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Diagnose einer Depression

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 11.09.2013
Diagnose einer Depression

Mehr als nur ein Gespräch

Eine depressive Verstimmung ist noch keine Depression. Erst wenn der Zustand länger als zwei Wochen anhält und andere Symptome hinzukommen, kann der Arzt von einer Depression als Krankheit bzw. einer depressiven Episode sprechen. Um die Schwere und die Form einer Depression zu bestimmen muss der Facharzt, ein Psychiater oder Arzt für Psychotherapie eine Vielzahl an Kriterien und Symptomen unterscheiden. Das ist wichtig, um die Ursache der Depression für den Betroffenen zu klären und eine individuelle Behandlung zu planen. Dafür benötigt es nicht nur das einfühlsame Gespräch. Neben der gezielten psychiatrischen Befragung werden auch körperliche Untersuchungen durchgeführt.

Die psychiatrische Befragung

Dieser Teil der Diagnose dient der genauen Klärung aktueller körperlicher Beschwerden und typischer depressiver Symptome wie Freudlosigkeit, Interesselosigkeit und Schlafstörung. Gezielt wird nach Bewusstsein, Orientierung, sogenannten Denkstörungen, Wahn, Halluzination und vielen anderen Symptomen gefragt, um die Depression von psychiatrischen Krankheiten wie etwa Schizophrenie abzugrenzen. Auch muss der Arzt immer nach Selbstmordgedanken fragen, um den Betroffenen schlimmstenfalls vor sich selbst zu schützen. Ebenso muss nach Medikamenteneinnahme, Alkohol- oder Drogenkonsum gefragt werden.

Spezielle Fragebögen helfen, Struktur und Klarheit in die Diagnose zu bringen.

Das psychosomatische Gespräch

Durch einfühlsames Zuhören versucht der Arzt, die Leidensgeschichte des Patienten und mögliche Hintergründe der Erkrankung in Erfahrung zu bringen. Nicht immer erschließen sich belastende Lebensereignisse sofort. Auch für die Erforschung der inneren Konflikte des Patienten wird es nach einer Phase der Stabilisierung einer Reihe von psychotherapeutischen Gesprächen benötigen. Hier ist der Übergang zwischen Diagnose und Therapie fließend.

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Körperliche Untersuchung und Labor

Die körperliche Untersuchung und die Blutentnahme dienen vor allem dazu, andere Erkrankungen auszuschließen. Bei schweren Formen einer Depression wird die Symptomatik schon in der äußerlichen körperlichen Untersuchung sichtbar. Starre, ausdruckslose Mimik zeugt von großer Antriebslosigkeit bis hin zum Stupor (bewegungsloses Verharren).

Im Labor werden per Hormondiagnostik zum Beispiel die Schilddrüsenhormone untersucht, denn auch eine Dysbalance im Hormonhaushalt kann zur Entstehung einer Depression führen. 
Auch ein Blutbild wird routinemäßig gemacht, um Krankheiten wie Eisenmangel oder Blutarmut auszuschließen, die ebenfalls depressive Symptome hervorrufen können.

Bildgebende Verfahren machen Depressionen sichtbar

Bildgebende Verfahren können im Gehirn eines Depressiven charakteristische Veränderungen nachweisen: Bei einer schweren Depression kann man die Verringerung der Hirnregion erkennen, die für Antrieb und Steuerung von Handlungen zuständig ist. Dauert die Depression sehr lang an, schrumpft das Gehirn in diesem Bereich buchstäblich. Eine solche Untersuchung gehört nicht zur Standarddiagnostik, liefert aber eine Hilfe für Betroffene, um in ihrer Erkrankung ernst genommen zu werden.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.