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Erhöhte Blutfette, erhöhtes Cholesterin (Hypercholesterinämie, Hyperlipidämie) Ursachen

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2018-09-1212.09.2018
Erhöhte Blutfette, erhöhtes Cholesterin (Hypercholesterinämie, Hyperlipidämie) Ursachen

Ernährung und Vererbung beeinflussen die Blutfette

Nicht alle Fette sind schädlich für Herz und Gefäße. Unsere Blutfette haben lebensnotwendige Funktionen. Fett an sich ist nicht „schlecht“ – die Zusammenhänge von „guten und schlechten Blutfetten“ kann man durchschauen und besser verstehen warum es sich lohnt, zu den gesunden, „ungesättigten Fettsäuren“ in pflanzlicher Nahrung zu greifen:

Zwei Blutfette werden grundsätzlich unterschieden: Cholesterin und Triglyzeride. Cholesterin hilft beim Aufbau der Zellmembran und ist Baustein für die Synthese von Gallensäuren, Steroidhormonen und Vitamin D.Triglyzeride sind gute Energieträger und haben eine Speicherfunktion – sie werden als Energiereserve in die Fettzellen eingebaut. Fette sind wasserunlöslich. Sie müssen aber mehrfach im Blut vom Darm zur Leber und in die Körperorgane transportiert werden. Diesen Transport übernehmen Eiweiße (Transportproteine). Sie binden die Fette an die Eiweiße, die Lipoproteine entstehen. Es gibt:

  • Chylomikronen
  • VLDL (very low density lipoproteine)
  • LDL (low density lipoproteine)
  • HDL (high density lipoproteine)

Zwei Transportwege unterscheidet man, denn der Mensch nimmt Fette mit der Nahrung auf, und er stellt sie selber her.

Der exogene Transportweg transportiert mithilfe der Chylomikronen Nahrungs-Triglyzeride aus dem Darm in den Blutkreislauf.

Dem gegenüber steht der endogene Transportweg. Unsere Leber stellt Fette her. Diese Triglyzeride werden mit den VLDL in den Blutkreislauf ausgeschüttet. Allerdings werden davon 40% in Cholesterin tragende LDL umgewandelt. Sie versorgen den Körper mit dem nötigen Cholesterin. Gibt es einen Cholesterin-Überschuss, z.B. durch eine cholesterinreiche Ernährung, bleibt vermehrt LDL an den Gefäßwänden der Arterien kleben. Es entstehen Ablagerungen, die zur Arteriosklerose (Gefäßwandverkalkung) führen und das Risiko für Herz und Kreislauferkrankungen steigern. Deshalb nennt man LDL-Cholesterin das „schlechte Blutfett“. LDL wird zum großen Teil wieder von der Leber mithilfe von LDL-Rezeptoren aufgenommen.

Anders verhält es sich bei HDL-Cholesterin, dem „guten Blutfett“. HDL sammelt überschüssiges Cholesterin vom Darm und aus dem Blutkreislauf ein, und transportiert es zurück in die Leber. Daher hat es eine Schutzfunktion vor Arteriosklerose. Dieses Blutfett sollte möglichst hoch sein.

Ernährungsproblem Hypercholesterinämie

Zu viel (Hyper-) Cholesterin im Blut(-ämie), die häufigste Fettstoffwechselstörung, ist meistens eine ernährungsbedingte Volkskrankheit. Dabei ist LDL erhöht, HDL kann zu niedrig sein. Auf dem Boden einer familiären Veranlagung ist die Ursache eine Ernährung mit einem zu hohen Fettanteil hauptsächlich aus tierischen Fetten. Diese enthalten viel Cholesterin und gesättigte Fettsäuren. Unsere „normale“ Kost besteht daraus: Butter, fettes Fleisch, Wurst, Eier, Käse. Übergewicht und Bewegungsmangel verstärken die erhöhten Cholesterinwerte und die Ablagerungen an den Gefäßwänden.

Erbkrankheiten als Ursache für erhöhte Blutfette

Die familiäre Hypercholesterinämie, der Apolipoprotein-B-Defekt, die familiären , primäre Fettstoffwechselstörungen. Sie führen über eine genetische Veranlagung zu erhöhten Blutfetten und damit zu höherem Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten. Sie sind seltenere Fettstoffwechselstörungen und lassen sich nicht so leicht durch Ernährung beeinflussen. Bei der familiären Hypercholesterinämie ist der LDL-Rezeptor defekt, der das Cholesterin vom Blut zurück in die Leber transportiert.

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Andere Faktoren

Neben der Ernährung gibt es Grundkrankheiten und Medikamente, die erhöhte Blutfette bedingen:

Grundkrankheiten

  • Diabetes: Zuckerkrankheit trägt durch fehlende Hemmung des Enzyms, das Blutfette abbaut (fehlende Lipolyse) zu erhöhten Blutfetten bei und ist so besonderer Risikofaktor für Arteriosklerose.
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): führt durch Hormonmangel zu geringerer LDL-Rezeptoren Dichte und erhöhtem LDL im Blut.
  • Fettleibigkeit (Adipositas)
  • Gicht
  • Chronische Leber- und Gallenwegskrankheiten
  • Alkoholmissbrauch (Hypertriglyzeridämie)
  • Cushing-Syndrom
  • Gammopathien
  • Lupus-erythematodes (eine Autoimmunkrankheit)
  • Nierenschwäche (nephrotisches Syndrom)

Medikamente

  • Kortisontherapie (Kortisol)
  • Einige Betablocker (Blutdrucksenker)
  • Thiazide (Diuretika, Entwässerungsmittel)
  • Anti-Baby-Pille (Östrogene)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.