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Diabetes mellitus Ursachen

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 12.09.2013
Diabetes mellitus Ursachen

Süße Versuchungen

Der Blutzuckerspiegel – zentrale Kenngröße des Diabetes – wird vom Körper normalerweise voll automatisch reguliert. In der Bauchspeicheldrüse werden die Hormone Insulin und Glukagon in speziellen Zellen produziert und ausgeschüttet.

Insulin wird bei hohen Blutzuckerwerten ausgeschüttet und bewirkt an seinen Zielzellen (Leber, Muskulatur und Fettgewebe) die Aufnahme von Glukose aus der Blutbahn und dadurch eine Abfall des Spiegels. In den Zielzellen wird der Zucker umgebaut und gespeichert. Glukagon ist (einer) der Gegenspieler des Insulin. Bei niedrigen Blutzuckerspiegeln bewirkt es eine Freisetzung von Glukose aus den körpereigenen Speichern.

Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Obwohl die Mechanismen, welche im Endeffekt zur Schädigung des Körpers führen, die Gleichen sind, liegen den zwei verschiedenen Diabetestypen doch sehr verschiedene Ursachen zu Grunde.

Diabetes Mellitus Typ I:

Diese Form des Diabetes ist sehr selten. Nur etwa fünf bis zehn Prozent der Betroffenen leiden an dieser Form der Erkrankung. Ursache ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems, was diese Form des Diabetes auch zu einer sogenannten Autoimmunerkrankung macht.

Körpereigene Abwehrzellen, die Lymphozyten, greifen die insulinproduzierenden Zellen („Inselzellen“)in der Bauchspeicheldrüse an und zerstören sie. Die Bauchspeicheldrüse kann den Ausfall nur bis zu einem gewissen Punkt durch eine gesteigerte Insulinproduktion der verbliebenen Inselzellen kompensieren.

Sind mehr als 80% dieser Zellen zerstört, reicht das körpereigene Insulin nicht mehr aus um den Blutzuckerspiegel im Rahmen zu halten. Bis zum endgültigen Stillstand der Insulinproduktion dauert es meist nicht mehr lange, dann liegt ein „absoluter Insulinmangel“ vor. Durch Studien mit eineiigen Zwillingen (sie besitzen vollständig identisches Erbmaterial) hat man herausgefunden, dass diese Form der Zuckerkrankheit erblich ist (eineiige Zwillinge Betroffener haben ein Risiko von bis zu 30%, auch an dieser Form des Diabetes zu erkranken).

Weiterhin kann der TypI-Diabetes auch durch eine Infektion mit bestimmten Viren (zB. Mumps oder eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft) ausgelöst werden.

Diabetes Mellitus Typ II

Dieser Diabetes-Typ ist der häufigste. Die Ursachen liegen ebenfalls in unseren Genen, in Studien mit Zwillingen wurde nachgewiesen, dass ein eineiiger Zwilling eines bereits an Diabetes mellitus TypII Erkrankten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch erkranken wird.

Vereinfacht gesagt, sind die Zielzellen des Insulin welche den Zucker aus der Blutbahn aufnehmen und verstoffwechseln, in gewissem Umfang resistent gegen Insulin. Um Sie zur Arbeit zu bewegen werden größere Mengen Insulin benötigt (und automatisch von der Bauchspeicheldrüse bereitgestellt) als bei gesunden Personen.

Großen Einfluss hat außerdem die typische Lebensweise in den Industrienationen mit einem Überangebot von Nahrung und mangelnder körperlicher Aktivität.

Die leider damit einhergehende ständige Zufuhr von Nahrung und die angeborene „Insulinresistenz“ sorgen für einen konstant erhöhten Insulinspiegel. Die Zellen an denen das Insulin wirken soll, gewöhnen sich im Laufe der Jahre an die ständig erhöhten Spiegel und brauchen später immer größere Mengen des Hormons, um ihre Funktion regelrecht erfüllen zu können. Man könnte diese Zellen auch mit einem Suchtkranken vergleichen, der immer größere Mengen seiner Droge benötigt um einigermaßen zu funktionieren.

Irgendwann ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage die benötigten Mengen des Hormons bereitzustellen – zu dem erhöhten Bedarf kommt zu allem Überfluss auch noch eine sinkende Produktion.

Es wird zwar noch relativ lange Insulin produziert, da die Menge jedoch für die erforderliche Wirkung nicht mehr ausreicht, spricht man in diesem Fall von „relativem Insulinmangel“.

Eine latente Azidose kann zu einer Verschlimmerung der Diabetes-Erkrankung beitragen.

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Gestationsiabetes (Schwangerschaftsdiabetes):

Während der Schwangerschaft kann es, bedingt durch tiefgreifende Veränderungen im Hormonhaushalt der Frau, zu einer verminderten Wirkung des Insulins an den Zielzellen kommen.

Reicht die Kapazität der Bauchspeicheldrüse nicht aus um die gesteigerte Nachfrage zu decken, entsteht bei ca. 3% der Schwangeren ein Gestationsdiabetes.

Nach der Entbindung verschwindet die Erkrankung fast immer genauso schnell, wie sie aufgetreten ist.

Wie kommen die typischen Symptome zustande?

Unabhängig vom Typ der Erkrankung kommt der Körper früher oder später an den Punkt, an dem entweder ein absoluter (TypI – zerstörung der Inselzellen) oder relativer (TypII – Insulinresistenz an den zuckerverwertenden Zellen) Insulinmangel besteht. Da Insulin den Blutzuckerspiegel senkt, ist dieser nun ständig erhöht. Die Nieren, welche das Blut „waschen“ und den Urin produzieren, können die enormen Mengen Glukose nicht mehr für den Körper zurückhalten, es kommt zur Ausscheidung von Zucker mit dem Urin („süßer Durchfluss“).

Zucker ist, wie auch Salze und Proteine (Eiweiß), „osmotisch aktiv“. Der im Urin gelöste Zucker bewirkt eine Steigerung der Urinmenge indem er Wasser aus dem Körper anzieht, welches dann mit dem Urin ausgeschieden wird („Polyurie“). Die vermehrte Urinausscheidung veranlasst die Patienten durch ein gesteigertes Durstgefühl viel zu trinken („Polydipsie“).

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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