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Gallenbeschwerden (funktionelle Störungen der Gallenblase und Gallenwege) Therapie

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Geschrieben von 2011-02-10
Zuletzt aktualisiert am 2014-07-1515.07.2014
Gallenbeschwerden (funktionelle Störungen der Gallenblase und Gallenwege) Therapie

Symptome lindern und den Menschen verstehen

Die Behandlung der funktionellen Gallenbeschwerden erfolgt vorwiegend symptomatisch. Bauchkrämpfe sollten rasch gelindert werden. Eine Möglichkeit der ursächlichen Behandlung funktioneller Störungen besteht in der Motivierung des Betroffenen zur Psychotherapie.

Allgemeine Maßnahmen und Ernährung

  • Änderung des Lebensstils, Stressbewältigung
  • Entspannungsverfahren, Wellness-Anwendungen zur Harmonisierung des Nervensystems
  • Bei Bauchkrämpfen hilft die altbewährte Wärmeflasche!
  • Fett- und cholesterinreduzierte Mahlzeiten zubereiten, möglichst fleischarme oder vegetarische (mit Milchprodukten) Vollwertkost bevorzugen.
  • Gewichtsreduzierung bei Übergewicht – BMI < 25 anstreben.
  • Gewürze in den Speisen helfen bei der Verdauung und regen den Gallenfluss an! Ingwer, Curcuma und asiatische Curry-Mischungen zur Speisezubereitung verwenden.
  • Wer mag kann im Frühling einen Wildkräutersalat selber sammeln - Löwenzahnblätter, junge Brennnesselblätter, Sauerampferblätter und Schafgarbenkraut regen den Gallenfluss an.
  • Alkoholkonsum reduzieren oder ganz vermeiden!

Krampflindernde Medikamente

Medikamente können bei funktionellen Gallebeschwerden zum Lindern der Symptome eingesetzt werden. Zum Lösen der Oberbauchkrämpfe eignen sich Spasmolytika wie Buthylscopolamin (Buscopan). Für eine stärkere Schmerzlinderung nimmt der Arzt Metamizol. Bei Erbrechen wird Metoclopramid verordnet. Der Wirkstoff Hymecromon wirkt gleichzeitig krampflindernd und choleretisch (steigert den Gallenfluss).

Chirurgische Therapie

Selten wird eine Sphinkterotomie (Durchtrennung des Sphinkter-Oddi-Muskels) durch ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) durchgeführt. Diese invasive Methode dringt weit in das Körperinnere vor und ist mit hohem Risiko für Bauchspeicheldrüsenentzündung verbunden.

20-40% der jungen Frauen mit Verdacht auf Sphinkter-Oddi-Dysfunktion erkranken nach dem Eingriff daran. Sie sollte in spezialisierten Zentren und nur bei manifester Sphinkter-Oddi Verengung (z.B. durch Verkalkung) durchgeführt werden, nicht jedoch bei rein funktionellen Beschwerden.

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Psychotherapie

Die Psychotherapie beginnt idealerweise schon beim Hausarzt. Der Arzt sollte den Erkrankten ernst nehmen, einmalig die körperlichen Beschwerden diagnostisch abklären, aber nicht auf Wunsch des Betroffenen ständig teure und nebenwirkungsreiche Diagnosemethoden durchführen.

Medikamente sollten zurückhaltend verordnet werden, damit keine Medikamentensucht als Folgekrankheit entsteht. Wichtig ist es, das Vertrauen des Betroffenen zu erlangen, und ihn über die Diagnose einer funktionellen Störung zu informieren, denn oftmals beharrt der Mensch darauf, dass eine körperliche Krankheit dahinterstehe.

Der soziale und emotionale Hintergrund des Betroffenen sollte geklärt werden und zur Psychotherapie motiviert werden. In dieser Gesprächstherapie über zum Beispiel 25 oder 50 jeweils einstündige Sitzungen können seelische Konflikte, die zu den körperlichen Symptomen geführt haben verarbeitet werden.

Vorbeugen

Da die Ursache funktioneller Störungen sehr individuell in der Seele des Betroffenen liegt ist es schwer zu sagen, wie man funktionellen Gallenbeschwerden vorbeugen kann. Allgemeine Maßnahmen zur Entspannung, Stressbewältigung, eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Bewegung helfen in der inneren Mitte zu bleiben und ein Vielzahl funktioneller und körperlicher Krankheiten zu vermeiden.

 

Link- und Buchtipps:
  • „Gesundheitsratgeber Gallensteine: Gallenerkrankungen mit Naturheilkunde und Schulmedizin erfolgreich behandeln“ von Eva Marbach (Marbach Verlag 1. Auflage November 2010)
  • „Der kranke Gesunde: Psychosomatische Beschwerden verstehen. Was mir die Signale meines Körpers sagen. Wie ich mich wieder gesünder fühle“ von H. Lieb und A. von Pein (Trias Verlag, 4. Auflage Mai 2009)
  • „Köstlich essen für Leber und Galle: Über 130 Rezepte: schonend, bekömmlich und leicht“ von S.-D. Müller und Ch. Weißenberger (Trias Verlag, 2. Auflage August 2011)

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