Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Ursachen für Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

Anzeige
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 07.09.2013
Ursachen für Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

Viele Faktoren tragen dazu bei – allen voran ungesunde Lebensweise

Im Blutkreislauf unterscheidet man Niederdrucksystem und Hochdrucksystem. Das sauerstoffarme Blut wird in den Venen von den Organen zum Herzen zurückgeführt, wo es über einen wichtigen Umweg in die Lunge mit Sauerstoff angereichert wird. Wieder zurück im Herzen wird dieses sauerstoffreiche Blut dann durch die Arterien in die Organe gepumpt.

In den Venen herrscht das Niederdrucksystem, das Hochdrucksystem in den Arterien. Dabei sind diese arteriellen Gefäße keine starren Rohre, im Gegenteil: sie müssen gut dehnbar sein, um bei Belastungen (z.B. beim Sport, bei Stress) mehr und in Ruhe weniger Blut zu den Organen zu bringen und einigermaßen konstante Druckverhältnisse und Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten. Elastizität der Gefäße ist also wichtig. Der zweite Faktor ist eine Regulation des Blutdrucks über Hormone, die von Niere und Gehirn in die Blutbahn ausgeschüttet werden. Über Sensoren (Barorezeptoren) in den Gefäßen, die eine Druckveränderung spüren, kann der Blutdruck ebenfalls geregelt werden. Ferner über das Blutvolumen, welches das Herz selbst pro Minute auswirft.

So kann ein erhöhter Druck auftreten als:

  • Elastizitätshochdruck
  • Widerstandshochdruck
  • Minutenvolumenhochdruck

Essenzieller (primärer) Bluthochdruck

Warum dies ursächlich passiert, ist in den meisten Fällen nicht klar. Man spricht vom essenziellen, oder primären Bluthochdruck, der 90% aller Hypertonien ausmacht. Viele Risikofaktoren tragen jedoch stark dazu bei:

  • Familiäre Veranlagung – Erbfaktoren spielen eine Rolle
  • Alter (Männer über 55 Jahren, Frauen über 65 Jahren) – im Alter verlieren die Gefäße ihre natürliche Elastizität, oft auch durch zunehmende Arteriosklerose (Gefäßwandverkalkung) im Alter mitbedingt.
  • Stress – ganz entscheidend auf den Blutdruck wirkt sich die Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin, Kortisol) aus.
  • Bewegungsmangel – Bewegung trainiert das Herz. Sportler haben oft einen niedrigeren Blutdruck und Puls.
  • Kochsalzreiche (mehr als 6g Kochsalz pro Tag) und kaliumarme Ernährung
  • Übergewicht (BMI (Body-Mass-Index) über 25-30 bzw. Bauchumfang bei Männern von mehr als 102 cm, bei Frauen von mehr als 88 cm
  • Hoher Alkoholkonsum, v.a. chronischer Alkoholmissbrauch (mehr als 30g/d bei Männern, 20g/d bei Frauen)
  • Tabakrauchen
  • Hoher Kaffeekonsum (mehr als 2 Tassen Kaffee pro Tag)

Sekundärer Bluthochdruck

Diese Form wird durch Medikamente und Grundkrankheiten verursacht, macht jedoch nur 10% aller Hypertonien aus. Dabei wird der Bluthochdruck ausgelöst durch:

Anzeige

Hormonelle Störungen/Änderungen im Hormonhaushalt

  • Einnahme der Anti-Baby-Pille oder östrogenhaltiger Hormonpräparate
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Cushing-Syndrom (erhöhtes Kortisol im Blut)
  • Hormonproduzierende Tumore (selten): Conn-Syndrom, Phäochromozytom, Akromegalie
  • Erbliche Hormondefekte (selten): Adrenogenitales Syndrom
  • Schwangerschaftsbluthochdruck

Weitere Krankheiten:

  • Arteriosklerose (Gefäßwandverkalkung) an den Nierengefäßen
  • Verengung der Hauptschlagader (Aortenstenose)
  • Schlafapnoe (nächtliches Schnarchen bei Übergewicht, das zu längeren Atempausen mit Sauerstoffmangel führt).

Medikamente

  • Kortisontherapie zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen (z.B. Rheuma, Asthma)
  • Andere Rheumamittel (Antirheumatika)
  • Betasympathomimetika zur Behandlung von Asthma

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.