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Erhöhte Blutfette, erhöhtes Cholesterin (Hypercholesterinämie, Hyperlipidämie) Therapie

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 12.09.2013
Erhöhte Blutfette, erhöhtes Cholesterin (Hypercholesterinämie, Hyperlipidämie) Therapie

Gesunde Fette steigern die Lebenserwartung

Erhöhte Blutfette zu senken ist wichtig, um sich vor Arteriosklerose und Herz- Gefäßkrankheiten zu schützen und so die Lebenserwartung zu erhöhen. Für die Behandlung erhöhter Blutfette reicht in der Regel eine Ernährungsumstellung, vorausgesetzt der Betroffene ist motiviert dazu! Liegt jedoch eine familiäre Hyperlipidämie vor, bei der Cholesterin und Triglyzeride wesentlich stärker erhöht sein können, müssen Medikamente eingesetzt werden, die die Blutfette senken. Auch für Risikogruppen müssen Blutfettsenker verordnet werden.

Ernährung

Eine blutfettsenkende Ernährung besteht aus:

  • Dem richtigen Verhältnis von Kohlehydrate/Eiweiße/Fette: weniger als 30% des Energiebedarfs sollte in Form von Fett aufgenommen werden.
  • Die richten Fette: Cholesterin ist hauptsächlich in tierischen Fetten mit gesättigten Fettsäuren enthalten. Vermeiden Sie daher: Fleisch, Wurst, Käse, Butter, Sahne, Vollmilchprodukte und Eier. Erhöhen Sie den Anteil pflanzlicher Fettquellen mit ungesättigten Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen. Omega-3-Fettsäuren (alpha-Linolensäure) senken das schlechte LDL-Cholesterin und erhöhen den HDL-Cholesterinspiegel. Rapsöl, Senföl, Leinsamen, Salate und Spinat, Walnüsse und Mandeln und Seefisch enthalten viel davon. Hülsenfrüchte wie Soja und Linsen sind ebenfalls empfehlenswert.
  • Ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Faserreiche Kost und Getreide mit Schale werden langsamer in ihre Bestandteile aufgespalten und binden Cholesterin im Darm.
  • Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum: mehr als 30g reiner Alkohol/d (bei Frauen 20g/d) schädigt die Leber und erhöht die Triglyceride. Sie sollten es also bei einem kleinen Glas Rotwein pro Tag belassen, was sich zugleich positiv auf die Herzgesundheit auswirkt.

Medikamente (Blutfettsenker)

  • Statine (CSE-Hemmer): Die Cholesterin-Synthese Hemmer blockieren ein Leberenzym, dadurch sinkt der LDL-Spiegel um 30-40 %.
  • Cholesterin-Aufnahme Hemmer: Die Aufnahme von Nahrungscholesterin aus dem Darm blockiert. Das LDL-Cholesterin sinkt.
  • Fibrate und Nikotinsäure: sie senken die Triglyzeride und erhöhen den HDL-Cholesterinspiegel (das gefäßschützende Cholesterin). Sie können allerdings mit nicht zu unterschätzenden Magen-Darm Beschwerden als Nebenwirkungen einhergehen. Fibrate erhöhen das Risiko für Gallensteinleiden.
  • Ionenaustauschharze unterbrechen den Cholesterin-Recycling Zyklus indem sie die zum Recycling nötigen Gallensäuren an sich binden. Die Leber nimmt nun Cholesterin aus dem Blut um Gallensäuren neu herzustellen, dadurch sinkt das LDL-Cholesterin.

Therapiekontrolle

Eine Behandlung erhöhter Blutfette bedarf einer regelmäßigen Kontrolle. Bei reiner Ernährungsumstellung reicht eine Kontrolle der Cholesterinspiegel alle 3 Monate, beim Einsatz von Medikamenten sollte anfangs nach 4 Wochen kontrolliert werden, dann je nach mäßig bis hohem Risiko für Herz- Gefäßkrankheiten alle 12 bis 6 Monate wenn die Zielwerte stabil sind. Triglyzeride sollten wegen dem Bauchspeicheldrüsen-Risiko anfangs nach 1-2 Wochen dann alle 6 Wochen kontrolliert werden.

Vorbeugen

Um erhöhten Blutfetten und Arteriosklerose vorzubeugen, sollte man darauf achten:

  • Die gesunde, blutfettsenkende und cholesterinarme Ernährung darf man vorbeugend bei sich zuhause einführen, nicht erst wenn die Blutfette schon erhöht sind.
  • Übergewicht vermeiden: ein BMI unter 25 ist gesünder für Herz und Gefäße.
  • Alkoholmissbrauch vermeiden: das beugt erhöhten Triglyzeriden und Bauchspeicheldrüsenentzündung, Leberschäden oder Krebs vor.
  • Bewegung: die tägliche Bewegung und ein 3x wöchentliches Ausdauertraining fördert die Fettverbrennung.
Buchtipps:
  • „Cholesterin Endlich Klartext: Die wirklich wichtigen Laborwerte - Der beste Schutz gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt - Cholesterin senken ohne Chemie“ von Dr. med. Volker Schmiedel (Trias Verlag; 2. Auflage Oktober 2010)
  • „Cholesterin selbst senken in 10 Wochen: Selbsthilfeprogramm für Betroffene“ von Dr. med. Ramon Martinez (Schlütersche Verlag; September 2011)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.