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Demenz Therapie

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Geschrieben von Dr. med. André Lauber , Arzt und Fachjournalist
Zuletzt aktualisiert am 10.09.2013
Demenz Therapie

Das Fortschreiten der Demenz verzögern: Medikamente und Gehirntraining

Da die meisten Formen der Demenz nicht heilbar sind (zum Beispiel die Alzheimer-Krankheit), zielt die Therapie darauf, die geistigen Fähigkeiten des Patienten möglichst lange zu erhalten.

Steckt hinter der Demenz Krankheit eine Infektionen oder Vitaminmangel, so behandelt man die Grundkrankheit, was die Demenz-Symptome mehrheitlich zum Verschwinden bringt.

Zur Therapie einer chronischen Demenz benutzt man Medikamente (Antidementiva) zur Verbesserung der Hirnleistung. Diese Medikamente können das Fortschreiten der Krankheit verzögern, eine Heilung erreicht man damit jedoch nicht.

Da häufig ältere Menschen an Demenz leiden, ist die Therapie chronischer Erkrankungen wie Herz- und Kreislaufkrankheiten und Bluthochdruck wichtig, da diese Krankheiten die Hirnleistung des Patienten zusätzlich vermindern.
Eine große Bedeutung hat das Training der geistigen Fähigkeiten des Patienten. Je nach Krankheitsstadium stehen verschiedene Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung:

    Gedächtnistraining (Memory-Training, Gehirn-Jogging):
  • Diese Methode sollte nur bei Patienten im Anfangsstadium der Krankheit angewendet werden. Betroffene mit einer schweren Demenz werden mit Gehirn-Jogging überfordert.
    Realitäts-Orientierungs-Training (ROT):
  • Hier gibt man dem Betroffenen Anhaltspunkte zu Ort, Datum oder Jahreszeit, damit er sich besser in der Realität zurechtfindet.
    Erinnerungstherapie (Remineszenz-Therapie):
  • Alte Fotos oder Musik können den Patienten geistig anregen. Dafür muss aber das Langzeitgedächtnis noch funktionieren.
    Milieutherapie:
  • Das ist eine ganzheitliche Betreuung der Demenzkranken. Dazu gehören die Arbeit mit dem Betroffenen (Biografiearbeit, Förderung des Selbstwertgefühls) und seinen Angehörigen und Pflegepersonen (Beratung, Schulung, praktische Entlastung durch Tageskliniken). Das häusliche Umfeld sollte auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt werden (Wohnungseinrichtung, Hilfsmittel, klarer Tagesablauf).

Für die Demenzkranken ist es wichtig, dass sie ihre verbliebenen Fähigkeiten benutzen und wenn möglich ausbauen können. Das erfordert von den Pflegepersonen viel Geduld und Einfühlungsvermögen.

Kann man der Demenz vorbeugen?

Klare Empfehlungen, um einer Demenz-Krankheit zu entgehen, gibt es nicht. Man kann jedoch sein Risiko vermindern, wenn man sich geistig und körperlich fit hält. Auch eine kalorien- und fettarme Ernährung (verhindert Übergewicht) sowie der Verzicht auf Tabak wirken sich positiv auf die geistige Gesundheit aus.

Link- und Buchtipps:
  • Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Mit wichtigen Fragen und Antworten zur Alzheimer-Krankheit Link
  • Leitlinie für Betroffene, Angehörige und Pflegende Link
  • Webangebot vom Deutschen Grünen Kreuz e. V. Link
  • Huub Buijssen, Eva Grambow. Demenz und Alzheimer verstehen: Erleben - Hilfe - Pflege: ein praktischer Ratgeber. Beltz; 2009.
  • Wolfgang Maier, Jörg B. Schulz et al. Alzheimer & Demenzen verstehen: Diagnose, Behandlung, Alltag, Betreuung / Der Ratgeber des Kompetenznetzes degenerative Demenzen. Trias; 2009.
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