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Fieber Ursachen

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 12.09.2013
Fieber Ursachen

Fieber - Zeichen einer Entzündungsreaktion

Fieber ist ein Symptom - viele Krankheiten, am häufigsten Infektionskrankheiten, sind ursächlicher Auslöser. Die Körpertemperaturerhöhung (Fieber) und die dabei auftretenden Gliederschmerzen sind Zeichen einer Entzündungsreaktion, oder Abwehrreaktion des Körpers.

Wird unser Organismus von einem Erreger, z.B. von Bakterien oder Viren befallen, so kommt es zu einer Entzündung des lokalen Gewebes, bei Atemwegsinfektionen die Schleimhäute der Atemwege, bei einer Wunde die verletzte Hautschicht, bei Durchfallerkrankungen die Darmschleimhaut. Die Viren reizen das Gewebe, die Bakterien produzieren eigene Gifte (Bakterientoxine) und die Keime vermehren sich dort. Unser Immunsystem reagiert darauf, indem es vor Ort Makrophagen (große Freßzellen) schickt, die Teile des Erregers „fressen“ und anderen Abwehrzellen präsentieren. Fieber entsteht, wenn im Rahmen dieser Abwehrreaktion so genannte „Pyrogene“ (spezielle das Interleukin 1) ausgeschüttet werden und über die Blutbahn ins Gehirn gelangen. Bakterientoxine enthalten ebenfalls Pyrogene, die als Botenstoffe beteiligt sind.

Temperaturregulierung im Gehirn

Im Gehirn liegt im Hypothalamus der Sitz des Temperaturzentrums. Wird er durch die Botenstoffe über eine Entzündungsreaktion informiert, so erhöht der Hypothalamus die „Körperkerntemperatur“. Bei einer sehr starken Temperaturerhöhung steuert er gegen die Überhitzung, indem er die Schweißfunktion anregt. Durch Schwitzen kühlt man aus, Muskelzittern wird als wärmeproduzierende Gegenregulierung eingeleitet, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Dadurch kann es im Rahmen eines Fiebers zu abwechselndem Schwitzen und Frieren kommen, dem Schüttelfrost.

Gliederschmerzen, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen entstehen im Rahmen eines Fiebers durch Ausschüttung von Prostaglandinen in das Gewebe, die an den Schmerzrezeptoren der Nerven ein Schmerzsignal ins Gehirn schicken.

Fieber ist grundsätzlich eine gesunde Reaktion des Organismus und mobilisiert die Abwehrreaktion. Wenn der Erreger nicht besiegt werden kann, so kann im Rahmen von Infektionen ein hohes Fieber zu einer Austrocknung des Körpers und zum Zusammenbruch lebenswichtiger Körperfunktionen bis zum Tod führen. Sehr gefährlich und sehr selten ist die „Sepsis“ – das ist der Übertritt von Bakterien und Eiter in die Blutbahn.

Fieberhafte Erkrankungen

Zu den häufigsten Infektionskrankheiten in Deutschland zählen neben der Erkältung und der Grippe die Mandelentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung, Blinddarmentzündung und Blasenentzündung und zahlreiche Kinderkrankheiten wie Mumps, Masern, Scharlach.

Häufige Reisekrankheiten werden durch Viren, Bakterien oder Parasiten ausgelöst. Zu den viralen Reisekrankheiten zählen Hepatitis A und B, zu den bakteriellen Reiseinfektionen Typhus und Cholera, und zu den durch Parasiten übertragenen Krankheiten Malaria und Toxoplasmose. In Deutschland und Süddeutschland sind Zecken als Überträger von fieberhaften Infektionen mit Gliederschmerzen zu erwähnen mit dem Borreliose-Bakterium und dem FSME (Frühsommermeningoenzephalitis)-Virus.

Fieber tritt als Entzündungsreaktion auch ohne eine Infektion durch einen Keim auf. Dies geschieht im Rahmen von Autoimmunerkrankungen, fehlgeleitete Reaktionen des Immunsystems, das körpereigenes Gewebe angreift. Krankheiten wie Rheuma, Lupus erythematodes oder das Rheumatische Fieber zählen dazu.

Bei Krebserkrankungen wie Leukämie oder Lymphomen kann es zu Fieber kommen. Operationen mit oder ohne Wundfieber, eine Schilddrüsenüberfunktion, körperliche Überanstrengung oder ein Hitzschlag und Reaktionen auf Gifte und Medikamente führen zu Fieber mit Gliederschmerzen.

Bei der Frau kommt es durch den hormongesteuerten Menstruationszyklus zu einer Erhöhung der normalen Körpertemperatur (Basaltemperatur) um 0,5° C vor dem Eisprung. Nach einer Geburt kann es im Wochenbett zu Fieber kommen, durch gute Hygiene ist dieses früher gefürchtete Fieber zum Glück sehr selten.

Ganz selten kommt es im Verlauf psychischer Krankheiten zu einem psychogenen (seelisch ausgelösten) Fieber. Die Ursache liegt in unverarbeiteten neurotischen Konflikten und nicht in einer körperlichen Erkrankung.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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