min in 1 l siedendes Wasser, abseihen, und dem Bad hinzugeben.
  • Hamamelis
    • Wirkt entzündungshemmend, schmerz- und blutungsstillend.
    • Äußere Anwendung in Form von erhältlichen Salben, oder als Zusatz im Sitzbad.
  • Eichenrinde
    • Schützt Venenwände, hilft gut gegen weitere Gefäßschwellung.
    • Für ein Sitzbad mit Eichenrinde 4 EL Eichenrinde 30 Minuten in 1 l Wasser kochen, abseihen, und dem Bad hinzugeben.

Kamille

Kamille – ein altbewährter Allrounder

Die Kamille eignet sich sowohl zur äußeren Anwendung also auch zur inneren Anwendung bei Hämorrhoiden. Der genaue Wirkmechanismus der Kamillenblüten ist noch nicht hinreichend bekannt, allerdings ist man sich über seine entzündungshemmende (antiphlogistische), bakterienwachstumshemmende (bakteriostatische), und wundheilungsfördernde Wirkung einig. Anwendung zum Beispiel als Extrakt für das Sitzbad: hierzu 4 EL Kamillenblüten in 1 l kochend heißes Wasser geben. Das ganze etwa eine Viertelstunde ziehen lassen und den Blütenüberstand entfernen. Ein Kamillensitzbad lindert die Schmerzen, sowie den unangenehmen Juckreiz, und hat nebenbei noch einen reinigenden Effekt. Für die äußerliche und innere Anwendung stehen außerdem Fertigprodukte in der Apotheke zur Verfügung.

Hamamelis

Hamamelis – Die Wunderpflanze

Bereits die Indianer waren sich der vielfältigen heilenden Eigenschaften der Hamamelis („Zaubernuss“) bewußt. Die Rinde und Blätter der Pflanze haben einen schmerzlindernden (analgetischen), blutungsstillenden (hämostatischen), entzündungshemmenden (antiphologistischen), und einen gefäßstabilisierenden Effekt. Durch ihren hohen Anteil an Gerbstoffen hat die Pflanze zudem eine positive Wirkung auf geschwollene, und nässende Hämorrhoiden, indem es die Flüssigkeit entzieht, und so zur Trocknung beiträgt und abschwillt. Die Anwendung, meist in Form von Salben, oder als Zugabe zum Sitzbad, lindert Hautirritationen, sowie Schmerzen und Juckreiz im Bereich des Anus. Im Handel existieren bereits entsprechende Fertigprodukte zur Verfügung.

Rosskastanie & Eichenrinde

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Rosskastanie & Eichenrinde – guttuende Badezusätze

Die Samen der Rosskastanie sind reich an Aescin, einem Wirkstoff der die Venenwände und Kapillaren verstärkt, und auch antientzündliche Eigenschaften besitzt. Es konnte zudem gezeigt werden, dass Aescin einen permeabilitätsverringernden (unter Permeabilität versteht man die Durchlässigkeit eines Gefäßes für flüssige Stoffe, z.B. Wasser) Effekt aufweist, welcher der Ausbildung von schmerzhaften Ödemen und Gefäßschwellung entgegenwirkt.

Eichenrinde hingegen besticht vor allem durch seinen hohen Gehalt an Gerbstoffen, was ihr eine abdichtend-zusammenziehende (adstringierende) Wirkung verleiht. D.h., ähnlich wie Hamamelis ist die Eichenrinde gut gegen entzündlich nässende, und juckende Venenschwellungen, wie sie bei den Hämorrhoiden auftreten. Beide Pflanzen eignen zur äußeren Anwendung, z.B. als Zugabe zu einem Sitzbad. Rosskastaniesamen-Extrakte eignen sich zudem zur innerlichen Anwendung. Ein Badeextrakt aus Eichenrinde stellt man her, indem man 4 EL Eichenrinde 30 Minuten in 1 l Wasser aufkocht und sieden lässt und danach die festen Bestandteile abseiht. Für Rosskastanie und Eichenrinde gibt es aber auch zahlreiche Fertigpräparate, welche in der Apotheke erhätlich sind.

Mäusedornwurzel – reich an Flavonoiden und Steroidsaponinen:

Mäusedornwurzel – reich an Flavonoiden und Steroidsaponinen

Die Mäusedornwurzel empfiehlt sich aufgrund ihrer hohen Konzentration an Steroidsaponine und Flavonoide zur phytotherapeutischen Behandlung von Hämorrhoiden. Die pharmakologische Wirkung der Pflanze erklärt sich über die Wirkung der beiden oben genannten Substanzen: Flavonoide und Steroidsaponine erhöhen den Venentonus (Spannung und Stabilität der Gefäßwandmuskulatur) und wirken gefäßverengend, was gleichsam dem Fortschreiten von Hämorrhoiden entgegenwirkt, und auch etwaige Hämorrhoidialblutungen verhindern kann. Der mittlerweile wissenschaftlich belegte Effekt wird zurückgeführt auf eine erhöhte Ausschüttung von dem Transmitter Noradrenalin, welcher über sogenannte alpha-Rezeptoren die Gefäßtätigkeit steuert Fertigpräparate, z.B. zur oralen Einnahme in Form von Kapseln, sind im Handel erhältlich.

Heidelbeeren, Blaubeeren, Weintrauben & Johannisbeeren

Heidelbeeren, Blaubeeren, Weintrauben & Johannisbeeren – Eine geballte Ladung Vitamin

Diese leckeren Beeren haben einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C und Flavonoiden. Vitamin C trägt als Antioxidans einen wesentlicher Teil zur Beseitigung von freien Radikalen (zellschädigende Verbindungen) bei, und fördert somit die Zell- und Gewebsvitalität. Flavonoide hingegen weisen einen gefäßprotektiven (gefäßschützenden) und -verengenden Effekt auf, und helfen somit eine Blutanstauung in den Anal- und Rektumsvenen zu verhinden. Eine Ernährungstherapie mit diesen Beeren ist als Begleitbehandlung bei Hämorrhoiden zu empfehlen.

Wichtige Hinweise zur Anwendung: Bei nässenden Hämorrhoiden ist zu beachten, dass es bei der Anwendung von Phytotherapeutika verstärkt zu einer Ausbildung von Allergien kommen kann. Daher ist bei dieser Form der Erkrankung vor Anwendung von Phytotherapeutika der ärztliche Rat zu suchen.

Quellen:
  • Matthias Augustin et al., Phytotherapie bei Hauterkrankungen: Grundlagen, Praxis, Studien. Urban & Fischer Verlag 2004.
  • Wiesenauer et al., PhytoPraxis. Springer Verlag 2008.
  • Schilcher et al. Leitfaden Phytotherapie. Urban & Fischer Verlag 2003.
  • Bennani, A., Biadillah, M. C., Cherkaoui, A. et al., Acute attack of hemorrhoids: efficacy of Cyclo 3 Forte(R) based on results in 124 cases reported by specialists. Phlebologie 52 (1999) 89-93.
  • Chong PS, Bartolo DCC. Hemorrhoids and fissure in ano. Gastroenterology Clinics of North America. 2008;37:627–644.
  • Banov Jr, L; Knoepp Jr, LF; Erdman, LH; Alia, RT (1985). "Management of hemorrhoidal disease". J S C Med Assoc 81 (7): 398–401. PMID 3861909.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.