Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Ursachen & Symptome bei Ekzemen

Anzeige
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 12.09.2013
Ursachen & Symptome bei Ekzemen

Der Juckreiz auf der Haut

Die Symptome eines Ekzems spielen sich naturgemäß auf der Haut ab. Wie bei jeder Entzündung kommt es zur Rötung, Schwellung und Überwärmung der Epidermis. Die größte Belastung stellt in der Regel der Juckreiz dar, als Hauptsymptom eines Ekzems. Form, Erscheinungsbild, Ausmaß und Ort der Hauterkrankung können stark variieren, je nach Kontakt mit dem auslösenden Allergen oder Giftstoff.

Der Verlauf kann akut sein, das Ekzem klingt nach ein paar Tagen von allein wieder ab. Häufig geht es jedoch in die chronische Form über, die Wochen, Monate oder Jahre andauern kann.

Ein akutes Ekzem verläuft in Stadien:

  • Im ersten Stadium, erythematosum, entsteht eine helle, scharf begrenzte Rötung auf der Haut.
  • Im Folgestadium, vesiculosum, entwickeln sich stecknadelkopfgroße Bläschen, die mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt sind. Juckreiz und Brennen sind jetzt besonders unangenehm.
  • Da die Bläschen bald platzen, kommt es im Stadium madidans zum Nässen,
  • im Stadium crustosum zur Eintrocknen und Verkrusten,
  • Und im Stadium squamosum zum Schuppen und schließlich zur Abheilung.

Besteht ein chronisches Ekzem, kommen alle Stadien nebeneinander vor. Man sieht Kratzspuren aufgrund des unablässigen Juckereizes, eine unschärfere Begrenzung und eine eine flechtenartige Verdickung der Hautstruktur (Lichenifikation). Es kann zum Streuen kommen – über die Blutbahn wird die allergische Reaktion auch auf andere Hautareale ausgebreitet.

Beim seborrhoischen Ekzem sieht man eher braun-rötliche Herde, die kaum jucken, jedoch stark schuppen. Sie sitzen in den Gesichtsfalten, bevorzugt um Nase und Mund herum, zwischen den Augenbrauen und am Haaransatz auf der Stirn.

Bei der Windeldermatitis sind die Leistenbeugen des Wickelkindes betroffen. Es entwickelt sich ein typisches akutes Ekzem mit allen beschriebenen Stadien.

Als Komplikation kann es durch die geschädigte Hautbarriere zu einer Superinfektion, einer zusätzlichen Besiedelung des Ekzems mit Krankheitserregern wie Pilzen oder Bakterien kommen.

Ursachen sind Gefährliche Reizstoffe aus der Umwelt

Das Ekzem spielt sich im Bereich der Epidermis ab, also der obersten Hautschicht. Die Haut ist weit mehr als eine Schutzhülle des Körpers, sie ist Sitz von wichtigen Immunzellen, die für die Abwehrfunktion zuständig sind. Es kann bei der Fremdkörperabwehr aber auch zur Überreaktion des Immunsystems kommen, die zur Bildung von Ekzemen führt. Ursachen hierfür sind Kontakte mit Allergenen oder toxischen Substanzen.

Ein Beispiel ist das allergische Ekzem. Hier ist die eine Spätreaktion (Typ IV-Reaktion) verantwortlich für die Entzündung der Haut. Auslöser sind T-Lymphozyten, eine Unterart der weißen Blutkörperchen. Das Allergen aus der Umwelt wird als Bruchstück (Hapten) von der Haut aufgenommen und bindet an Trägerproteine (Proteine sind Eiweiße und wichtige Botenstoffe im Immunsystem). So wird es von den Langerhans-Zellen, den Fresszellen im Hautniveau aufgefressen und den T-Lymphozyten in Lymphknoten präsentiert. Diese bilden in 5 bis 7 Tagen einen Klon (sie duplizieren sich selbst), der sofort reagieren kann, sollte das Allergen erneut auftauchen. Dann locken die sensibilisierten T-Lymphozyten Fresszellen an, die das als Feind verkannte Allergen angreifen und vernichten. Dabei entsteht in der Haut an der Stelle des Allergenkontakts eine Hautentzündung, das Ekzem. Da diese Reaktion erst 24 bis 48 Stunden nach dem erneuten Kontakt mit dem Allergen auftritt, nennt man sie „Spätreaktion“.

Allergisches Kontaktekzem

Substanzen aus Beruf, Haushalt, Hobby und der Körperpflege sind oft prädestinierte Allergene. Häufige Allergene sind:

  • Metalle (Nickel in Schmuckstücken, Chromat im Zement)
  • Epoxidharze (Lösungsmittel, Kunstharze)
  • Gummihilfsstoffe
  • Desinfektionsmittel und Konservierungsstoffe (Formalin, Parabene)
  • Duftstoffe
  • Medikamente und Salbengrundlagen (Wollwachs)
  • Pflanzenallergene (Ringelblume, Arnika, Chrysantheme, Perubalsam, Rizinusöl)

Berufsgruppen, die besonders häufig von allergischen Kontaktekzemen betroffen sind:

  • Friseure (Haarpflegemittel, Frisiersubstanzen)
  • Reinigungsfachkräfte
  • Bäcker (Mehl)
  • Maurer, Fliesenleger, Maler

Die häufigsten Allergene, die uns in Alltag und Freizeit begegnen, finden sich in Körperpflegeprodukten, Kosmetika, Deodorants, Parfümen, Kondomen (Latexallergie), Schmuckstücken, in Farben und Heimwerksubstanzen versteckt. Ferner reagieren manche Menschen auf Sonne allergisch und entwickeln ein photoallergisches Ekzem.

Toxisches Kontaktekzem

Reaktionen auf toxische (giftige) Substanzen sieht man als akutes Ekzem direkt an der betroffenen Hautstelle. Die Substanz ist so aggressiv, dass sie bei jeder Person zu einem Ekzem führt. Dabei können physikalische oder chemische Gifte für die Hautreaktion verantwortlich sein. Säuren, Laugen, Seifen, Lösungsmittel und UV-Strahlen gehören dazu. Ein Beispiel für ein toxisches Ekzem ist der Sonnenbrand.

Eine andere Ekzemart betrifft Säuglinge: Die Rede ist von der Windeldermatitis. Der Kontakt mit dem eigenen Urin und Stuhl stellt die empfindliche Babyhaut auf die Probe, vor allem, wenn durch schlecht gewechselte Windeln sich zusätzlich Feuchtigkeit staut. Die vorgeschädigte Haut bietet keinen ausreichenden Schutz vor eindringenden Krankheitserregern mehr und kann sich mit Pilzen und Staphylokokken (eine Bakterienart) besiedeln, was zu einem infizierten Ekzem führt.

Beim chronisch-toxischen Ekzem sind die Substanzen minimal giftig, so dass erst nach wiederholtem und längerem Einwirken in die Haut ein Ekzem entsteht. Typisches Beispiel sind akute Ekzeme an den Händen, die durch Reinigungsmittel ausgelöst werden.

Anzeige

Austrocknungsekzem

Trockene Haut kann das Risiko für ein Ekzem erhöhen. Hier ist die gestörte Barrierefunktion der Haut Ursache der Hautkrankheit. Die trockene Haut kann Feuchtigkeit schlechter speichern und führt so zu noch stärkerer Austrocknung. Der Säureschutzmantel ist gestört und es entwickelt sich eine rissige Hautoberfläche. Verwendet man die falschen Bade- und Duschsubstanzen, so kann dies zu einem chronischen Ekzem führen.

Stauungsekzem

Diese Sonderform eines Ekzems entsteht bei Menschen mit chronisch-venöser Insuffizienz der Beine (CVI). Dabei kann sich am Unterschenkel ein Ekzem entwickeln. Die Haut ist nicht ausreichend durchblutet und entzündet sich. Eine Kontaktallergie entwickelt sich auf diesem Boden leicht durch Hautreaktion auf angewandte Pflegesubstanzen und Salbengrundlagen.

Seborrhoisches Ekzem

Das seborrhoische Ekzem ist ein wenig-entzündliches Ekzem des Kopfes und sehr häufig in der Bevölkerung. Seborrhö ist eine allgemeine Talgdrüsenüberproduktion und kann Begleiterscheinung eines seborrhoischen Ekzems sein, das sich häufig in den Schweißrinnen im Gesicht befindet. Die Ursache ist in der medizinischen Forschung bis heute unbekannt, es scheint hier jedoch ein Zusammenhang zwischen der klimatischen Situation des Lebensumfelds und dem seelischen Befinden zu bestehen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.