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Naturheilkunde bei Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 07.09.2013
Naturheilkunde bei Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

Blutdrucksenkung unterstützen und Entspannung fördern

Bluthochdruck lässt sich allein mit pflanzlichen Wirkstoffen kaum ausreichend senken – zumal das Risiko für Herzschwäche und schwere Krankheiten bei Menschen mit Bluthochdruck sehr hoch ist. Die bei hohem Blutdruck schwach wirksamen Heilpflanzenextrakte können unterstützend eingesetzt werden – ergänzend zu einem gesunden Lebensstil und chemischen Blutdrucksenkern. Für eine langfristige Wirkung sollten alle pflanzlichen Wirkstoffe über mehrere Monate eingenommen werden.

Hilfe auf einen Blick:
  • Rauwolfiawurzel kann bei grenzwertig hohem Blutdruck gegeben werden. Doch die Alkaloid-haltige Heilpflanze aus Indien kann auch Nebenwirkungen verursachen, so dass ihre Einnahme mit dem Arzt besprochen werden muss.
  • Knoblauchzwiebel hat eine leicht blutdrucksenkende Wirkung, schützt zudem vor Arteriosklerose und senkt erhöhte Blutfette. Knoblauchzwiebelpulver gibt es auch als Dragees und Tabletten.

Rauwolfia (indische Schlangenwurz)

Die in Indien beheimatete Schlangenwurz ist besser bekannt unter ihrem botanischen Gattungsnamen Rauwolfia. In Indien wird sie traditionell im Ayurveda zur Behandlung von Geisteskrankheiten und Bluthochdruck angewandt. Erstmalig wurde sie schon in der Atharva Veda beschrieben, einer magisch-philosophischen Schrift aus dem 7. Jh. v. Chr. Rauwolfiawurzel-Extrakt enthält Alkaloide wie Reserpin. Dieses verhindert die Speicherung von Dopamin, Noradrenalin und Serotonin, die Botenstoffe für eine Blutdruckerhöhung sind. So lässt sich die länger anhaltende blutdrucksenkende Wirkung erklären. Deshalb kann Rauwolfiawurzel-Extrakt bei leichter Blutdruckerhöhung (z.B. einem Grenzwert im Bereich von 140/90 mmHg) als alleinige Therapie ausreichen. Jedoch ist diese Heilpflanze nicht ganz harmlos! Durch Einnahme von Rauwolfiawurzel-Extrakt können mehr Nebenwirkungen eintreten als durch z.B. einen Betablocker. Dazu gehören verstopfte Nase, Müdigkeit, Impotenz und Depression. Menschen, die unter depressiver Verstimmung leiden dürfen Rauwolfiawurzel-Extrakt deshalb nicht ausprobieren! Auch Autofahren sollte man unter der Behandlung besser nicht. Deshalb muss ein Präparat mit Rauwolfiawurzel vom Arzt verschrieben werden, und wird dann von der Apotheke auf Rezept ausgegeben.

Knoblauch

Die Knoblauchzehe hat nicht nur einen starken Geschmack – ihre Wirkstoffe Alliin und das beim Zerschneiden entstehende Allicin können noch viel mehr. Sie schützen vor Arteriosklerose (Gefäßwandverkalkung) und senken erhöhte Blutfette. Knoblauchzwiebel-Extrakt verbessert auch die Durchblutung, indem er das Blut verdünnt und schützt so vor Herz- Kreislaufkrankheiten wie der Koronaren Herzkrankheit (KHK). Welcher Wirkstoff für seine schwach blutdrucksenkende Wirkung zuständig ist, ist noch nicht bekannt. In jedem Fall ist der Einsatz von Knochblauchzwiebelpulver sinnvoll, um das Risiko für Gefäßwandverkalkung und Folgekrankheiten zu senken, die durch Bluthochdruck noch verstärkt werden.

Knoblauchzwiebel-Extrakt gibt es als Fertigpräparate in Form von Dragees oder Tabletten in der Apotheke. Das allerdings senkt nicht das Auftreten eines für manchen unangenehmen Mundgeruchs. Das Lutschen von Pfefferminzbonbons kann Abhilfe verschaffen.

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Weißdorn

Weißdornblätter und –blüten-Extrakt wird bei beginnender Herzschwäche (Herzinsuffizienz) eingesetzt. Häufig besteht gleichzeitig ein Bluthochdruck. Weißdornblätter stärken das Herz, steigern die Herzdurchblutung und senken den Widerstand in den Blutgefäßen. Bei Bluthochdruck, Kurzatmigkeit und Herzbeschwerden können Weißdornblätter daher unterstützend wirksam sein.

Weißdornblätter und –blüten-Extrakt nimmt man am besten als Fertigpräparate über mehrere Monate ein.

Baldrian, Hopfen, Melisse und Lavendel

Entspannung und Stressabbau sind zur Blutdrucksenkung sehr wichtig! Hier können pflanzliche Wirkstoffe gut mithelfen. Baldrianwurzel, Hopfenzapfen, Melissenblätter und Lavendelblüten werden zur Entspannung, Nervenberuhigung und Schlafförderung eingesetzt. Eine Teezubereitung, ein entspannendes Lavendelbad oder ein Kombinationspräparat aus Baldrianwurzel, Hopfenzapfen und Melissenblätter-Extrakt können tagsüber oder gezielt abends eingenommen werden. Denn gesunder Schlaf trägt viel zur inneren Ausgeglichenheit bei, die sich im Blutdruckwert positiv bemerkbar macht.
Quellen:
  • Innere Medizin (Classen, Diehl, Kochsiek; Urban & Schwarzenberg Verlag)
  • Chronische Krankheiten integrativ (G. Dobos, U. Deuse, A. Michalsen; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakologie und Toxikologie (Oberdisse, Hackenthal, Kuschinsky; Springer Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Urania Pflanzenreich – Blütenpflanzen 1+2 (Urania Verlag)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.