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Wie behandelt man ein Ekzem?

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-1212.09.2013
Wie behandelt man ein Ekzem?

Vorbeugen ist die beste Therapie

Die wichtigste Maßnahme gegen die Bildung von Ekzemen ist die Erkennung und Vermeidung des Kontakts mit dem Allergen oder dem Giftstoff, der für die Hauterkrankung verantwortlich ist. Dies führt sowohl zum Abheilen, als auch zum Vorbeugen des Wiederauftretens von Ekzemen.

  • Lässt sich der Kontakt mit dem Reizstoff im Beruf nicht vermeiden, kann ein Arbeitsplatzwechsel oder eine Umschulung nötig werden. Dies kann ausführlich mit einem Arbeitsmediziner besprochen werden.
  • Bei der Anwendung von Farben und Lacken im Haushalt sollte auf lösungsmittelfreie Produkte geachtet werden – diese sind oft in Bio-Qualität erhältlich.
  • Bei täglichem Kontakt mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln helfen ungepuderte, antiallergische Schutzhandschuhe. Um das Schwitzen unter den Handschuhen zu vermeiden, das begünstigt nämlich die Ekzembildung, können darunter dünne Baumwollhandschuhe getragen werden.
  • Auf Kosmetika mit Konservierungsmitteln, Farbstoffen oder Parfümölen sollte verzichtet werden. Der vorübergehende, komplette Verzicht auf Make-up kann der Gesichtshaut helfen, sich zu regenerieren.
  • Im Haushalt sollte man sparsam mit Desinfektionsmitteln, Weichspülern oder Duftstoffen umgehen.
  • In der Säuglingspflege ist richtiges Wickeln und häufiges Windelwechseln wichtig.

Besteht trockene Haut, so hilft oft schon die richtige Hautpflege mit rückfettenden Ölbädern und Waschlösungen mit hautneutralem pH-Wert, die Barrierefunktion der Haut zu regenerieren und so einem Austrocknungsekzem vorzubeugen.

Salben und Umschläge

Beim akuten, nässenden Ekzem helfen hydrophile (wässrige) Lotionen oder feuchte Umschläge. Geht das Ekzem in die verhornende, stark austrocknende Form über, dann greift man auf hautregenerierende Fettsalben zurück, die man mindestens 14 Tage nach Abklingen des Ekzems noch anwendet. Bei allen Salben oder Cremes gilt: Sie müssen frei von möglichen Allergenen sein. Am besten lässt man sich hierzu in der Apotheke beraten oder von seinem Arzt verordnen.

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Kortisontherapie

Eine akute Hautentzündung spricht in der Regel gut auf Kortisonsalben an. Kortison eignet sich allerdings nicht zur Dauertherapie oder zur Behandlung eines chronischen Ekzems, da es zur Hautatrophie (Hautverdünnung) führen kann. Besonders anfällig für diese Nebenwirkung ist die empfindliche Gesichtshaut.

Antibiotika und Antimykotika

Besteht eine zusätzliche Infektion der Haut mit Bakterien oder Pilzen, so werden lokal Salben mit Antibiotika oder Antimykotika eingesetzt. Es gibt sie auch in Kombination mit Kortison, was beim seborrhoischen Ekzem hilfreich sein kann. Auch diese eignen sich aufgrund der Nebenwirkungen und möglicher Resistenzbildung (Bakterien oder Pilze können unempfindlich, „resistent“ auf diese Medikamente werden) nicht für die Dauertherapie.

Ichthyol und Teer

Beim chronischen Ekzem können Salben und Fette mit Ichthyol (Schieferöl) oder Teer wirksam sein. Schieferöl, eine Natursubstanz, hat im Gegensatz zu Steinkohleteer keine krebserregende Eigenschaft. Schwefel hilft der Haut bei der Regeneration nach einem seborrhoischen Ekzem.

Klimatherapie

Ein Klimawechsel mit mehrwöchigem Hochgebirgs- oder Meeraufenthalt hilft in der Regeneration vieler Hautkrankheiten, beim Ekzem und insbesondere beim seborrhoischen Ekzem.

Buchtipp:
  • „Allergien. Alles was man wissen muss: Ursachen erkennen und vermeiden. Die besten Behandlungsmöglichkeiten“ von Dr. med. Dietlinde Burkhardt und Prof. Dr. med. Klaus Degitz (Südwest Verlag, 1. Auflage 2006)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.