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Therapie einer Erkältung

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 06.07.2015
Therapie einer Erkältung

Vorbeugen und Lindern

Eine Therapie bei einer akuten Erkältung ist nur symptomatisch möglich, denn es gibt kein Mittel um die Viren ursächlich zu vernichten. Was behandelt werden kann, ist die Immunabwehr. Während der Erkältung sollte dem Immunsysystem Raum zur Aktion gegen die Viren gegeben werden.

Symptomatische Therapie bei Erkältung

Schonung des Körpers, bei Fieber auch durch Bettruhe, und viel Schlaf trägt zu einer schnelleren Erholung bei. Bei einer starken Erkältung sollte man nicht zögern, sich Krankschreiben zu lassen. Frischluftzufuhr vermindert die Erregerzahl in geschlossenen Räumen und versorgt uns mit frischem Sauerstoff.

Als weitere Grundregel gilt es, viel zu trinken, heiße Kräutertees, Inhalationen mit Kamillendampf, Lutschpastillen und Brusteinreibungen lindern die Symptome. Bei Fieber können fiebersenkende Medikamente wie Aspirin oder Paracetamol eingesetzt werden, bei Husten mit Auswurf gibt man schleimlösende Medikamente, bei verstopfter Nase mit einer beginnenden Stirnhöhlenentzündung abschwellende Nasentropfen. Auf Nikotin und Alkohol sowie auf kalte Getränke sollte man während einer Erkältung ganz verzichten. Leichte und Vitam-C reiche Kost ist zu bevorzugen, bei Fieber mit Appetitlosigkeit helfen Haferschleim, Reisschleim oder Gemüsesuppen. Kindern gibt man gern heiße Milch mit Honig.

Antibiotika bei Erkältung

Früher und auch heute noch werden Antibiotika gern bei Erkältungen verschrieben. Das Wort Antibiotikum kommt aus dem Griechischen und bedeutet: „Gegen Leben“, dabei ist das Leben der Bakterien gemeint, Antibiotika wirken nicht gegen Viren, die jedoch die Erreger der banalen Erkältung sind! Bei vielen bakteriellen Infektionskrankheiten sind sie Lebensretter. Eine Erkältung mit bakterieller Superinfektion, d.h. die Schleimhäute sind zusätzlich mit Bakterien befallen, und es treten Komplikationen wie Bronchitis, Mandelentzündung oder Mittelohrentzündung auf, kann eine ärztliche Verordnung von einem Antibiotikum nötig machen. Die wichtigsten Antibiotika-Gruppen sind Penicilline, Cephalosporine, Trimethoprim und Sulfonamid-Kombinationen, Tetrazykline, Makrolide, Aminoglykoside und Gyrasehemmer.

Leider wurden in den vergangenen Jahrzehnten 40-60% der Antibiotika zu häufig oder falsch verordnet und oft schon zum Vorbeugen einer bakteriellen Superinfektion bei Erkältungen eingesetzt, noch dazu falsch oder zu kurz eingenommen. Dies führte zur Problematik der Resistenzen – die Bakterien werden widerstandsfähig und entwickeln in den Folgegenerationen eine Immunität gegen das zu oft verwendete Antibiotikum. Weicht man auf ein anderes Antibiotikum aus, passiert dasselbe wieder. Deswegen wurden immer neue Stoffgruppen entwickelt, die leider auch mit immer stärkeren Nebenwirkungen verbunden sein können. Zudem schädigt das Antibiotikum die Darmflora mit den körpereigenen Bakterien, und die fremden Bakterien haben es noch einfacher.

Zum Vermeiden weiterer Resistenzen und der gefährlich gewordenen Krankenhauskeime gibt es heute strenge Richtlinien für einen Antibiotikaeinsatz, nach denen das Mittel der Wahl nach einem Antibiogramm (eine Bestimmung welches Bakterium vorliegt, und ob das Antibiotikum genau dagegen wirkt) verordnet werden soll. Bei einer banalen Erkältung soll es nicht eingesetzt werden.

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Vorbeugen bei Erkältungen

Ganzjährig kann das Immunsystem zum Vorbeugen (Prophylaxe) von Erkältungen gestärkt und aufgebaut werden – das nennt man Immunprophylaxe. Vorbeugen durch Stärken der körpereigenen Abwehrkräfte ist das wichtigste Mittel gegen eine Erkältung! Unser Immunsystem stärken wir über

  • gesunde Ernährung – eine vitaminreiche, ballaststoffreiche Kost besteht aus Obst, Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Milch und Milchprodukten und ungesättigten Fettsäuren (Olivenöl). Fleisch, Salz, Zucker sowie Fertigprodukte sollten nicht überkonsumiert werden.
  • Sport – regelmäßiges Herz- und Kreislauftraining stärkt das Immunsystem.
  • Yoga und Entspannungsübungen tragen über die Psyche zur Immunabwehr bei.
  • Sauna – ein wichtiges Mittel zum Vorbeugen und Abhärten sind regelmäßige  Saunagänge – im Winter wie im Sommer.

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Ferner gibt es die Expositionsprophylaxe, d.h. wir können uns vor den Viren schützen, indem wir den Kontakt (die Exposition) mit erkrankten Personen vermeiden, die die Viren übertragen. Das ist jedoch gar nicht einfach: im Winter übertragen sich die Erreger in öffentlichen Verkehrsmitteln, am Arbeitsplatz, in der Schule, im Kindergarten und im Wartezimmer des Arztes.

Menschen und Kinder können sich nicht völlig abschotten. Deshalb ist es sinnvoll, während einer starken Erkältung daheim zu bleiben, und auch Kinder nicht in den Kindergarten oder in die Schule zu schicken. Handhygiene, das Niesen und Husten und Naseputzen in ein sauberes Taschentuch und das regelmäßige Lüften von Räumen gehören zu den hygienischen Grundregeln.

Buchtipps:
  • „Grippe und Erkältungskrankheiten: natürlich heilen. Vorbeugen – behandeln – auskurieren“ von Markus Sommer (Verlag: Freies Geistesleben; 1. Auflage Nov. 2009)
  • „Die 50 besten Immun-Turbos: Welche Lebensmittel schützen am besten? Abwehrkräfte stärken – gesund durchs Jahr“ von Anita Heßmann-Kosaris (Verlag: Knaur Ratgeber, 2007)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.